Mario Adorf spielt Holocaust-Überlebenden

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Mario Adorf

Bergisch Gladbach - Mario Adorf sieht sich angesichts seiner aktuellen Kinofilm-Rolle als Holocaust-Überlebender vor einer besonderen Herausforderung.

„Ich freue mich auf diese Arbeit (...), aber es ist keine leichte Rolle“, sagte der 82-Jährige am Freitag zu Beginn der Dreharbeiten für den Kinostreifen „Der Letzte Mentsch“. Adorf spielt darin die Hauptrolle und wird zu Marcus: Um zu vergessen, hatte dieser seine jüdischen Wurzeln lange Jahre verleugnet, seinen Namen Mena'hem abgelegt, jeglichen Kontakt zu Juden vermieden, nie eine Synagoge besucht. Als alter Mann holt ihn aber überraschend die Vergangenheit ein.

Zusammen mit der jungen Deutsch-Türkin Gül - gespielt von Katharina Derr - sucht Marcus in seiner Geburtsstadt Vac in Ungarn nach Beweisen für seine eigentliche Identität. Hannelore Elsner ist als Ethel mit von der Partie in dem Film von Pierre Henry Salfati, der in rund einem Jahr in die Kinos kommen soll. „Die ganze Thematik ist hoch interessant für mich“, betonte der Schauspieler, der auch nach mehreren Jahrzehnten vor der Kamera nicht ans Aufhören denkt.

Noch in diesem Jahr werde er im Fernsehen in dem Film „Das Krokodil“ zu sehen sein, Anfang Dezember komme „Die Libelle und das Nashorn“ ins Kino, sagte der 82-Jährige am Freitag in Bergisch Gladbach. „Es gibt noch anderen Pläne und sehr schöne Rollen. Ich freue mich, dass noch so große Rollen für mich da sind.“

dpa

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