Oliver Kahn: Mehr mit Jugendlichen diskutieren

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Oliver Kahn findet, man sollte mehr mit Jugendlichen diskutieren.

Hamburg - Oliver Kahn ist durch seine Gespräche an Schulen darin bestärkt worden, dass man auch Jugendliche mit einer “Null-Bock-Haltung“ motivieren kann.

In einem Interview der Zeitschrift “Brigitte“ sagte der Ex-Nationaltorwart, er habe gemerkt, “dass da ein hoher Bedarf besteht“, über Ziele, Visionen und Motivation zu sprechen. “Ganz still wurde es immer genau dann, wenn ich von meinen Niederlagen erzählt habe“, sagte Kahn. “Ich wusste: Da legst du den Finger genau in die Wunde.“

Er versuche den Jugendlichen am eigenen Beispiel zu zeigen, dass man sich nie aufgeben sollte und dürfe. “Es gibt immer eine Chance“, sagte der 41-Jährige. Er habe von Schülern auch gehört “Ich möchte mal Hartz-IV-Empfänger werden, da muss ich nicht arbeiten.“ Er habe nachgebohrt, so Kahn. “Was macht Dir Spaß - jetzt bei dem, was Du tust? Ich habe nie erlebt, dass Jugendliche dann 'gar nichts' sagen.“

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Kahn sagte, er habe das Gefühl, dass viel zu wenig mit den Jugendlichen diskutiert werde. Es gebe aber noch ein ganz anderes Problem: “Multioptionalität“, sagte Kahn. Bei seinen Kindern gebe es 34 AGs (Arbeitsgemeinschaften) in der Schule. “Es ist toll, dass viele Interessen der Kinder befriedigt werden. Nur eines muss man wissen: Wenn ich alles machen will, kann ich nie irgendwo richtig gut werden.“

dapd

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