Von wegen exklusiv!

Kanye West wegen seines neuen Albums verklagt

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Hat Kanye West seine Fans bewusst getäuscht?

San Francisco - Ein verärgerter Nutzer des Musik-Dienstes Tidal zerrt Rapper Kanye West vor Gericht, weil dessen neues Album nicht nur exklusiv bei dem einen Streaming-Service verfügbar blieb.

West hatte seinerzeit bei Twitter getönt, das im Februar erschienene Album „The Life of Pablo“ werde es „niemals“ zu kaufen oder bei Apple zu hören geben, sondern nur bei Tidal. Nach einigen Wochen wurde es dann in einer überarbeiteten Version bei Apple und auch zum Kauf angeboten.

Der Vorwurf in der am Montag eingereichten Klage lautet, mit den Ankündigungen seien die Nutzerzahlen bei Tidal hochgetrieben worden. Im März hatte Tidal gemeldet, dass die Marke von drei Millionen Nutzern erreicht worden sei. Das wurde auch auf einige exklusiv angebotene Alben wie das von Kanye West zurückgeführt. Der Kläger aus Kalifornien bezeichnete sich selbst als Fan von Wests Musik. Er habe sein Tidal-Abo sofort gekündigt, als er herausfand, dass das Album auch anderswo verfügbar sei. Seine Anwälte streben in dem Fall eine Sammelklage an. Auch die Firma von Jay-Z, die Tidal betreibt, wurde dabei verklagt.

Der Markt der sehr beliebten Streaming-Dienste ist schwer umkämpftTidal, das dem Rapper Jay-Z gehört, und an dem andere Musik-Stars wie Kanye West beteiligt sind, ist ein Jahr nach dem Start noch ein kleiner Player in dem Geschäft. Der Marktführer Spotify aus Schweden hat über 30 Millionen zahlende Abo-Kunden. Apple Music kam nach jüngsten Angaben von Anfang des Jahres auf elf Millionen Kunden. Der Dienst des iPhone-Konzerns hat im Gegensatz zu Spotify keine werbefinanzierte Gratis-Variante.

Kürzlich hatte der für seine verbalen Ausfälle und sein übergroßes Selbstbewusstsein bekannte Rapper und Ehemann des selbstdarstellungsfreudigen It-Girls Kim Kardashian verlauten lassen, seine Tweets seien nichts anderes als "eine Form zeitgenössischer Kunst".

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Kanye West nennt seine Tweets "zeitgenössische Kunst"

dpa

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