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Tobi Schlegl hilft als Sanitäter an Bord der „Sea-Eye 4“

Tobi Schlegl
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Tobi Schlegl als Rettungssanitäter 2020 in Hamburg.

Tobi Schlegl ist mittlerweile für harte Brüche in seinem Leben bekannt. Nun hat er seinen Alltag ein zweites Mal radikal geändert. Statt Verletzten in Hamburg zu helfen, rettet er nun auf hoher See.

Hamburg (dpa) - Der Hamburger Moderator und Notfallsanitäter Tobias Schlegl (43) hat erneut seinen Job gewechselt - und hilft nun an Bord der „Sea-Eye 4“ vor der Küste Libyens als Sanitäter.

„Ich bin dann mal weg. Und zwar richtig. Tausche RTW gegen Schiff. Bin gerade in Burriana, Spanien, an Bord der #SEAEYE4, auf der ich als Paramedic/Notfallsanitäter bei der Seenotrettung Geflüchteter vor der Küste Libyens helfe. Manchmal braucht es mehr als Worte“, schrieb er in einem Post auf Twitter. Es sei unerträglich, dass Menschen in Not im Mittelmeer ertrinken. Deshalb wolle er konkret helfen. Er sei nun für mehrere Wochen oder auch Monate unterwegs.

Er gehe mit verschiedenen Gefühlen in diese Mission schrieb er weiter. „Bin aufgeregt und habe Respekt vor dieser Mission. Gemischte Gefühle. Aber die Motivation könnte nicht höher sein. ... #LeaveNoOneToDie.“

Das neue Seenotrettungsschiff „Sea-Eye 4“ hat am Samstag den Einsatz zur Bergung von in Not geratenen Migranten im Mittelmeer aufgenommen. Mitte der Woche soll es nach Angaben der Betreiberorganisation Sea-Eye das Such- und Rettungsgebiet im zentralen Mittelmeer erreichen. Der humanitäre Einsatz der „Sea-Eye 4“ wird von United4Rescue, dem Bündnis für die zivile Seenotrettung, und der Hilfsorganisation German Doctors unterstützt. Mehr als 600 Menschen sind dem Sea-Eye-Vorsitzenden Gorden Isler zufolge allein in den vergangenen vier Monaten an Europas Außengrenze ertrunken.

Schlegl („Aspekte“, „Extra3“) hatte vor fast fünf Jahren seinen Job hingeworfen und sich drei Jahre lang zum Notfallsanitäter ausbilden lassen. Im Sommer hatte er seinen Debütroman „Schockraum“ veröffentlicht. Darin geht es um einen Notfallsanitäter, der wegen eines traumatischen Einsatzes sein Leben nicht mehr auf die Reihe bekommt.

© dpa-infocom, dpa:210510-99-542123/3

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