Bis 2024

Malaysias neuer König Abdullah legt Amtseid ab

+
Malaysias neuer König Tengku Abdullah neben seiner Frau, Königin Tunku Azizah Aminah Maimunah. Foto: Hairul/BERNAMA

Malaysias König wird alle fünf Jahre neu gewählt, aus einem Kreis von neun Sultanen. Vorgänger Muhammad V. hatte Anfang Januar überraschend vorzeitig abgedankt.

Kuala Lumpur (dpa) - Malaysias neuer König Tengku Abdullah hat am Donnerstag offiziell das Amt übernommen. Der 59-jährige, bislang Sultan des Bundesstaats Pahang, legte im Nationalpalast der Hauptstadt Kuala Lumpur den Eid auf die Verfassung ab.

Der bisherige König Muhammad V. (49) war zu Jahresbeginn überraschend zurückgetreten - vermutlich wegen der Hochzeit mit einem russischen Model, einer ehemaligen "Miss Moskau". Offiziell bestätigt wurde die Vermählung jedoch nie.

Abdullah wird das 32-Millionen-Einwohner-Land in Südostasien nun fünf Jahre lang als König regieren. 2024 ist dann ein anderer Sultan an der Reihe. So ist das in Malaysia - einem Land mit mehrheitlich muslimischer Bevölkerung - alle fünf Jahre üblich. Der neue König ist seit der Unabhängigkeit von Großbritannien 1957 der 16. Yang di-Pertuan Agong ("Der, der zum Herrscher gemacht wurde"). Zuvor war Queen Elizabeth II. auch in Malaysia Staatsoberhaupt.

Abdullah ist gläubiger Muslim und in zweiter Ehe verheiratet. Er hat neun Kinder. Seit vielen Jahren vertritt der frühere Hockey- und Fußballspieler sein Land im Weltfußballverband FIFA. Malaysias Könige haben vor allem repräsentative Funktion. Die eigentliche Macht liegt beim Premierminister, derzeit Mahathir Mohamed. Mit 93 Jahren ist er der älteste Regierungschef der Welt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare