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Löwenzahn nicht als Unkraut entfernen: Pflanze ist auch für Menschen nützlich

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Von: Julian Kaiser

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Im Frühling und Sommer sprießt der Löwenzahn. Man sollte ihn jedoch nicht herauszureißen. Denn das Gewächs kann vielseitig genutzt werden - mit diesen Tricks.

NRW - Es wird wärmer, die Blumen fangen an zu blühen und die Insekten erwachen aus ihrer Winterstarre. An vielen Stellen im Garten wächst der Löwenzahn, der bei vielen Hobbygärtnern ähnlich wenig Ansehen genießt wie hartnäckiges Moos. Doch die gelbe Blume ist kein Unkraut, sondern bei genauerem Hinsehen ein echtes Multitalent. Auch Maulwürfe sind im Garten unbeliebt, sollten aber lieber nicht vertrieben werden.

Wissenschaftlicher NameTaraxacum
OrdnungAsternatige (Asterales)
FamilieKorbblütler (Asteraceae)

Löwenzahn nicht entfernen: Kleine Pflanze - großer Nutzen im Garten

Ob im Garten oder auf der Wildwiese: Zwischen März und Juni und im August ist die Zeit des goldgelb blühenden Korbblütlers gekommen. Nicht nur für abenteuerlustige Kinder, die aus den Blütenstängeln des Löwenzahns kleine Wasserleitungen basteln oder mit der späteren Pusteblume spielen können, hält die Pflanze so manche Überraschung parat, wie RUHR24 berichtet.

Was viele nicht wissen: Der Löwenzahn dient seit tausenden von Jahren aufgrund seines hohen Vitamin- und Nährstoffgehalts sowie seiner Bitterstoffe als Heilkraut. Seine namensgebenden Blüten machen den Löwenzahn zu einem wahren Hausmittel gegen Frühjahrsmüdigkeit. Laut Nabu sorgt die Pflanze zudem für einen Ausgleich der Galle, der Leber, des Darms und des Blutzuckerspiegels.

Löwenzahn steht bei Insekten und Vögeln auf der Speisekarte

Nicht nur für Menschen, sondern auch für Bienen ist der Löwenzahn wertvoll. Die kleinen, fleißigen Insekten können aus 10.000 Blüten rund 100 Gramm Honig zusammentragen. Die Pollen des Löwenzahns und der Blütennektar dienen als Grundlage, um neue Generationen aufzuziehen. Deshalb sollte man sich eigentlich freuen, wenn der Rasen mit Kräutern versehen ist.

Doch nicht nur Bienen ist der Löwenzahn wichtig: Der Distelfink, Vogel des Jahres 2016, hat es zudem auf die Samen des Löwenzahns abgesehen und freut sich daher besonders, wenn Kinder die Pusteblume übersehen.

Zwischen März und Juni sprießt der Löwenzahn vielerorts hervor.
Der Löwenzahn hält so manche Überraschungen bereit. © Shotshop/Imago

Löwenzahn nicht entfernen: Für Menschen sowohl Heilkraut als auch kulinarisches Erlebnis

Auch auf unserem Speiseplan kann der Löwenzahn ab Frühling für kulinarische Abenteuer sorgen: Wer den Blüten des Löwenzahns einmal eine Chance gibt, kann spannende Rezepte ausprobieren: Ob als Salat, als Pesto oder in gekochtem Zustand als Löwenzahnsirup, der als Brotaufstrich oder zum Süßen von Tees genutzt werden kann - die goldgelben Blüten sind vielseitig nutzbar.

Etwaige Sorgen, dass man ab März vergeblich auf Löwenzahn-Jagd gehen könnte, sind unbegründet: Der Löwenzahn passt sich seiner Umwelt optimal an, ist durch seine bis zu einem Meter lange Wurzel fest verankert und wächst überall dort, wo der Boden besonders nährstoffhaltig ist.

Wirksame Mittel haben ungewollte Nebenwirkungen - und sanfte Methoden zeigen wenig Erfolg. Eine Untersuchung zeigt, wie man im Garten Schnecken bekämpft.

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