Kommt sie auf die "Schwarze Liste"?

Opern-Weltstar Caballé verärgert Aserbaidschan

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Monserrat Caballé

Madrid - Monserrat Caballé (80), weltberühmte spanische Opernsängerin, hat die Regierung von Aserbaidschan gegen sich aufgebracht.

Der Besuch der Katalanin am vergangenen Dienstag in der Konfliktregion Berg-Karabach sei "illegal und respektlos" gewesen und habe sowohl das internationale Recht als auch die Gesetzgebung von Aserbaidschan verletzt, klagte die Botschaft der Kaukasus-Republik am Samstag in der spanischen Hauptstadt Madrid in einem Kommuniqué.

Medienberichte, wonach die Sopranistin von der Regierung in Baku zur unerwünschten Person erklärt oder auf eine "schwarze Liste" gesetzt worden sei, dementierte die Botschaft allerdings.

Nach einem Konzert in der armenischen Hauptstadt Eriwan hatte Caballé das von Aserbaidschan beanspruchte, aber von Armenien kontrollierte Berg-Karabach besucht. In der Gebietshauptstadt Stepanakert wurde sie auch vom regionalen Führer Bako Saakjan empfangen. Eine Stellungnahme zur Kritik aus Baku gab sie vorerst nicht ab.

Seit vielen Jahren befinden sich Eriwan und Baku im Konflikt um die international nicht anerkannte Republik Berg-Karabach. Die Region wird zwar von Armeniern bewohnt und kontrolliert, gehört aber völkerrechtlich zu Aserbaidschan. Russland hat Tausende Soldaten in Armenien stationiert und unterstützt Eriwan auch wirtschaftlich.

dpa

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