"Es war Zeit"

Isabelle Huppert: "Auch Frauen können frauenfeindlich sein"

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Die französische Schauspielerin Isabelle Huppert ist "Eva". Der Film läuft im Wettbewerb der Berlinale. Foto: Jörg Carstensen

Die Schauspielerin begrüßt die Debatte hinsichtlich der Diskriminierung von Frauen. Doch sie hat auch negative Erfahrungen mit einigen ihrer Geschlechtsgenossinnen gemacht.

Berlin (dpa) - Frauenfeindliches Verhalten geht nach Ansicht der französischen Schauspielerin Isabelle Huppert ("Elle") nicht allein von Männern aus. "Ich habe in meinem Leben genauso viele Anfeindungen von Frauen erfahren wie von Männern", sagte die 64-Jährige den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

"Bei Frauen sind es die kleinen indirekten Dinge. Unterschwellige Angriffe, Gesten, Verhaltensweisen."

Sie selbst habe sich vor allem mit der Auswahl ihrer Rollen dagegen gestellt. So habe sie darauf geachtet, dass ihre Filme von Frauen-Perspektiven ausgingen oder diese einnähmen. "Ich habe Frauenrollen gespielt, die nicht hinter der männlichen Hauptrolle verschwinden."

Die Debatte über die Diskriminierung von Frauen begrüßt die Französin: "Es war Zeit, sich damit zu beschäftigen." Huppert ist in ihrer jüngsten Rolle als Edelprostituierte in Benoit Jacquots Psychothriller "Eva" derzeit auf der Berlinale zu sehen.

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