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Fette Henne schneiden: Die robuste Staude für den Herbst richtig pflegen

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Sie ist nicht nur ein Hingucker, sondern auch besonders pflegeleicht: die Fette Henne. Die robuste Staude sollte rechtzeitig geschnitten werden, damit sie lange blüht.

Ihren Namen hat sie eigentlich nicht verdient. Die Staude ist zwar üppig, aber „Fette Henne“ ist nun wirklich kein schmeichelhafter Name für eine Pflanze. Er schadet ihr aber nicht, denn die Fette Henne - auch unter Fetthenne, Mauerpfeffer oder ihrem lateinischen Namen Sedum bekannt - ist äußerst beliebt unter Gartenbesitzern. Lange galt sie als altmodisch, mittlerweile taucht die Staude immer häufiger in Gärten und Balkonkästen auf. Kein Wunder: Sie sieht nicht nur schön aus, sondern ist auch robust und pflegeleicht.

NameFette Henne
GattungSedum
OrdnungSteinbrechartige (Saxifragales)
FamilieDickblattgewächse (Crassulaceae)

Fette Henne schneiden: Die robuste Staude für den Herbst richtig pflegen

Von August bis Oktober blüht die Fette Henne. Vor allem in den Herbstmonaten zieht sie mit ihren rosaroten, weißen oder dunkelroten Blüten die Blicke auf sich. Deshalb wird sie oft auch Herbststaude genannt. Und auch wenn es auf den Winter zugeht, ist die Pflanze noch ein wahrer Blickfang im Garten.

Denn die Fette Henne ist winterhart. Schneiden sollten Gartenbesitzer die Staude deshalb erst im Frühjahr. Sind die Stiele mit den Blüten dann eingetrocknet, werden die alten Triebe um ein bis zwei Drittel gekürzt und zurückgeschnitten. Sind die Pflanzenteile arg vertrocknet, sogar verholzt, können sie dicht über dem Boden abgeschnitten werden. Es gilt: Je stärker der Rückschnitt, desto buschiger das spätere Wachstum.

Beim Schneiden der Fetten Henne sollte auf eine scharfe Klinge von Schere oder Messer geachtet werden. Werden die Stiele nicht sauber abgeschnitten und fransen aus, ist das eine Einladung für Krankheitserreger und Schädlinge.

Fette Henne im Garten: Staude sollte winterhart sein

Beim Kauf der Fetten Henne sollte darauf geachtet werden, dass die Sorte winterhart ist. Sonst ist der Spaß mit der Staude schnell vorbei, wenn im späten Herbst der erste Frost kommt. Ist der erste Nachtfrost da, muss im Beet unbedingt einiges erledigt werden*. Garten-Experte Klaus Fischer hat auch weitere Tipps, wie der Garten winterfest gemacht werden kann*.

Zum Themendienst-Bericht vom 20. Mai 2020: Die Fetthenne, auch als Sedum bekannt, hat dicke Blätter, die Wasser gut speichern können.
Ein Blickfang das ganze Jahr über: Die Fette Henne. © Andrea Warnecke/dpa

Einen besonderen Schutz braucht die Fette Henne im Winter übrigens nicht. Sie ist sehr robust und überlebt unseren Winter problemlos. Ist die Fette Henne nicht in einem Beet, sondern im Topf oder Balkonkasten eingepflanzt, sollte Frost vermieden werden. Hier bietet sich ein frostfreies, aber dennoch helles Winterquartier an oder eine vorsorgliche Abdeckung der Erde mit Vlies oder einer Kokosmatte.

Laub im Herbst kann meist als Mulch verwendet oder als Laubhaufen liegen gelassen werden. Doch Laub bestimmter Bäume verrottet nur sehr langsam*. *soester-anzeiger.de und 24garten.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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