„Sing meinen Song - Das Schweizer Tauschkonzert“

Beatrice Egli spricht über Body-Shaming: „Meine Figur hatte keinen Platz in der Schweiz“

Beatrice Egli bei „Sing meinen Song - Das Schweizer Tauschkonzert“. Die Schlagersängerin spricht mit Gastgeber Seven über Body-Shaming. (Fotomontage)
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Beatrice Egli berichtet von Bodyshaming: Lys Assia beleidigte sie fies

Beatrice Egli spricht bei „Sing meinen Song - Das Schweizer Tauschkonzert“ ehrlich über fiese Körperkritik - und warum sie deswegen sogar das Land verließ.

Schweiz - Fröhlich, lebensfroh und sorglos: Diese Adjektive fallen einem ein, wenn man an Beatrice Egli (32) denkt. Doch trotz des beruflichen Erfolges und dem Ruf als Schlager*-Sonnenschein hat die Musikerin auch schwere Zeiten mit großen Selbstzweifeln hinter sich. Über diese Zeit sprach sie nun in der zweiten Folge der Schweizer Version von „Sing meinen Song“ - wie extratipp.com* berichtet

Zu dick für die Schweiz? Beatrice Egli wurde aufgrund ihres Äußeren kritisiert

Voller Vorfreude hat Beatrice Egli* im Oktober letzten Jahres ihr nächstes TV-Projekt verkündet. Die Schlagersängerin ist seit Anfang März Teil der zweiten Staffel von „Sing meinen Song - Das Schweizer Tauschkonzert“. Vor wenigen Tagen flimmerte die zweite Folge der Gesangsshow über die Schweizer TV*-Bildschirme. Im Gespräch mit Gastgeber Seven (42) sprach Beatrice Egli über ihre Karriereanfänge und erinnert sich an die fiesen Kommentare zur ihrer Figur.

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ESC-Siegerin Lys Assia (†94) gab der damals 18-Jährigen Schuld, dass das Duo den „Grand Prix der Volksmusik“ verlor. Beatrice Egli sei damals zu dick gewesen. Die Schlagersängerin (Die erfolgreichsten deutschen Schlagersänger aller Zeiten*) erinnert sich: „Es gab eine Menge Presse, dass wir verloren hätten, weil ich zu dick sei und keine Bühnenerfahrung habe. Und wenn du 18 bist, ist das nicht gesund“. Lys Assia habe sie inzwischen verziehen. „Es war eine Unsicherheit von ihr“, so die Schlagersängerin.

Beatrice Egli mit Lys Assia bei „Wiedersehen macht freude“ 2008

Schlagersängerin Beatrice Egli verrät: Bei DSDS ging das Bodyshaming weiter

Großen Rückhalt in diesen schweren Zeiten gab ihr ihre Familie. Trotzdem wollte Beatrice Egli (412.014 monatliche Hörer:innen auf Spotify*) danach nicht mehr in der Schweiz bleiben „Ich merkte auch, dass ich weg muss. Es wurde mir zu klein, erinnert sich die Musikerin. Heute kann sie darüber lachen und witzelt: „Als hätte meine Figur keinen Platz in der Schweiz“.

Um Bühnenerfahrung zu sammeln, zog Beatrice Egli schließlich nach Hamburg und besuchte dort eine Schauspielschule. Zwei Jahre nach ihrem Abschluss bewarb sie sich bei DSDS, doch auch im Ausland musste sie sich immer wieder fiese Sprüche anhören. Bereits im Vorfeld wurde ihr eingetrichtert, sie müsse abnehmen und ins Solarium gehen.

Zu viel für sie: Beatrice Egli wollte schon aufgeben, erschien nicht mehr am Set. Doch der musikalische Leiter war überzeugt von ihrem Talent und meinte zu ihr: „Was die anderen mit deinem Gewicht sagen, musst du ignorieren. Verpass diese Chance nicht!“ Beatrice Egli kämpfte daraufhin weiter und gewann schließlich mit 70,25 Prozent der Zuschauerstimmen die RTL-Castingshow (Alle DSDS-Gewinner im Überblick*).

„Wenn er nicht angerufen hätte, wäre ich nie mehr dort hingegangen“, ist sich die Schlagersängerin sicher. Heute steht sie mit beiden Beinen im Leben und steht selbstbewusst zu ihrer Weiblichkeit. „Ich versuche ein Vorbild für junge Frauen zu sein“, sagt sie abschließend.

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