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„Teilweise Verdreifachung der Preise“: Nudeln, Gewürze & Co. werden zu Luxusgütern

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Von: Joseph Scheppach

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Corona-Regeln im Supermarkt
Lebensmittel werden immer teurer. Werden Alltagsprodukte zu Luxusgütern? (Symbolfoto) © Rene Traut/Imago Images

Der Preishammer trifft immer mehr Nahrungsmittel. Nach Nudeln, Schokolade und Kaffee verteuern sich nun auch Gewürze. Welche Alltagsprodukte sind als nächstes dran?

Pfeffer fürs Steak, ein Teller Spaghetti, ein Stück Schokolade, eine Tasse Kaffee: Was heute wie selbstverständlich erscheint, könnte schier unerschwinglich werden. Nach Preisexplosionen* bei Nudeln, Schokolade und Kaffee werden nun auch noch Gewürze teurer. Ob Pfeffer oder Paprika, Kreuzkümmel, Kurkuma, Ingwer oder Muskat: die Preissteigerung macht vor keinem der beliebten Kräuter Halt.

Preisexplosion bei Lebensmitteln: Klimawandel und Corona sind schuld

Forscher machen maßgeblich den Klimawandel für den Preisanstieg in den Supermärkten und Discountern verantwortlich. Starkregen, Trockenheit und Waldbrände führten zu schlechten Ernten. Eine Folge: Die Preise für Nudeln steigen spürbar. „Die diesjährige Erntemenge reicht nicht aus, und wir sehen eine Verdoppelung, teilweise eine Verdreifachung der Preise für Hartweizen“, erklärt Guido Jeremiasder, Spartensprecher Teigwaren und Hartweizenmühlen vom Verband der Getreide-, Mühlen- und Stärkewirtschaft (VGMS) gegenüber ruhr24.de die „dramatische Situation“.

„Viele Lebensmittel könnten für viele Menschen unerschwinglich werden“, warnt Monique Raats, von der University of Surrey gegenüber der BBC. Auch Schokolade und Kaffee könnten laut Monika Zurek (University of Oxford) bald zu den Luxusgütern gehören.  Diese Entwicklung droht nun zudem Gewürzen. Hier sind Experten zufolge die Corona*-Pandemie und die gestiegenen Containerkosten für die Teuerung verantwortlich.

Aktuell lägen die Kosten rund 900 Prozent über den Frachtkosten, als vor der Pandemie. Davon sei die importabhängige Gewürzindustrie besonders hart betroffen. Wie das Lifestyle-Magazin wmn.de berichtet, wird die Lage noch verschärft durch Lieferengpässe und die gestiegene Nachfrage nach Gewürzen in den Herkunftsländern. Zudem fehlten wegen Corona viele Erntehelfer. Folge: Die Gewürze werden knapp und teuer.

Lebensmittel im Supermarkt werden teurer - Preisentspannung erst 2022

Eine Entspannung der Preisentwicklung ist vorerst nicht in Sicht. Markus Weck, Hauptgeschäftsführer des Fachverbandes der Gewürzindustrie, erwartet laut wmn.de niedrigere Preise erst in der zweiten Jahreshälfte 2022. Bis dahin bliebe die Lage sowohl bei den klassischen Gewürzen als auch bei mediterranen Kräuter extrem angespannt.

Immerhin: Zwiebeln, Kartoffeln und Weißkohl sind billiger geworden. Diese Produkte stammen aus Lagerbeständen... *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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