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Änderungen im Juni 2022: 9-Euro-Ticket, Tankrabatt, Heizkosten

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Von: Kristina Köller

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Tankrabatt, 9-Euro-Ticket, Heizkosten - im Juni 2022 kommen auf Verbraucher einige Neuerungen zu. Diese Änderungen müssen Sie beachten.

NRW - Im Juni gibt es einige Änderungen, auf die sich die Menschen in Deutschland und NRW einstellen müssen. Zum einen kommt das heiß ersehnte 9-Euro-Ticket, zum anderen soll Tanken endlich wieder günstiger werden. Doch auch in Sachen Internet und Festivals gibt es Neuerungen. Wir geben den Überblick, was Verbraucher wissen müssen:

MonatJuni 2022
Kalenderwochen22 bis 26
MonatsersterMittwoch, 1. Juni 2022

Juni 2022: Was ändert sich für Verbraucher? - 9-Euro-Ticket, Tankrabatt, Festivals

9-Euro-Ticket: Es ist schon rauf und runter diskutiert worden. Seit dem Start des Verkaufs ist es ein Kassenschlager - und ab Juni ist es endlich nutzbar: das 9-Euro-Ticket. Vom 1. Juni an kann man das 9-Euro-Ticket im gesamten Nahverkehr in Deutschland nutzen. Das Sonderangebot gilt im Juni, Juli und August und kostet 9 Euro im Monat. Auch Abokunden profitieren von der Vergünstigung. Alle Infos zum Geltungsbereich, und wie das 9-Euro-Ticket funktioniert.

Sommerfahrplan: Um beim Thema öffentliche Verkehrsmittel zu blieben: Bei der Deutschen Bahn und anderen Verkehrsunternehmen gilt ab 12. Juni der Sommerfahrplan, der allerdings nur mit kleineren Änderungen verbunden ist. So bietet die Bahn wieder eine Direktverbindung zwischen Berlin und der Nordseeinsel Sylt an. Zudem wird Chemnitz nach eineinhalb Jahrzehnten ans Fernverkehrsnetz angebunden und bekommt umsteigefreie Verbindungen nach Berlin und weiter an die Ostsee.

Änderungen im Juni 2022: Tankrabatt und Heizkostenzuschuss

Tanken: Autofahrer haben harte Monate hinter sich: Diesel und Benzin waren und sind schmerzhaft teuer. Im Juni, Juli und August werden niedrigere Steuern auf Kraftstoff fällig. Bezieht man die Auswirkungen auf die Mehrwertsteuer ein, sinkt die Steuerlast pro Liter Benzin um insgesamt 35,2 Cent. Bei Diesel sind es 16,7 Cent.

Allerdings wird es wohl dauern, bis die Steuersenkung an der Zapfsäule ankommt, weil die Energiesteuer schon in Tanklagern und Raffinerien anfällt. Außerdem erwarten Tankstellenbetreiber einen großen Andrang auf die Zapfsäulen. Der Vorsitzender des Bundesverbands Freier Tankstelln, Duraid El Obeid, sagte der Rheinischen Post: „Eine hohe Nachfrage der Autofahrer wird auf ein niedriges Angebot stoßen.“ Es kann also durchaus sinnvoll sein, noch vor dem 1. Juni den Tank voll zu machen. Etwas leichter hatten es zuletzt übrigens Kunden von Lidl - sie konnten bereits billiger tanken.

Heizkostenzuschuss: Ab dem 1. Juni haben Geringverdienende Anspruch auf einen einmaligen Heizkostenzuschuss. Unterstützung soll es für Wohngeldbeziehende, für Studierende mit Bafög, Beziehende von Aufstiegs-Bafög und Berufsausbildungsbeihilfe geben, wie es seitens der Bundesregierung hieß. Wohngeldbeziehende, die allein leben, bekommen 270 Euro, Zwei-Personen-Haushalte 350 Euro. Für jeden weiteren Mitbewohner sind noch einmal 70 Euro vorgesehen. Studenten, Auszubildende und andere Berechtigte erhalten pauschal 230 Euro. Einen gesonderten Antrag muss man für den Heizkostenzuschuss nicht stellen. Der soll automatisch ausgezahlt werden. Allerdings war zuletzt nicht ganz klar, wann das passieren wird – wohl aber bis Ende des Jahres.

Juni 2022 mit Änderungen für Verbraucher: Aus für den Internet Explorer

Vereinfachte Hartz-IV-Regelung für Ukraine-Flüchtlinge: Flüchtlinge aus der Ukraine haben ab dem 1. Juni einen Anspruch auf Hartz-IV-Leistungen. Diese können dann für maximal sechs Monate bewilligt werden. Bislang erhält diese Gruppe geringere Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Damit können die Menschen, die vor dem russischen Angriffskrieg nach Deutschland geflüchtet sind, künftig von den Jobcentern beraten und zu Bewerbungen vermittelt werden.

Internet Explorer: Wer bislang den Internet Explorer als Browser nutzt, muss sich nun umgewöhnen. Microsoft schickt den Internet Explorer am 15. Juni endgültig in den Ruhestand. Wer nicht sowieso schon umgestiegen ist, kann zum Beispiel die neuere Software Edge von Microsoft oder Chrome von Google benutzen.

Änderungen für Verbraucher im Juni 2022: Festivals kommen zurück

Festivals: Konzertfans dürfen sich auf einen umfangreichen Festivalsommer freuen. Nach zwei Jahren Corona-Auszeit sind wieder viele Rock- und Pop-Festivals geplant. Den Auftakt machen die Zwillingsfestivals „Rock im Park“ in Nürnberg und „Rock am Ring“ in Rheinland-Pfalz vom 3. bis 5. Juni. Headliner sind Volbeat, Green Day und Muse. Beide Festivals waren - wie die meisten im Land - 2020 und 2021 aufgrund der Corona-Beschränkungen ausgefallen.

3G-Regel bei Einreise nach Deutschland: Und noch eine Änderung in Sachen Corona-Regeln. Wer Urlaub im Ausland gemacht hat, braucht ab 1. Juni bei der Rückkehr nach Deutschland nicht mehr nachweisen, dass er geimpft, genesen oder getestet ist. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) sagte der Funke Mediengruppe kürzlich, dass die 3G-Regel bis Ende August ausgesetzt werde.

Aber: Für Einreisende aus Virusvariantengebieten gelten weiterhin strenge Regeln. Sie müssen in Deutschland 14 Tage in Quarantäne - selbst wenn sie geimpft oder genesen sind. Im Augenblick ist allerdings kein Land als Virusvariantengebiet ausgewiesen.

Juni 2022: Viele digitale Corona-Impfzertifikate laufen aus

Digitale Impfzertifikate laufen aus: Die digitalen Nachweise der Corona-Impfung sind nur ein Jahr gültig. Deshalb wir das Zertifikat aus technischen Gründen für Millionen Deutsche auslaufen - die Booster-Impfung bekommt nämlich in den Apps eine Gültigkeit von einem Jahr. Eigentlich ist der Nachweis aber unbegrenzt nutzbar. Laut Robert Koch-Institut (RKI) soll es für die Corona-Warn-App und die Cov-Pass-App entsprechende Updates geben, mit denen Nutzer ihre Zertifikate aktualisieren können. - Mit Material von dpa

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