Plage im Garten

Junikäfer: Warum sie abends angreifen, was sie fressen und wie gefährlich sie sind

Junikäfer fliegen einen in der Abenddämmerung an, landen in den Haaren und stören derzeit manchen lauen Sommerabend. Doch warum haben sie es auf Menschen abgesehen?

Hamm - Von wegen entspannter Sommerabend! In der Abenddämmerung schwirren vielerorts unzählige Junikäfer umher und fliegen Menschen an. Wer einfach nur in Ruhe draußen sitzen will, fühlt sich stattdessen regelrecht angegriffen - oder zumindest unwohl, etwa wenn sich die Junikäfer im Haar verfangen oder auf dem Körper sitzen bleiben. Bei den Massen, in denen die Insekten derzeit auftreten, stellt sich fast die Frage: Haben wir eine Plage?

JunikäferFamilie der Blatthornkäfer
ArtGerippter Brachkäfer
Wissenschaftlicher NameAmphimallon solstitiale

Junikäfer fliegen Menschen an: Massenhaftes Ausschwärmen in der Dämmerung

So störend die Junikäfer auch sind - gefährlich sind sie für den Menschen nicht. Denn sie stechen und beißen nicht. Irritierend und für manchen ekelerregend ist ihr „Schauspiel“ trotzdem. Wie t-online.de berichtet, wirken die Junikäfer unkoordiniert, da sie sich bei ihrem Schwarmflug am Horizont orientieren und bevorzugt hohe Gegenstände anfliegen - etwa Bäume oder auch Hausdächer. So passiert es, dass Junikäfer bei ihrer Suche nach Nahrung und Paarung versehentlich auch auf Menschen landen. Wegen des unkoordinierten Eindrucks wird der Junikäfer auch Torkelkäfer genannt. Tagsüber verstecken sich Junikäfer meist in Hecken, Sträuchern, Gebüschen und Bäumen.

Laut br.de ist der Junikäfer keine eigenständige Art, sondern ein enger Verwandter des Maikäfers. Da er hauptsächlich im Juni ausschwärmt, wird er Junikäfer auch so genannt. Doch wer nun hofft, dass die „Konfrontation“ mit den Insekten bald vorbei ist, der irrt, denn die Tiere können bis Ende August ausschwärmen. Der Junikäfer ist mit 1,4 bis 1,8 Zentimetern Länge nur etwa halb so groß wie der Maikäfer. Außerdem ist er heller - mit einem ledergelben bis hellbraunen Körper. Laut BR ist seine Fühlerform weniger markant.

Junikäfer: So vermehren sich die Insekten - Plage für Gartenbesitzer

Wie das Portal mein-schoener-garten.de berichtet, legt das Weibchen des Junikäfers nach erfolgreicher Paarung Ende Juli die befruchteten Eier in den bevorzugt sandigen und leichten Boden und stirbt dann nach einigen Tagen. Nach zirka drei Wochen schlüpfen die Larven des Junikäfers. Bis diese sich zu Käfern entwickelt haben, die ausschwärmen können, vergehen je nach Temperaturbedingungen allerdings zwei oder sogar drei Jahre.

Junikäfer bei der Paarung.

Nicht nur die vermeintlichen Attacken durch den „fertigen“ Junikäfer können lästig sein. Die Larven gehen Gartenbesitzern gegen den Strich, denn sie fressen zum Beispiel von Pflanzenwurzeln. Ein weiteres Problem: Wildschweine mögen die Larven gerne - und graben den Garten um, wenn sich die Larven dort im Boden befinden. Dann sprechen Gartenbesitzer auch schon mal von einer Plage.

Junikäfer - nicht die einzigen Störer: Wie steht es im Sommer 2021 um Wespen?

Nicht nur Junikäfer können extrem störend sein. Wer draußen gegrillt oder Eis gegessen hat, musste sich in den vergangenen Jahren oftmals mit Wespen rumplagen. Wie es um diese im Jahr 2021 steht, zeigt das Video.

Wer unterdessen Wühlmäuse im Garten hat, ist nicht zu beneiden. Wühlmäuse sind unersättlich und vermehren sich stark. Haben sie einmal vom Garten Besitz ergriffen, richten sie enorme Schäden an - und man wird sie schwer wieder los. Was man gegen die Plagegeister tun kann, erklärt Gartenexperte Klaus Fischer dem Portal soester-anzeiger.de*. *soester-anzeiger.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Stefan Thomas/dpa

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