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Tödliche Gefahr: Machen Sie nie diesen Fehler mit Ihrer Hecke

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Als Pflanze ist der Kirschlorbeer speziell für eine Hecke beliebt in deutschen Gärten. Machen Sie aber eine Sache niemals nach dem Schneiden. Es kann tödlich enden.

Hamm - Der Kirschlorbeer ist der Liebling der deutschen Gärtner. Die Pflanze wird immer wieder für Hecken genutzt. Ihr unschlagbarer Vorteil: Sie ist das ganze Jahr grün. Doch aufgepasst: Die Blätter sind giftig und können für Tiere zur Todesfalle werden. Nach dem Schneiden sollten sie den Grünschritt korrekt entsorgen.

PflanzeLorbeerkirsche
Wissenschaftlicher NamePrunus laurocerasus
FamilieRosengewächse (Rosaceae)

Kirschlorbeer: Beliebt als Pflanze für Hecke im Garten

Gartenbesitzer kennen dies: Sie möchten Ihren Garten vor allzu neugierigen Blicken der Nachbarn schützen. Oder Sie möchten einfach Lärm von der Straße ein wenig abhalten. Dann eignet sich der Kirschlorbeer, korrekt gesagt die Lorbeerkirsche, perfekt für den heimischen Garten. Die Pflanze ist extrem robust, muss nicht großartig gepflegt werden, wächst im Jahr rund 20-30 Zentimeter in die Höhe, behält ganzjährig ihre Blätter und wird innerhalb weniger Jahre zu einer schön anzusehenden Hecke. Noch bis Ende Februar dürfen Hecken geschnitten werden. Und selbst nach starkem Frost können Gärtner den Kirschlorbeer noch retten, empfiehlt ein Experte auf soester-anzeiger.de*.

Demgegenüber stehen leider auch Nachteile. Der NABU bezeichnete den Kirschlorbeer sogar einmal als „Verbrechen an der Natur“. Selbst eine Betonmauer sei ökologisch wertvoller. Denn die Lorbeerkirsche ist tatsächlich nur eine Zierpflanze und dient der Tier- und Insektenwelt überhaupt nicht. Im Gegenteil: Sie kann sogar zur Todesfalle werden, wie ein aktuelles Beispiel zeigt.

Kirschlorbeer: Gefahr durch Pflanze für Menschen und Tiere

Denn die Blätter des Kirschlorbeer sind giftig - sowohl für Tiere als auch für Menschen. Nach dem Kauen auf den Blättern wird im Magen Blausäure freigesetzt. Es kommt zu Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel und in schlimmen Fällen zu Bewusstlosigkeit und Herzrasen.

Speziell Tiere sind gefährdet, wie ein Beispiel aus Hamburg zeigt. Im Landkreis Harburg sind 24 tote Rehe entdeckt worden, berichtet die Deutsche Presse-Agentur am Freitag. Man geht davon aus, dass sich die Tiere an Kirschlorbeer vergiftet haben. „Kirschlorbeer ist giftig und stellt eine Gefahr für Wildtiere dar“, sagte Thorsten Völker, Leiter der Abteilung Ordnung und Verbraucherschutz beim Landkreis. Zuletzt seien rund ein Dutzend Stellen entdeckt worden, an denen Grünschnitt von Kirschlorbeerhecken in der Natur entsorgt wurde. Zu einem ähnlichen Fall war es im vergangenen Jahr in Hamm gekommen. Wie wa.de* berichtet, fraß ein Schaf einer Schafherde entsorgte Kirschlorbeerblätter und starb daran.

Kirschlorbeer: Nach dem Schneiden korrekt entsorgen

Immer wieder appellieren Experten daher an Gartenbesitzer: Machen Sie nach dem Schneiden von Lorbeerhecken nie den Fehler und entsorgen Sie den Grünschnitt unachtsam! Der Schnitt von Lorbeerhecken gehört in den Biomüll. Leider verzichten viele Menschen aus Kostengründen auf eine Biomülltonne und entsorgen den Biomüll anderweitig. Entweder im Restmüll oder einfach verbotenerweise in der Natur. *wa.de und soester-anzeiger.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA

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