1. Soester Anzeiger
  2. Verbraucher

Wie wahrscheinlich ist ein Blackout in Deutschland? Experten äußert sich zum Risiko

Erstellt:

Von: Sven Schneider

Kommentare

Droht in Deutschland ein Blackout? Manche Menschen fürchten sich vor einem massiven Stromausfall im Winter. Dazu haben Experten eine klare Meinung.

Hamm - In Zeiten der Energiekrise sind die Sorgen der Menschen in Nordrhein-Westfalen und ganz Deutschland groß. Besonders mit Blick auf den kommenden Winter runzeln einige die Stirn. Wer die eigenen vier Wände warmhalten möchte, muss tiefer denn je ins eigene Portmonee greifen. Besitzer einer Gasheizung erhalten nun eine Frist, ihre Gasheizung überprüfen zu lassen, um so effizient wie möglich zu heizen.

Blackout in Deutschland: Experten schätzen Risiko eines massiven Stromausfalls ein

Andere hingegen greifen zum Heizlüfter. Rund 650.000 dieser elektronischen Geräte wurden bereits verkauft. Laut Gerd Landsberg, Chef des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, könnte Deutschland deshalb der Blackout drohen. „Die Gefahr eines Blackouts ist gegeben. Wir können flächendeckende Stromausfälle nicht ausschließen“, sagte er der Welt am Sonntag.

Doch wie wahrscheinlich ist ein solcher Blackout in Deutschland, auf den sich Verbraucher mit einer Liste an Lebensmitteln für zehn Tage vorbereiten können? Klar unterschieden werden muss hier zwischen einem Blackout, dem sogenannten „katastrophalen Stromausfall“ und einem herkömmlichen Stromausfall.

Während ein Stromausfall generell nicht ausgeschlossen werden kann, handelt es sich beim Blackout um ein Krisenszenario, welches viele Verbraucher gleichzeitig betrifft und nur schwierig zu beheben wäre. Die Folgen wären katastrophal, zumal beinahe alle Bereiche des Alltags mit der Stromversorgung Hand in Hand gehen.

Bundesnetzagentur schätzt Risiko eines Blackouts als äußerst minimal ein

Beruhigend für alle Menschen in Deutschland: Der letzte Blackout liegt Jahrzehnte zurück. Ohnehin sind sich Experten einig, dass das Risiko eines Blackouts im kommenden Winter nicht gegeben sei. Und auch die Bundesnetzagentur unterstrich die Einschätzung auf Nachfrage des Bayerischen Rundfunks. „Auch stundenweise krisenhafte Situationen im Stromsystem sind nach Einschätzung der Bundesnetzagentur im Winter 22/23 sehr unwahrscheinlich, diese können aber nie vollständig ausgeschlossen werden“, wird die Bundesnetzagentur vom BR zitiert.

Regionale Ausfälle können jedoch nicht ausgeschlossen werden. So kam es erst zu Jahresbeginn in Regensburg zu einem Stromausfall. Rund 5000 Haushalte mussten 19 Stunden ohne Strom zurechtkommen. Zu einem Stromausfall kommt es beispielsweise dann, wenn mehr aus dem Netz entzogen wird als ankommt. Dabei kommt es zu einer Frequenzstörung. Während kleine Abweichungen durch Sicherheitsmechanismen ausgeglichen werden, kann es bei großen Schwankungen zum Zusammenbruch kommen.

Auch interessant

Kommentare