Auch Ministerin verhöhnt

Lagerfeld lästert über Becker und den Papst

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Karl Lagerfeld schießt scharf gegen Boris Becker und Papst Benedikt XVI.

Paris - Dass Modezar Karl Lagerfeld kein Blatt vor den Mund nimmt, wenn es darum geht, andere zu kritisieren, ist bekannt. Jetzt hat der Designer wieder einmal ordentlich ausgeteilt.

Ganz egal, ob es um Mode, Promis, Religion oder Politik geht, Karl Lagerfeld hat zu allem eine Meinung und die teilt er nur allzu gerne mit. Feine Zurückhaltung und Respekt sucht man beim 80-Jährigen vergebens. Zu den jüngsten Opfern seiner scharfen Zunge gehören Boris Becker, der emeritierte Papst Benedikt und Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen.

Zu der illustren Schar befragte die "Gala" den Mann, der seine Sonnenbrille nie abnimmt. Und der enttäuschte nicht: "Den kannte ich früher, wie er in Monaco war. Da war er sehr nett", beginnt Lagerfeld seine Ausführungen zum rothaarigen ehemaligen Tennis-Star Boris Becker. Doch so freundlich bleibt der Couturier nicht: "Ein bisschen Größenwahn ist da", führt er aus. "Aber es ist ja auch grauenhaft, einen Job zu haben, bei dem Sie vor dreißig im Ruhestand sind."

Über Ursula von der Leyen äußert er sich mit einer kabarettistischen Spitzfindigkeit: "Diese Kriegsministerin finde ich sehr niedlich", plaudert er, und man kann sich sein genüssliches Lächeln dazudenken. Obwohl sie sieben Kinder habe, sehe sie aus "wie ein junges Mädchen", fügte er bewundernd hinzu. Dass er nicht einmal Politiker ernst nimmt, hätte man sich ja eigentlich denken können.

Einzig an Papst Franziskus findet Lagerfeld Gefallen: "Der neue Papst, der ist lieb und gut, der hat ein Charisma", lobt er. Für den Vorgänger des amtierenden Pontifex hingegen hat der in Paris lebende Luxus-Schneider nichts übrig: "Der andere [gemeint ist Benedikt XVI., d. Red.], den fand ich ganz furchtbar." Das emeritierte Oberhaupt der Katholiken sei eine "alte Jungfer! Furchtbar!", wettert der 80-Jährige.

hn

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