Bee-Gees-Sänger Robin Gibb ist tot

London - Er war einer der Großen der Popmusik und galt als eine der besten weißen Soul-Stimmen aller Zeiten: Bee-Gees-Sänger Robin Gibb im Alter von 62 Jahren gestorben. Er erlag seinem Krebsleiden.

Der britische Popmusiker Robin Gibb ist tot. Wie seine Familie nach Angaben der Nachrichtenagentur PA in der Nacht zum Montag mitteilte, erlag der Sänger der Gruppe Bee Gees einem langen Krebsleiden. Er hatte sich zuletzt noch einer Darmoperation unterziehen müssen. Gibb wurde 62 Jahre alt.

Vor rund 18 Monaten war bei dem Musiker ein Tumor im Darm festgestellt worden. Später wurde der Krebs auch in der Leber entdeckt. Anfang des Jahres hatte es zunächst so ausgesehen, als habe Gibb die Krankheit besiegt. Bilder von seinem gezeichneten und ausgemergelten Körper hatten die Fans jedoch geschockt. Es gab Berichte, ein weiterer Tumor sei gefunden worden.

Bee-Gees-Sänger Robin Gibb: Ein Leben für die Musik

Bee-Gees-Sänger Robin Gibb: Ein Leben für die Musik

Im April schwächte einen Lungenentzündung den schwerkranken Gibb zusätzlich. Er fiel mehrmals ins Koma und die Ärzte gaben ihm nur noch Tage. Dennoch erholte er sich kurzfristig nochmals, ehe er den Kampf gegen den Krebs nun endgültig verlor.

Gibbs Zwillingsbruder und Bandkollege Maurice war 2003 an einer Darmkrankheit gestorben. Die beiden hatten Anfang der 60er Jahre mit Bruder Barry (65) das erfolgreiche Bee-Gees-Trio gegründet und ihren unverwechselbaren Disco-Sound geformt. Ihre Songs wie „Stayin' Alive“ und „Massachusetts“ werden bis heute gespielt. Sie verkauften mehr als 200 Millionen Platten.

Auch als Songwriter leisteten die Brüder Gibb einen enormen Beitrag zur Popgeschichte. Interpreten wie Barbra Streisand, Diana Ross, Céline Dion und Kenny Rogers sangen Stücke aus ihrer Feder. Nur die Beatles um Paul McCartney und John Lennon waren erfolgreicher.

Robin Gibb hinterlässt vier Kinder. Seine Söhne Spencer und Robin-John sowie Tochter Melissa sind bereits erwachsen. Von seiner Frau Dwina lebte er zuletzt getrennt, sie hatte ihn jedoch wiederholt am Sterbebett besucht.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare