Vater riskiert Leben seines Sohns

Vater sammelt Spenden für todkranken Jungen! Was er damit macht, ist widerlich

+
Ein Vater hat das Geld für seinen todkranken Sohn durchgebracht.

Eine Familie startet ein Crowdfunding für ihr todkrankes Kleinkind. Alles läuft nach Plan. Doch der Vater macht einen Strich durch die Rechnung und riskiert das Leben seines Sohns. 

Salvador - Ein kleiner Junge namens João Miguel wächst mit der Diagnose Spinale Muskelatrophie auf. Eine seltene degenerative neuromuskuläre Krankheit, der ein Gendefekt zugrunde liegt und die Muskelschwund zur Folge hat. Die Eltern des Kleinkindes starteten ein Crowdfunding (darunter versteht man das Sammeln von Spenden), um das teure Medikament Spinraza, auch bekannt unter dem Namen Nusinersen, zu kaufen. 

Todkrankes Kind: Vater riskiert das Leben seines Sohns

Im ersten Behandlungsjahr belaufen sich die Kosten für die Behandlung mit dem Medikament auf etwa 620.000 Euro. Das berichtet unilad.co.uk. Je früher die Therapie beginnt, desto stärker sollen Kinder mit spinaler Muskelatrophie hinsichtlich des Erhalts ihrer motorischen Fähigkeiten profitieren. Die Eltern des todkranken Kindes, Alves und Karine, gingen den einzigen möglichen Weg und starteten eine Crowdfunding-Kampagne, die Online-Aufrufe, Auktionen, Spenden und eine Vielzahl an Aktivitäten einschloss. Das gesammelte Geld legten sie auf vier verschiedenen Sparkonten an. Jeder war für je zwei Sparkonten zuständig.

„Als Mutter war mein Verhalten immer geleitet von gutem Glauben und aus dem alleinigen Zweck das Leben meines Sohnes João Miguel zu retten“, sagte Karine in einem Statement. Des Weiteren sagte sie, dass sie niemals hätte glauben können, dass ihr Mann dazu fähig sei, das Leben ihres Sohns zu riskieren. Im Juni vermutete die Mutter, dass Alves Geld von zwei Konten abgehoben hat. Karine verständigte die Polizei, woraufhin der Zugriff auf die Konten gesperrt wurde. Doch es war bereits zu spät. Der Vater des todkranken Kindes hatte bereits den Großteil des Geldes unterschlagen. Ermittler vermuten, dass Alves das Passwort der Mutter nutzte und Online-Transfers auf seine eigenen beiden Konten tätigte. Am 22. Juli 2019 wurde der Vater in einem Hotel in Salvador festgenommen. Wofür er die Gesundheit seines Kindes auf das Spiel setzte, schockt. 

Todkrankes Kind: Vater von Polizei festgenommen

„Zum Zeitpunkt der Festnahme gab Alves an, dass er das Geld für Frauen, Drinks und Drogen ausgegeben hat“, sagte Polizeichef Daniel Gomes. Des Weiteren habe er angegeben, dass er von Drogendealern erpresst wurde, was den Rest des Geldes betraf. Hierfür, so der Polizeichef weiter, gebe es bisher allerdings keine Beweise. Ermittler haben außerdem bekannt gegeben, dass Alves geplant habe, ein Bordell in der Stadt mit einem weiblichen Business-Partner zu eröffnen. 

Angeblich soll er einen Großteil ausgegeben haben, um Frauen in einem illegalen Unternehmen anzustellen. „Während der Befragung hat Alves uns erzählt, dass er bereits 50.000 Reais (brasilianische Währung) in ein Bordell in Salvador investiert hat, um Miteigentümer zu werden. Seine Aufgabe wäre es gewesen, Frauen von Belo Horizonte nach Salvador zum Arbeiten zu bringen.“ Weiter gab er einen Großteil des Geldes aus, um in Luxussuiten in Belo Horizonte zu übernachten.

Freunde und Familie des Familienvaters sowie Menschen, die Geld für seinen todkranken Sohn gespendet haben, sind entsetzt. Die Mutter steht derweil vor einem ganz anderen Problem: Sie muss das Geld für ihren Sohn irgendwie erneut aufbringen. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare