Moskau verbietet Schwulen-Parade zum Eurovision Song Contest

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Als Vorjahressieger ist Russland in diesem Jahr Gastgeber des europäischen Musik-Wettbewerbs.

Moskau - Eine geplante Schwulen-Parade am Tag des Eurovision Song Contest in Moskau ist von der Stadtverwaltung verboten worden.

“Solche Paraden hat es in Moskau nie gegeben, und das wird auch so bleiben“, sagte ein Rathaus-Sprecher am Donnerstag. Der Schwulen-Aktivist Nikolai Alexejew erklärte, er werde trotzdem an seinen Plänen für einen Marsch durch die russische Hauptstadt am 16. Mai festhalten. Er hoffe, dass sich dann auch Teilnehmer des Grand Prix der Kundgebung anschließen würden.

Als Vorjahressieger ist Russland in diesem Jahr Gastgeber des europäischen Musik-Wettbewerbs. Schwulen-Aktivisten wollen die internationale Aufmerksamkeit nutzen, um gegen Diskriminierung zu protestieren.

Homosexualität ist in Russland zwar nicht verboten, in konservativen und religiösen Kreisen herrschen jedoch starke Vorbehalte gegenüber Schwulen und Lesben. Der Moskauer Bürgermeister Juri Luschkow steht seit 2007 international in der Kritik, weil er Homosexualität als “satanisch“ bezeichnete. In den vergangenen Jahren ist es in Moskau bei nicht genehmigten Schwulen-Paraden mehrfach zu gewalttätigen Übergriffen auf die Teilnehmer gekommen.

AP

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