Zoff zwischen Carmen Nebek und "Silly"

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Ostrockband "Silly" um Anna Loos hat Ärger mit Carmen Nebel.

Berlin - Carmen Nebel und die Ostrockband Silly haben Zoff: Kurz vor der ZDF-Show “Willkommen bei Carmen Nebel“ hat die Produktionsfirma den Auftritt der Band um Sängerin Anna Loos abgesagt.

Grund: Die Gruppe sei entgegen den Vereinbarungen bereits in etlichen anderen TV-Shows aufgetreten. Silly zeigte sich verärgert und verwundert. Die TeeVee Produktions GmbH habe von den anderen Auftritten gewusst. “Für uns stellt sich nun die Frage: geht es tatsächlich noch um eine Sendung, die von einem Charity Gedanken getragen wird?“, heißt es auf der Homepage der Band. Denn die Show ist eine Spendengala zugunsten der Deutschen Krebshilfe, deren Botschafterin Carmen Nebel ist - nur deswegen habe die Band überhaupt einem Auftritt zugesagt: “Wer Silly kennt, weiß, dass wir nicht unbedingt die Band sind, die sich in einer Sendung wie “Willkommen bei Carmen Nebel“ sofort zu Hause fühlt.“

Aber da es um das Thema Krebs geht, wollte die Band dabei sein - “auch auf Grund unserer eigenen Geschichte.“ Silly-Sängerin Tamara Danz war 1996 an Krebs gestorben, Anna Loos wurde 2006 ihre Nachfolgerin. Die Produktionsgesellschaft verteidigte sich. Die Plattenfirma der Band habe einen Exklusivitätsvertrag unterschrieben, wonach Silly vier Wochen vor der Nebel-Show in keiner anderen deutschsprachigen TV-Show auftreten durfte - dennoch gab es zahlreiche Fernseheinsätze.

“Alle großen deutschen TV-Shows haben Exklusivitätsfristen“,hieß es am Donnerstagabend von der Firma. Man habe der Gruppe einen neuen Auftrittstermin in einer der kommenden Nebel-Shows angeboten. “Dieses Angebot wurde von Silly kategorisch abgelehnt.“ Wenn der Ärger erst einmal verraucht ist, dürfte sich dieser Streit womöglich für beide Seiten als gelungene PR entpuppen: Die ZDF-Show kam damit ebenso in die Schlagzeilen wie die Gruppe Silly, die derzeit mit ihrem aktuellen Album “Alles rot“ tourt und am 1.10. mit dem gleichnamigen Song beim Bundesvision Song Contest von ProSieben antritt.

dpa

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