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Grundsteuererklärung nicht abgegeben: Es drohen Zwangsgelder und Verluste

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Von: Sven Schneider

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Die Frist zur Abgabe der Grundsteuererklärung läuft am 31. Januar 2023 ab. Wer das Dokument nicht rechtzeitig einreicht, dem drohen Verluste.

Hamm - Wirklich überraschend kommt die Frist zur Abgabe der Grundsteuererklärung nicht. Ursprünglich war schon der 31. Oktober 2022 Stichtag für alle Betroffenen. Weil bis September 2022 gerade einmal jeder Vierte die Grundsteuererklärung beim Finanzamt abgab, wurde die Frist um drei Monate verlängert. Nun jedoch wird es ernst. Am 31. Januar 2023 muss das Dokument eingereicht sein. Doch was passiert, wenn ich die Frist verstreichen lasse? Und welche Konsequenzen muss ich fürchten?

Grundsteuererklärung nicht abgegeben: Zwangsgelder und Verluste drohen

Der bürokratische Aufwand bei der Grundsteuererklärung ist für Besitzer einer Eigentumswohnung, eines Grundstücks sowie Betriebe der Land- und Forstwirtschaft groß. Wer sich die Mühe noch nicht gemacht hat, könnte bis zur Frist 31. Januar 2023 ganz schön ins Schwitzen kommen - oder die gar bewusst oder unbewusst verstreichen lassen. Und dann?

Wie auch bei der Einkommenssteuererklärung können Finanzämter betroffenen Personen entgegen kommen und ein Erinnerungsschreiben aufsetzen. Ebenso kann eine neue Frist gesetzt werden. Dazu verpflichtet sind die Finanzämter aber nicht. Hierbei drohen Zwangsgelder und Verspätungszuschläge, die in ihrer Höhe gesetzlich geregelt sind.

Nichtabgabe der Grundsteuererklärung: Konsequenzen für Eigentümer

Dabei wird das Zwangsgeld in der Regel zunächst angedroht. Verstreicht auch die zweite Frist zur Abgabe der Grundsteuererklärung, wird Zwangsgeld festgesetzt. Dies fällt in der Regel mit einer Höhe zwischen 25 und 250 Euro aus. Grundsätzlich gilt jedoch: Sollten Steuerpflichtige die Grundsteuererklärung nicht pünktlich abgeben können, empfiehlt sich ein Antrag auf Frist einer Verlängerung. Können besondere Gründe genannt werden, dürfte einer Verlängerung der Frist kaum etwas entgegenstehen.

Wer es gänzlich leichtfertig aufnimmt mit der Abgabe der Grundsteuererklärung, der riskiert viel Geld. Es wird nicht nur ein Zwangsgeld – im schlimmsten Fall bis zu 25.000 Euro – fällig. Darüber hinaus wird das Finanzamt höchstselbst tätig. Wird keine Grundsteuererklärung eingereicht, schätzt das Institut die Besteuerungsgrundlagen äußert großzügig. Dabei fällt die Schätzung durchaus nie zugunsten des Eigentümers aus.

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