"Ich habe das ja geliebt"

Katja Eichinger: Bernd war kein Heiliger

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Katja und Bernd Eichinger bei einer Veranstaltung im Jahr 2009

Berlin - Bernd Eichinger war kein Heiliger. Das sieht auch die Witwe des verstorbenen Filmproduzenten, Katja Eichinger, so. In manchen Dingen, hätte ihm die Öffentlichkeit aber Unrecht getan.

Der vor zwei Jahren gestorbene Filmproduzent Bernd Eichinger ist nach Einschätzung seiner Witwe Katja nie der streitbare Egomane gewesen, für den ihn manche gehalten hätten. „Er hatte ein großes Harmoniebedürfnis“, sagte die 41-Jährige im „hr1-Talk“. „Es war ihm lieber, wenn sich nicht gestritten wurde.“ Ein „Heiliger“ sei er aber nie gewesen. Das Gespräch wird am Sonntag (20. Januar) ausgestrahlt.

Es sei ihr leicht gefallen, in ihrer Biografie „BE“ über Bernd Eichingers dunkle Seiten zu schreiben, sagte sie. „Das ist Drama, das sind ja großartige Geschichten. Ich habe das ja geliebt, dass er so wild war und so eine Vergangenheit hatte, die ich faszinierend fand“, erklärte Katja Eichinger. „Wenn ich Probleme damit gehabt hätte, dann hätte er mich sicherlich nicht geheiratet.“ Sie selbst sei ja auch keine Klosterschülerin.

Bernd Eichinger - Bilder aus seinem Leben

Bernd Eichinger - Bilder aus seinem Leben

Auch zum Thema Sparen äußerte sich Eichinger: „Für was wollen Sie denn auch sparen? Für ihren Sarg?“, sagte sie im Gespräch mit dem Radiosender hr1. Das Credo ihres verstorbenen Mannes Bernd sei gewesen: „Lebe fett und mache Schulden.“ Diese Einstellung habe sie immer gemocht. Ihr Mann habe gern Geld ausgegeben. „Er war ja überzeugt, dass er als junges Genie mit Vierzig sterben würde.“ Letztlich habe Eichinger oft am finanziellen Abgrund gestanden: „In dieses schwarze Loch hat er oft gestarrt. Filmemachen ist Glücksspiel.“

dapd/dpa

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