Tipps und Tricks

Zecken: Schutz, Risikogebiete, Krankheit und Impfung - Was Urlauber wissen sollten

Sommerzeit ist auch Zeckenzeit. Um einen Biss zu verhindern, gibt es zahlreiche Tipps zum Schutz. Eine Impfung vor der Reise in ein Risikogebiet ist empfehlenswert.

Hamm - Die Sommerferien stehen vor der Tür und somit auch der Drang ins Freie. Mit den steigenden Temperaturen beginnt aber auch die Zecken-Saison. Die kleinen Spinnentiere können Krankheiten wie Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen. Allerdings können Urlauber aus Nordrhein-Westfalen und ganz Deutschland einige Maßnahmen treffen, um sich vor Zecken zu schützen.

TierZecke
StammGliederfüßer (Arthropoda)
KlasseSpinnentiere (Arachnida)
UnterstammKieferklauenträger (Chelicerata)

Zecken: Schutz, Risikogebiete, Krankheit und Impfung - Was Urlauber wissen sollten

Ein Stich einer Zecke kann nicht nur zum Ärgernis werden, er kann im schlimmsten Fall schwerwiegende Folgen haben. Bei einer FSME-Infektion können grippeähnliche Symptome auftreten. Während diese bei den meisten nach wenigen Tagen abklingen, kann es laut Landesgesundheitsamt bei rund zehn Prozent zu Entzündungen des Gehirns, der Hirnhäute oder des Rückenmarks kommen. Medikamente gegen die FSME-Viren gibt es nicht.

Um all das zu verhindern, ist es für Naturliebhaber und Urlauber ratsam, das individuelle Risiko eines Zeckenbisses abzuwägen. Um auf Nummer sicher zu gehen, empfiehlt sich eine Impfung. Die jedoch sollte frühzeitig in Angriff genommen werden. In der Theorie ließe sich eine vollständige Immunisierung binnen drei Wochen herstellen, wie Professor Gerhard Dobler, Leiter des Nationalen Konsiliarlabors für FSME am Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr in München, erklärt. Darüber berichtet 24vita.de*.

Zecken: Risikogebiete - Hier ist die Infektionsrate in Deutschland besonders hoch

Drei Impfungen seien demnach erforderlich, die im knappest möglichen Abstand von 14 Tagen erfolgen könnten. Anschließend würde eine vollständige Immunisierung gegen FSME gesichert. Doch für wen ist diese Impfung gegen FSME überhaupt ratsam? Auch hier sollte ein Blick auf das Urlaubziel geworfen werden. Die FSME-Risikogebiete in der Übersicht:

  • Große Teile Bayerns und Baden-Württembergs,
  • Teile Hessens, Thüringens und Sachsens,
  • Vereinzelte Gebiete in Sachsen-Anhalt, Saarland und Rheinland-Pfalz,
  • Landkreis Emsland in Niedersachsen,
  • Stadtkreis Dresden,
  • Landkreis Weimar,
  • Landkreis Fulda,
  • Landkreis Dillingen an der Donau,
  • Landkreis Mittelsachsen,
  • Stadtkreis Dessau-Roßlau.

Zecken: Schutz ohne Impfung - So verringern Sie das Risiko eines Stiches

Sollten Urlauber von einer Zecke gestochen werden, genügt oftmals eine schnelle Entfernung des Spinnentieres, um eine Infektion zu verhindern. Doch bereits im Voraus können Maßnahmen getroffen werden, um Zeckenbisse zu verhindern. Einen zuverlässigen Schutz gibt es nicht. Die Wahrscheinlichkeit kann jedoch verringert werden, indem Aufenthalte in hohem Gras oder im Unterholz vermieden werden, da sich Zecken hauptsächlich dort aufhalten.

Zudem empfiehlt es sich, trotz möglicher hoher Temperaturen bei Ausflügen in die Natur lange Kleidung zu tragen, um die Angriffsfläche für Zecken zu verringern. Ebenso lassen sich Zecken auf heller Kleidung viel schneller erkennen. Wer ganz sicher gehen möchte, der kann die Socken über die Hosenbeine ziehen, damit Zecken nicht unter die Kleidung krabbeln können.

Zecken: Mittel zum Schutz - Repellentien und anschließende Kontrolle

Urlauber und Naturfreunde können ebenso Insekten abweisende Mittel auf die Haut auftragen. Die sogenannten Repellentien halten nicht nur lästige Mücken fern, auch liefern sie zeitlich begrenzten Schutz gegen Zecken. Aber Achtung: Nach einigen Stunden sollten die Mittel neu aufgetragen werden, um den Schutz vor Zecken aufrechtzuerhalten.

Unausweichlich trotz der Vorsichtsmaßnahmen ist die anschließende Kontrolle. Der gesamte Körper sollte nach dem Aufenthalt im Freien nach Zecken abgesucht werden. Die Gründlichkeit macht den Unterschied, sind Zecken doch winzig klein und oftmals nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Die Spinnentiere fühlen sich besonders an warmen Körperstellen wohl, weshalb besonders Kniekehlen, Bauch- und Brustbereich sowie im Schritt nachgeschaut werden sollte. Bei Kindern ist eine Kontrolle des Kopf- und Nackenbereichs ebenfalls empfehlenswert. *24vita.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Bernd Weissbrod/dpa

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