KGB bespitzelte Gerd Ruge sogar vom Baum aus

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Gerd Ruge wird 85.

Moskau - Gerd Ruge, langjähriger Moskau-Korrespondent der ARD, wurde in den 50er-Jahren nach eigenen Angaben ständig vom sowjetischen Geheimdienst beschattet.

Als er 1957 den verfolgten Schriftsteller Boris Pasternak besuchte, habe er versucht, seine Beschatter abzuschütteln, sagte Ruge dem "Zeit-Magazin" laut einer Vorabmeldung vom Dienstag. Er habe erst ein Taxi, dann die U-Bahn und schließlich den Zug genommen. "Ich war sicher: Jetzt hast du sie abgehängt!" Doch Ruge lag falsch:

"Zwanzig Jahre später traf ich einen KGB-Mann, der zeigte mir ein Foto, aufgenommen aus dem Wipfel eines Baumes", erinnerte sich der heute 85-Jährige. "Da sah man mich mit Pasternak spazieren gehen. Der KGB-Mann meinte: 'Ihnen wird es gefallen, wir brauchen es nicht mehr.'"

AFP

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