16 Straftaten: Bewährung und Geldbuße für Box-Manager

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Hamburg - Der in der Boxwelt berühmte Hamburger Manager Ahmet Öner muss 120 000 Euro zahlen. Das Urteil lautet außerdem auf 22 Monate Bewährungsstrafe. Seine Schandtaten lesen Sie hier.

Wegen Körperverletzung, Erpressung, Nötigung und Beleidigung ist der in der Boxwelt berühmte Hamburger Manager Ahmet zu 22 Monaten Bewährungsstrafe und 120.000 Euro Geldbuße verurteilt worden.

Der 38 Jahre alte Promoter des Boxstalls Arena musste sich am Donnerstag vor dem Hamburger Landgericht wegen 16 Straftaten verantworten.

Strafmilderung wegen Aggressionstraining

Neben einem Geständnis des Angeklagten erkannte das Gericht als strafmindernd an, dass Ö. bei einem Psychologen ein Anti-Aggressionstraining absolviert habe.

Der Boxpromoter wollte sich zwar nach dem Urteilsspruch nicht äußern, allerdings hatte er bereits im Vorfeld gesagt: “Die Geldstrafe schmerzt mich nicht.“

Brutale Attacken

Das Gericht legte Ö. etwa zur Last, dass er einen Promoter-Kollegen des Boxstalls Universum bedroht und mehrere Hunderttausend Euro von ihm verlangt haben soll. Seiner Aufforderung soll er Nachdruck verliehen haben mit den Worten: “Ich schlage deinen Schwiegersohn in den Rollstuhl.“

Bei der Androhung von Gewalt ist es in anderen Fällen laut eigenem Geständnis nicht geblieben. Opfer eines Wutanfalls war unter anderem der eigene Bankberater von Ö., dem er einen Schlag mit dem Kopf verpasst hat. Auch den Kopf eines Arztes hat er laut Anklage an eine Wand geschlagen mit den Worten: “Halt die Fresse, ihr seid alle so peinlich.“

Schuss ins Bein

Aus bisher ungeklärten Gründen verübten Unbekannte im vergangenen Sommer einen Anschlag auf den Boxpromoter. Die Täter schossen Ö. ins Bein, nachdem er am späten Abend sein Büro verlassen wollte.

In der Medienwelt sorgte Ö. zuletzt für Aufsehen wegen einer Kooperation mit dem Sender Sat.1. Am 27. März soll eine Box-Gala mit der Arena-Nachwuchshoffnung Steffen Kretschmann ausgestrahlt werden.

Der Schwergewichtler ist bei Ö. unter Vertrag. Um nicht weiter mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten und auch nicht Gefahr zu laufen, gegen die Bewährungsauflagen zu verstoßen, hat Ö. nach eigenen Angaben seinen Wohnsitz in die Türkei verlegt. “Meine Adresse lautet jetzt Kempinski-Hotel Istanbul“, sagte der Box-Manager im Laufe des Prozesses.

DAPD

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