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Primeln: Nicht jede Art ist winterhart - Tipps für Pflege und Kauf

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Primeln sind beliebte Boten des Frühlings. Doch nicht jede Art Primel ist winterhart. Diese Tipps sollten Hobbygärtner beim Kauf und der Pflege beherzigen.

Soest - Der Winter ist grau und matschig - mit jedem weiteren nasskalten Tag wächst die Sehnsucht nach Sonne und Frühling. Es ist Zeit für die Primel. Die beliebte Blume gehört zu den ersten Blühpflanzen des Frühlings. Was aber nicht heißt, dass jede der gut 500 Primel-Arten winterhart ist. Hobbygärtner müssen einiges beachten.

BlumePrimel
Wissenschaftlicher NamePrimula

Primeln im Frühling: Nicht jede Art ist winterhart

Die Primel ist „die Erste“ im Frühling - denn nichts anderes heißt ihr wissenschaftlicher Name „Primula“ übersetzt. Bekannt sind Primeln vor allem als kleine Topfpflanzen aus dem Supermarkt, doch eigentlich sind sie ausdauernde Stauden für den Garten. Auch wenn Primeln früh im Jahr blühen: Nicht jede Art ist winterhart und verträgt Frost. Allgemein gilt: Je aufwendiger die Blüte, desto weniger Kälte verträgt die Zierpflanze.

Wer Primeln im Beet pflanzen möchte, um dauerhaft Freude an ihnen zu haben, sollte sich daher für winterharte, mehrjährige Arten wie Kugelprimel, Kissenprimel, Orchideenprimel, Wanda, die gefüllte Belarina oder die Echte Schlüsselblume entscheiden. Nur bei strengen Nachtfrösten sollten die Blüten abgedeckt werden.

Primeln: Achtung bei praller Sonne

Im Handel werden aber auch einjährige Primeln angeboten, die meist nicht so robust sind und bei Frost erfrieren würden. Die Becherprimel etwa stammt aus Asien und verträgt gar keinen Frost. Topfprimeln wie diese machen sich allerdings prächtig in den eigenen vier Wänden und blühen ab Februar bis zum Spätsommer.

Sie gedeihen am besten an einem hellen Ort. Doch Vorsicht: Hell heißt nicht warm. Wer eine reiche Blüte an seiner Primel haben möchte, sollte ihr Temperaturen von 10 bis 15 Grad gönnen - und sie aus der prallen Sonne halten. Sind die Nächte frostfrei, kann die Becherprimel für eine Saison auch ins Beet oder auf den Balkon gepflanzt werden.

Die beste Zeit für das Pflanzen von Primeln im Garten ist im Frühling ab Mitte März, wenn der Boden nicht mehr gefroren ist. Primeln mögen feuchten und durchlässigen Boden. Draußen gilt wie für drinnen: Primeln sollten nicht in der vollen Sonne stehen, sondern an einer Stelle mit Halbschatten. Zimmerpflanzen richtig gießen: Experte gibt Tipps für Pflege im Winter.

Augen auf beim Primel-Kauf

Wer im Gartencenter des Vertrauens Primeln kauft, sollte auf einige Dinge achten. Die Primel sollte idealerweise nicht mehr als acht bis zehn offene Blüten haben. Außerdem sollten zwischen den Blüten noch reichlich Knospen sein, damit genug Blüten nachwachsen. Die Pflanze sollte auch nicht zu viele gelbe Blätter haben. Das ist ein Zeichen dafür, dass sie schon reichlich aufgeblüht ist und nur noch wenig Laub vorhanden ist. Von diesen Pflanzen sollten Sie lieber die Finger lassen.

Primeln
Primeln blühen in einem Gewächshaus. © Mohssen Assanimoghaddam/dpa

„Was immer läuft, sind gelbe Primeln von zitronengelb bis schon orange - sie stehen schließlich für die Sonne“, sagt Thomas Ebbing-Lohaus von der gleichnamigen Gärtnerei in Heiden in Nordrhein-Westfalen. Aber auch Neuheiten in Lavendelfarben oder langstielige Besonderheiten gehörten zum Sortiment. Saison haben die Frühlingsboten bis Ostern. „Da fangen dann die Beetpflanzen an und die Leute haben keine Lust mehr auf Primeln“, sagte Ebbing-Lohhaus.

Wichtig zu wissen: Einige Primel-Arten wie die Becherprimel (auch Gift-Primel genannt) enthalten den Giftstoff Primin und können Allergien auslösen, die sich durch Rötung und Bläschenbildung auf der Haut äußert. Wer empfindlich ist, sollte also lieber neuere Züchtungen ohne Primin kaufen, die den Giftstoff nicht mehr enthalten. Sie tragen die Bezeichnung „Touch me“.

Gartenarbeit im Winter? Auf jeden Fall. Im Januar und Februar werden die Grundlagen für die Blumenpracht im Frühjahr gelegt. (mit Material von dpa)

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