Seit 2009 in Haft

Musikproduzent Phil Spector nach Corona-Infektion verstorben - Pop-Genie oder eiskalter Mörder?

Musikproduzent Phil Spector ist tot: Der 81-Jährige starb infolge einer Corona-Infektion. Einst galt er als revolutionäres Pop-Genie, arbeitete mit Superstars wie The Beatles zusammen. Ab 2009 saß er jedoch aufgrund des Mordes an US-Schauspielerin Lana Clarkson in Haft.

French Camp - Schon zu Lebzeiten polarisierte Phil Spector (†81) immens: Auf der einen Seite galt der am 26. Dezember 1939 in New York City geborene Musikproduzent als absolutes Pop*-Genie, arbeitete unter anderem mit Branchengrößen wie The Beatles, deren Frontmann John Lennon (†40) oder Singer-Songwriter Leonard Cohen (†82) zusammen und revolutionierte mit seiner klangvollen ‚Wall of Sound‘ die Musikwelt. Doch der US-Amerikaner war zeitlebens auch ein äußerst schwieriger Mensch: Er galt als unberechenbar, gewalttätig und ermordete im Februar 2003 schließlich die Schauspielerin Lana Clarkson (†40). Nun starb er infolge einer Corona-Infektion in Kalifornien*.

In den 1960ern wurde Musikproduzent Phil Spector durch seine Arbeit mit Pop- und Rock-Größen wie The Beatles weltberühmt - im Mai 2009 wurde er für die Tötung einer Schauspielerin verurteilt

Phil Spector mit 81 Jahren gestorben - Legendärer Musikproduzent oder unberechenbarer Wahnsinniger?

Seit 2009 verbüßte Phil Spector eine langjährige Haftstrafe, zu der er von einem Gericht in Los Angeles verurteilt worden, nachdem der Musikproduzent im Jahre 2003 die US-Schauspielerin Lana Clarkson in seinem Anwesen im kalifornischen Alhambra erschossen hatte. Bereits in den 1970ern sorgte Spector für negative Schlagzeilen, als seine damalige Ehepartnerin Ronnie Spector (77) öffentlich erklärte, ihr Mann habe sie mehrfach psychisch und physisch misshandelt. Über die Jahre verdichteten sich die schweren Vorwürfe, da mehrere Frauen erklärten, der 81-Jährige habe sie mit einer Schusswaffe bedroht.

Beruflich lief es für Phil Spector dahingegen lange Zeit bestens: Der New Yorker wurde aufgrund seiner innovativen, bahnbrechenden ‚Wall of Sound‘, welche seine musikalischen Produktionen mit einer intensiven Hintergrundinstrumentierung (etwa durch Chöre oder Orchester) abrundeten, weltbekannt. 1970 produzierte er „Let It Be“, das zwölfte und letzte Studioalbum der britischen Rockband* The Beatles. Nachdem sich die Gruppe aufgelöst hatte, engagierte John Lennon den Musikproduzenten für sein Hit-Album „Imagine“ (1971). Darüber hinaus arbeitete er unter anderem mit den Punk-Ikonen Ramones („End of the Century“, 1980) und The Beatles-Gitarrist George Harrison („All Things Must Pass“, 1970) zusammen.

Musikproduzent Ronnie Spector ist tot - Ex-Frau postet rührende Worte: „Trauriger Tag für die Musik“

Trotz seiner grauenhaften Tat war das Medienecho rund um Phil Spectors Tod relativ groß: Die internationale Presse gedachte dem umstrittenen Pop-Genie, das sich vermutlich im Gefängnis mit dem tödlichen COVID-19-Erreger infiziert hat und dem Virus schließlich erlag. Seine Ex-Frau Ronnie teilte auf Instagram* ein altes Schwarz-Weiß-Bild der beiden und schrieb dazu: „Es ist ein trauriger Tag für die Musik und ein trauriger Tag für mich.“

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Rubriklistenbild: © Dave Giles/Patrick Pleul/Peter Steffen/dpa/picture alliance

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