Sylvie: Mein Leben nach dem Brustkrebs

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Sylvie van der Vaart startet in ein neues Leben.

München - Mit knapp 32 Jahren beginnt für sie ein neues Leben — Sylvie van der Vaart hat die schwerste Krise ihres Lebens überstanden: Brustkrebs.

Wunderschön sieht sie auf den Bildern aus, die gerade in der Bunte und im Stern erschienen sind. Es sind die ersten, die die zierliche Moderatorin nach ihrer Brustkrebs-Therapie mit ihren echten Haaren zeigen. Drei Zentimeter lang, wuschelig mit Gel gestylt und der ganze Stolz von Sylvie van der Vaart: Denn „Haare bedeuten Leben“, das hat sie in den letzten Monaten gelernt.

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Noch nicht einmal ein Jahr ist es her, dass sie zufällig den kleinen Knoten in ihrer Brust bemerkte. Schon am nächsten Tag geht sie zum Arzt, erhält kurz darauf die niederschmetternde Diagnose: ein Tumor, bösartig. „Ich habe im Grunde damit gerechnet, dass das passiert, dass es auch mich trifft. Aber um Himmels willen, doch nicht so früh“, wird sie von der Bunten zitiert. Sylvie ist genetisch vorbelastet, ihre Mutter bekam mit 39 Brustkrebs. Aber bei aller Vorahnung: Vorbereitet kann man auf so etwas nie sein. Schon gar nicht, wenn man wie Sylvie van der Vaart ein Leben auf der Überholspur geführt hat: MTV-Moderatorin mit Mitte 20, erfolgreich als Model, verheiratet mit Rafael van der Vaart (27), einem der besten Fußballer der Welt, und Mutter eines dreijährigen Jungen namens Damián, der ihr wunderbares Leben perfekt macht.

Und dann das. Am Anfang der Chemotherapie bekommt sie jede Woche Infusionen, die Haare fallen ihr aus, die Wimpern, die Augenbrauen. Ein Riesenschock für die zierliche Frau, die ihre Löwenmähne geliebt hat. Aber Sylvie lässt sich nicht unterkriegen. Morgens klebt sie sich künstliche Wimpern an, malt sich Augenbrauen und setzt die blonde Langhaarperücke auf ihren kahlen Kopf. Immer an ihrer Seite: Ihr Mann Rafael, die größte Stütze ihres Lebens. „Er hat mir immer das Gefühl gegeben. dass ich für ihn die Schönste bin“, schwärmt sie in der Bunten. Ein Mann, auf den sie sich hundertprozentig verlassen kann. Auch, als es ihr während der zweiten Phase der Behandlung so schlecht geht, dass sie sich in einer Nacht wenigstens 25 Mal übergeben muss. „Dann habe ich aufgehört zu zählen“, berichtet der Stern. „Ich habe mich so klein gefühlt, so niedrig.“

Das alles hat die 1,58 Meter kleine Sylvie van der Vaart überstanden. Die quälende Behandlung ist zu Ende, die Prognose trotz eines erhöhten Risikos in den nächsten fünf Jahren gut. Nach dem schwersten Jahr ihres Lebens ist sie ein neuer Mensch, der gestärkt und voller Zuversicht in die Zukunft schaut. Früher habe sie sich oft gefragt, ob sie überhaupt jemand sei, zumindest mehr als nur hübsch und Spielerfrau, sagte sie dem Stern. „Jetzt weiß ich es. Ich bin jemand. Das Leben ist dafür da, dass ich das Beste aus mir heraushole.“

Immer, in jeder Situation, und sei es beim Tanzen. Ab Freitag tritt Sylvie van der Vaart in der RTL-Sendung Let’s Dance gegen andere Prominente wie den Profi-Boxer Arthur Abraham oder den Hollywoodstar Brigitte Nielsen an, dann allerdings noch mit Perücke. Zum langsamen Walzer passe das besser, sagt sie, aber ab dann präsentiert sie sich mit neuem Look. Die verhasste Perücke will sie dann nie wieder sehen.

Ann-Catherin Karg

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