Matthias Reim: Verdammt, ich hab’s geschafft!

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Matthias Reim ist wieder glücklich

Verdammt, ich lieb’ Dich! – Das war der Hit seines Lebens. Verdammt, ich hab’ nix! – Das war die größte Pleite seines Lebens. Jetzt ist Matthias Reim wieder schuldenfrei. So hat er es geschafft.

"Verdammt, ich hab’ nix!"  Damit hat sich Matthias Reim in einem Werbespot für den Autovermieter Sixt auch noch selbst zum Gespött gemacht. Von 15 Millionen Schulden war einmal die Rede. Ein ehemaliger Manager hatte mit Generalvollmacht Reims Geld in riskanten Immobiliengeschäften verspekuliert, und der Schlagersänger blieb auf seinen Schulden sitzen. Das war vor zehn Jahren. 2006 kam die ­Insolvenz. Matthias Reim am Boden – abgebrannt und ausgeschmiert. Verdammt!

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Dabei ging es am Ende um rund 6,5 Millionen Euro. Einige andere Forderungen waren bereits verjährt. Wie viele Schulden es tatsächlich einmal waren, das bleibt Reims Geheimnis. Doch wie kann man mit einem Millionen-Hit, wie ihn Reim hatte, überhaupt pleite gehen? Sein Anwalt Dr. Bruno Kübler sagt: „Matthias Reim ist ein Vollblutmusiker. Er hat sich um finanzielle Dinge wenig gekümmert und den falschen Leuten vertraut.“ Eben seinem damaligen Manager, der mit Reims Geld in großem Umfang Gesellschaften und Immobilien erwarb, die nach einer Sanierung weiterverkauft werden sollten. Was gründlich schiefging.

„Ich war so tief unten, da ging es nur nach oben“, sagte Reim vor drei Jahren in einem Spiegel-Interview. An einem Kiosk sah er sich mit der Schlagzeile konfrontiert: „Matthias Reim: Mein verpfuschtes Leben“. Doch Reim ließ sich nicht entmutigen, schwor sich Verdammt, ich schaff’ das!, spielte einfach weiter vor einem bisweilen höchst überschaubaren Publikum, scheute keine Möbelhaus-Eröffnung und ließ sich von seinem Bruder Christoph helfen, der das Haus mit Tonstudio auf Ibiza für Matthias Reim unterhielt, sodass der Sänger weiterarbeiten und wieder Geld verdienen konnte.

Auf Ibiza fand Matthias Reim auch ein neues Glück: Vor sechs Jahren heiratete er dort die 20 Jahre jüngere Sarah Stanek, die er auf einer Feier kennengelernt hatte. Inzwischen ist er mit ihr, seiner dritten Frau, nach Mallorca gezogen, wo vor zwei Jahren auch ihr gemeinsamer Bub Romeo Jonathan zur Welt kam – Reims insgesamt fünftes Kind aus jeweils verschiedenen Beziehungen. „Verdammt, ich bin zwar pleite, aber glücklich!“, ließ er 2008 alle Welt wissen.

Und verdammt, jetzt hat es Matthias Reim geschafft! Was der ehemalige Millionen-Pleitier seit Montag verdient, gehört ihm jetzt wieder selbst. Rückblickend sagte Matthias Reim vor drei Jahren gegenüber Spiegel Online: „Diese Krise hat mir ein besseres Leben beschert – privat wie beruflich. Mit dem Verlust des Geldes begann für mich nach der ersten bitteren Phase ein glücklicheres Leben, auch wenn das abgedroschen klingt.“ Verdammt, das ist doch was!

Ulrike Schmidt

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