Königin Beatrix zeigt sich wieder in der Öffentlichkeit

+
Die niederländische Königin Beatrix zeigte sich am Montag wieder in der Öffentlichkeit.

Amsterdam - Die niederländische Königin Beatrix zeigt sich nach dem Attentatsversuch am Donnerstag wieder in der Öffentlichkeit.

Vier Tage nach dem versuchten Attentat am Königinnentag ist die niederländische Monarchin Beatrix erstmals wieder öffentlich aufgetreten. Unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen nahm die 71-Jährige den offiziellen Termin in Amsterdam am Montagabend, dem Vorabend des Befreiungstages (Bevrijdingsdag), wie geplant wahr.

Am 5. Mai gedenken die Niederlande dem Ende der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg. Der 4. Mai ist nationaler Volkstrauertag. Die Menschen applaudierten, als Königin Beatrix, ihr Sohn Prinz Willem-Alexander und dessen Ehefrau, Prinzessin Maxima, am Abend in der Nieuwe Kerk in Amsterdam eintrafen. Dort wurde ein Gedenkgottesdienst für die niederländischen Bürger und Soldaten gehalten, die im Krieg gestorben waren.

Sicherheitsvorkehrungen wurden verschärft

Offiziellen Angaben zufolge wurde die Zahl der Sicherheitskräfte im Vergleich zu den Vorjahren verdoppelt. Der Fußgängerweg, den die königliche Familie vom Palast zum Denkmal für die Opfer des Zweiten Weltkriegs gehen wollte, war doppelreihig abgesperrt. Außerdem waren Scharfschützen auf den Dächern der umliegenden Häuser platziert. Die Polizei hatte die Erlaubnis, bei Verdächtigen in der Nähe des Denkmals Leibesvisitationen vorzunehmen.

Am Dienstag wurde Königin Beatrix zu einem Open-Air-Konzert am Ufer der Amstel erwartet. Auch dafür wurden nach Polizeiangaben die Sicherheitsvorkehrungen verschärft. Am Befreiungstag mischen sich die Royals traditionell unter das Volk. Bei der Amokfahrt in Apeldoorn waren am vergangenen Donnerstag sieben Menschen, darunter der Attentäter Karst T. (38), ums Leben gekommen. Der Mann gestand noch am Ort des Dramas, dass er die königliche Familie treffen wollte. Er war während des traditionellen Umzugs am 30. April mit Vollgas auf den offenen Festbus der Königsfamilie zugerast. Dabei riss er mit seinem Kleinwagen 17 Menschen um und krachte schließlich gegen ein Denkmal.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare