Mehrere Ursachen

Immer teurer: Der Holzpreis steigt – warum? Was Kunden jetzt wissen müssen

Der Holzpreis steigt in Deutschland rasant. Kunden und Bauherren sind davon immens betroffen. Welche Gründe gibt es für den Preisanstieg? Und was sind die Konsequenzen?

Hamm – Ob zum Bauen einer Gartenhütte, zum Herstellen von Möbeln oder einfach zum Verbrennen beim Lagerfeuer: Holz hat viele verschiedene Facetten und Anwendungsgebiete. Insbesondere die Nachfrage an Holz als Baustoff ist während der Corona-Pandemie gestiegen. Doch auch der Preis ist in die Höhe geschossen, Holz wird immer teurer. (News zum Coronavirus)

MaterialHolz
Definitiondie harte Substanz von Bäumen
Art des Rohstoffsorganisch, nachhaltig
ZweckWeiterverarbeitung

Holzpreise steigen: Rohstoff wird aus diesen Gründen immer teurer

Die Ursachen für den steigenden Holzpreis sind vielseitig. Zum einen weckt Holz als Rohstoff momentan große Begehrlichkeiten. Ob der Kontaktbeschränkungen und strengen Corona-Regeln widmen sich viele Menschen nach wie vor eher Projekten, denen sie zuhause nachgehen können - also auch Holzarbeiten am Haus und im Garten. Doch nicht nur Hobby-Heimwerker spielen eine Rolle für die gestiegene Nachfrage.

Stattdessen hat Holz auch in anderen Ländern einen enormen Stellenwert. Die USA haben zum Beispiel immer wieder mit Waldbränden zu kämpfen und exportieren deshalb große Mengen Schnittholz aus Deutschland. Wie zdf.de berichtet, haben auch China und Indien nach wie vor „ein umgebremstes Holz-Interesse“. Dass sich verschiedene Player auf dem Holzmarkt bedienen, führt dazu, dass unter dem Strich weniger Holz zur Verfügung steht.

Das sorgt wiederum dafür, dass der Preis für Holz steigt. Dieses Phänomen ist sogar in jenen Marktsegmenten zu beobachten, in denen es vor wenigen Monaten noch einen entgegengesetzten Trend gab. Waldbesitzer haben demnach lange Minusgeschäfte gemacht, weil Borkenkäfer dem Wald immer mehr Probleme bereiteten. Nun ist allerdings auch der Preis für Schadholz angestiegen. Dieses Holz wird hauptsächlich in die USA exportiert. Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass der Holzpreis steigt, da Nachfrage und Angebot des Rohstoffes Holz derzeit nicht miteinander vereinbar sind.

Teures Holz hat Konsequenzen – insbesondere für Bauherren und Handwerker

Dass der Holzpreis steigt, hat Konsequenzen. Neben den Waldbesitzern profitieren vor allem Exporteure und Holzhandelsunternehmen davon, dass das Material immer teurer wird. Derweil sind Abnehmer und Kunden eher auf dem Holzweg. Handwerker haben zum Beispiel Probleme, ihre Aufträge abzuarbeiten. Denn auch für sie wird es schwerer, an Holz zu kommen. Die Lieferzeiten sind zum Teil immens. Es können durchaus über zehn Wochen Wartezeit für die benötigte Menge anfallen.

Dementsprechend haben auch Bauherren ihr Päckchen zu tragen. Privatleute, die einen Bau mit dem Rohstoff Holz umsetzen wollen, müssen damit rechnen, dass der Auftrag nicht wie erwartet umgesetzt werden kann. Stattdessen wächst der Frust - zumal der Bauherr als Kunde letztlich vom Kostenzuwachs betroffen ist und die gestiegenen Holzpreise ausbaden muss. Diese sind je nach Holzart unterschiedlich, aber oft groß genug, dass es insbesondere bei Neubauten vermehrt zu Baustopps kommt. Wie die Probleme auf den Baustellen ob des Rohstoffmangels konkret aussehen* - darüber berichtet fuldaerzeitung.de. Das Blatt berichtet auch, dass der Hausbau durch monatelange Lieferzeiten teurer wird*.

Eine Änderung des Problems ist derweil nicht in Sicht. Allerdings hat die Bundesregierung Deutschlands ein Ziel formuliert, mit dem sie zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen will. Einerseits gehe es darum, die Wälder besser zu erhalten. Zum anderen sollen CO2-Emissionen gesenkt werden. Dafür soll die Holzernte nur maximal bis zum durchschnittlichen jährlichen Zuwachs gesteigert werden. - *fuldaerzeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Hendrik Schmidt/dpa

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