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Vier Olivenöl-Sorten im Test nur „mangelhaft“ - Discounter erhalten gute Noten

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Von: Daniel Großert

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Olivenöl ist vielseitig verwendbar. Stiftung Warentest hat verschiedene Öle geprüft. Bio-Produkte fielen durch. Dafür überzeugten manche vom Discounter.

Hamm - Speiseöle gibt es viele auf dem Markt: Rapsöl, Sonnenblumenöl oder Kürbiskernöl. Viele Menschen aus Nordrhein-Westfalen und ganz Deutschland schwören bei ihrer Ernährung aber auf Olivenöl. Die Stiftung Warentest hat jetzt einige dieser Produkte untersucht. Während vier Bio-Öle durchgefallen sind, überzeugten auch günstige Produkte vom Discounter.

OrganisationStiftung Warentest
Gründung4. Dezember 1964
HauptsitzBerlin

Olivenöl im Test: Vier Bio-Produkte „mangelhaft“ - gute Noten für Discounter

Als Fett zum Braten, Grundlage für ein Salatdressing oder Verfeinerung eines Nudelgerichtes: Die Einsatzmöglichkeiten für Olivenöl in der Küche sind riesig. Für diejenigen, die es häufig verwenden, ist es umso besser zu wissen, welches Öl von guter Qualität ist. Daher ist diese Nachricht beruhigend: Von 19 getesteten Olivenölen der höchsten Güteklasse „nativ extra“ hat Stiftung Warentest 13 mit „gut“ bewertet. Zudem erfreulich: Kein Olivenöl war mit Pestiziden belastet - weder die zwölf getesteten Bio-Öle noch die sieben konventionellen Produkte.

Für den Testsieger müssen Verbraucher allerdings ziemlich tief in die Tasche greifen: „Crudo Sei Cinque Zero Olio extra vergine d‘oliva“, das mit 1,9 benotet wurde, ist im Feinkosthandel erhältlich und kostet stolze 36 Euro pro Liter. Als einziges getestetes Olivenöl rieche und schmecke es „sehr gut ausgewogen“, wie die Tester anmerkten.

Doch wie schon beim Test von Haferflocken, bei dem laut Öko-Test vier Produkte „ungenügend“ waren, gilt auch beim Olivenöl: Gut muss nicht zwangsläufig teuer sein. Mit den Bio- und den konventionellen Olivenölen von Lidl (Primadonna) und Aldi (Gut Bio/Cantinelle) schnitten verhältnismäßig günstige Produkte (Bio: 6,65 Euro pro Liter; konventionell: 5,75 Euro pro Liter) im Testbericht ebenfalls mit der Note „gut“ ab.

Olivenöl im Test: Bio-Produkte fallen durch - sieben Öle ohne Ergebnis

Doch nicht jedes Olivenöl hat Stiftung Warentest überzeugt: Gleich vier Bio-Öle haben die Tester mit „mangelhaft“ benotet. Dabei handelt es sich um die Produkte von Bio-Zentrale, Denns Biomarkt, Corovita und Müller. Alle vier Olivenöle schmecken demnach ranzig und dürften deshalb streng genommen nach der EU-Olivenöl-Verordnung nicht als nativ extra bezeichnet werden. In zwei der durchgefallenen Produkte (Corovita und Müller) wurden zudem Mineralölbestandteile nachgewiesen.

Der Test beinhaltete ursprünglich übrigens 26 Olivenöle. Sieben erhielten allerdings kein Ergebnis. Denn aufgrund der Knappheit von Speiseölen waren nicht alle Produkte in ausreichender Menge im Supermarkt oder Discounter erhältlich. So mussten viele Öle direkt vom Anbieter bezogen werden, was eigentlich den Test-Grundsätzen der Stiftung Warentest widerspricht. Ein Vergleich mit im Einzelhandel nachgekauften Flaschen ergab bei sieben Produkten (unter anderem Edeka, Kaufland, Penny und Rewe) allerdings - zum Teil deutliche - Qualitätsunterschiede mit den vom Hersteller eingereichten Ölen. Daher verzichteten die Tester auf eine Bewertung.

Dass Produzenten solche Tests durchaus ernst nehmen, zeigt dieses Beispiel: Nach einem schlechten Ergebnis bei Öko-Test nahm ein Hersteller sein Olivenöl aus dem Verkauf. Es hatte sowohl geschmacklich als auch von seinen Inhaltsstoffen nicht überzeugt.

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