Waisenhaus-Doku: Türkei klagt Herzogin "Fergie" an

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Herzogin Sarah "Fergie" Ferguson droht im schlimmsten Fall eine jahrelange Haftstrafe.

London - Skandal-Herzogin Sarah Ferguson wurde von der Staatsanwaltschaft in Ankara angeklagt. Inkognito hatte sie Aufnahmen über schlimme Zustände in türkischen Waisenhäusern gemacht. Im Falle einer Auslieferung sieht es düster aus für "Fergie".

Sie ist die Skandal-Herzogin Englands. Nun droht Sarah "Fergie" Ferguson (52) richtig Ärger. Von einem Gericht in der Türkei wurde die Ex-Frau von Prinz Andrew wegen offenbar illegalen Videoaufnahmen in türkischen Waisenhäusern angeklagt. Das berichteten mehrere britische Medien am Donnerstag übereinstimmend.

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Ferguson wollte über die verheerenden Zustände in den türkischen Einrichtungen aufklären. Im schlimmsten Fall könnten ihr mehr als 22 Jahre hinter Gittern drohen, hieß es vom Sender BBC.

Fergie hatte vor etwa drei Jahren heimlich in einem staatlichen Waisenhaus in der Nähe von Ankara für eine Fernseh-Doku gefilmt. Getarnt mit einer Perücke und einem Kopftuch, wurde sie von einem TV-Reporter und ihrer Tochter Prinzessin Eugenie (21) begleitet. Die schockierenden Aufnahmen zeigten kahlgeschorene, verlumpte und an Stühle gefesselte Kinder mit einer Behinderung.

Das Gericht wirft ihr nach Angaben der Nachrichtenagentur PA unter anderem vor, fünf Kinder gefilmt, dabei gegen das Gesetz verstoßen und deren Privatsphäre verletzt zu haben. Ein Datum für einen Prozess wurde nicht genannt. Die Frage nach einer möglichen Auslieferung von “Fergie“ an die Türkei war bereits 2009 diskutiert worden.

dpa

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