"Playboy": Hefner wieder Boss im Bunny-Imperium

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Hugh Hefner, der Gründer des Männer-Magazins "Playboy" besucht mit Freundinnen und Bunnys den P1-Club in München.

New York - Er ist wieder der uneingeschränkte Boss der Häschen: “Playboy“-Gründer Hugh Hefner holt sich die volle Kontrolle über sein “Bunny“-Imperium zurück.

Eine von dem 84-jährigen Hefner angeführte Investorengruppe übernimmt die ausstehenden Anteile der Playboy Enterprises und will das Unternehmen von der Börse nehmen. Der Erotik-Klassiker mit dem Hasen im Logo steckt mitten in einem Umbau, um das schwächelnde Geschäft wieder aufzurichten.

Hefners Icon Acquisition Holdings bot am Montag 6,15 Dollar pro Aktie, ein Aufpreis von gut 18 Prozent auf den Schlusspreis vom Freitag. Nach Berechnungen der “Financial Times“ wird Playboy bei diesem Deal mit 177 Millionen Dollar bewertet.

Das Geschäft mit nackter Haut lief für den Playboy-Konzern zuletzt eher schleppend - vor allem angesichts der starken Konkurrenz im Internet. Ein teures Problem ist das bröckelnde Fernsehgeschäft mit Erotikprogrammen. Zuletzt gab es allein im dritten Quartal 2010 einen Verlust von 27,4 Millionen Dollar. In der Zukunft sollen etwa Lizenzgeschäfte mit dem Hasenlogo mehr Geld in die Kassen spülen. Playboy-Chefmanager Scott Flanders werde weiter an der Spitze bleiben, hieß es am Montag.

Hefner war bereits Großaktionär der börsennotierten Playboy Enterprises mit knapp 70 Prozent der Stimmrechte. Er machte im vergangenen Juli das Angebot, die restlichen Anteile aufzukaufen, damals noch für 5,50 Dollar pro Aktie. Allerdings schlug der “Penthouse“-Eigentümer FriendFinder Networks mit einem höheren Gebot dazwischen, so dass Hefner nachlegen musste.

Allerdings war die ganze Zeit klar, dass Hefner es kaum zulassen würde, dass sein Lebenswerk in die Hand des Erzrivalen fällt. Er hatte das “Playboy“-Magazin 1953 gegründet und den Medienkonzern 1971 an die Börse gebracht. Derzeit plant Hefner seine dritte Hochzeit, mit dem 24 Jahre alten Playmate Crystal Harris.

dpa

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