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Gift-Quallen im Mittelmeer: Das sollten Urlauber in Europa wissen

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Von: Dominik Jahn

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Feuerquallen trüben Badespaß
Feuerquallen trüben den Badespaß nicht nur in der Nordsee. © dpa/ Bernd Wüstneck

Quallen finden sich an den Stränden in Europa: Nicht alle sind für Urlauber ungefährlich. Es gibt wichtige Details auf die man achten sollte.

Die Sommerferien kommen mit großen Schritten auf uns zu. Doch wer seine freie Zeit mit Strand, Meer und Sonne verbringen möchte, der muss auch die Gefahren vor Ort kennen. Gerade am Mittelmeer lauern einige durchaus tödliche Tiere, wie echo24.de bereits berichtet hat. Auch Quallen sollten Urlauber im Blick haben. In Europa lauern einige extrem giftige Exemplare. Doch wie erkennt man, ob es sich um eine Gift-Qualle handelt?

Für Urlauber wird es besonders gefährlich, wenn es zum Hautkontakt mit Quallen kommt. Bei einigen Arten kann es zu extrem schmerzhaften Folgen kommen. Die Gefahr lauert bei Quallen in den Tentakeln. Sie transportieren bei Berührung das Gift wie mit einem Pfeil in die Haut. Darum sollte man auf wichtige Details achten.

Eine Gift-Qualle im Mittelmeer, Pazifik, Atlantik und in der Karibik

Wer seinen Sommerurlaub auf den Kanaren und Portugal verbringen möchte, der sollte sich mit der Portugiesischen Galeere beschäftigen. Diese Qualle ( genauer gesagt, die Kolonie von Polypen) besitzt meterlange Tentakeln und verschießt damit bei Berührung ein starkes Gift. Kleinere Fische werden damit in Sekunden getötet, heißt es in einem Bericht des Senders NDR. Für Menschen bedeutet das Gift im schlimmsten Fall Herz-Kreislauf-Versagen und Atemstillstand. In der Regel bleibt es bei striemenförmigen, offenen Wunden, Übelkeit und Erbrechen.

Portugiesische Galeeren - tödliche Gefahr
Gift-Qualle: Die Portugiesische Galeeren taucht im Mittelmeer auf. © dpa/ Jürgen Schwenkenbecher

Urlauber sollten im Mittelmeer und Pazifik die Wasseroberfläche betrachten. Dort ist die Portugiesische Galeere, laut NDR, „durch ihre aus dem Wasser ragende, harmlose Gasblase gut zu erkennen“. Im Mai 2018 wurden auf Mallorca, Ibiza und bei Alicante kilometerlange Strandabschnitte gesperrt, nachdem eine tote Qualle dieser Art gesichtet wurde.

Die Merkmale der Portugiesischen Galeere:

Die Feuerqualle in der Nordsee und im Atlantik: Wichtige Details für Uraluber

Urlauber, die es im Sommer zum Baden mehr an die Nord- oder Ostsee zieht, die müssen mit der Feuerqualle oder auch Gelbe Haarqualle rechnen. Wer mit dieser Gift-Qualle in Kontakt kommt, der spürt danach meist Schmerzen „wie das Brennen nach der Berührung einer Brennnessel“ - so schildert es der NDR in seinem Beitrag. Eine Rötung und Schwellung der Haut ist ebenfalls zu erwarten, wie Blasen und Juckreiz.

Feuerquallen trüben Badespaß
Feuerquallen trüben den Badespaß nicht nur in der Nordsee. © dpa/ Bernd Wüstneck

Zu erkennen ist die Feuerqualle an der gelblich bis rotbraunen Färbung. Ihre Tentakeln sind fast unsichtbar und werden meherer Meter lang. Die Merkmale der Feuerqualle:

Wie das Portal ostsee.de schreibt, ist es bei der Feuerqualle für Urlauber auch ratsam, den Quallen am Strand aus dem Weg zu gehen. Auch tote Exemplare können noch immer zu „Verbrennungen“ führen. Außerdem ist es wichtig, die betroffenen Stellen nicht mit „Süßwasser oder Alkohol abspülen, da weitere Nessel­kapseln aufplatzen und den Schmerz verstärken können“.

Die Ohrenqualle: Ungiftiges Exemplar in der Nord- und Ostsee.

Nicht giftig, aber auch gut zu wissen, wie sie aussieht - die Ohrenqualle. Diese Art kommt häufig in Nord- und Ostsee vor. Urlauber müssen sich bei dieser Qualle für ihren Badefreuden keine Sorgen machen. Ein Kontakt ist ungefährlich.

Ohrenqualle am Sandstrand
Ohrenqualle: Ungefährlich für Urlauber - sie taucht häufig in der Nordsee auf. © dpa/ Steve Trewhella/FLPA

Zu erkennen ist die Ohrenqualle dem NDR-Bericht nach an einem durchsichtigen Körper mit „vier weißen, rosa- oder lilafarbenen Ringen auf der Oberseite“. Die Merkmale der Ohrenqualle:

Neben Quallen: Auch das Petermännchen kann gefährlich werden

Nicht nur diverse Arten von Quallen könnten für Urlauber in Europa zum Problem werden, auch das Petermännchen hat es durchaus in sich, wie echo24.de berichtet hat. Der Giftfisch ist für Badende kaum zu sehen und enorm gefährlich.

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