Ermittlungen zur Todesursache gehen weiter

Jacksons letzte Ruhestätte bleibt Geheimnis

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Nach Angaben der Gerichtsmedizin stehen noch immer zahlreiche Untersuchungen am Hirn von Michael Jackson aus.

Los Angeles - Auch nach dem offiziellen Abschied von Michael Jackson bleibt die letzte Ruhestätte des “King of Pop“ ein Geheimnis.

Nach der Trauerfeier im Staples Center von Los Angeles am Dienstag wurde der Leichnam nach Medienberichten an einen unbekannten Ort gebracht. Eine Beerdigung auf dem Prominentenfriedhof in den Hügeln von Hollywood sei nicht geplant, berichtete der Internetdienst tmz.com.

Jacksons Bruder Jermaine hatte gesagt, er wünsche sich eines Tages eine Bestattung auf der von dem Sänger so geliebten Neverland Ranch. Anzeichen dafür gab es jedoch vorerst nicht.

Auch die Ermittlungen zur Todesursache gehen weiter. Auf dem Todesschein ist unter dem Punkt Todesursache „zurückgestellt“ vermerkt.

Die Bilder der Trauerfeier:

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Jackos Leichnam an unbekannten Ort gebracht

Nach Angaben der Gerichtsmedizin stehen noch immer zahlreicheUntersuchungen am Hirn aus. Deswegen werden das Organ beziehungsweise Teile davon noch nicht freigegeben, sagte der Gerichtsmediziner Ed Winter. “Sobald wir mit dem Hirn fertig sind, werden wir es übergeben.“

Für die Pathologie ist es nicht ungewöhnlich, bei ungeklärten Todesfällen das Hirn oder Proben davon einzubehalten. Winter sagte, dass manche Familien deswegen noch mit der Beisetzung warteten. Er habe aber von der Familie Jackson keine Nachricht erhalten. “Nach dem letzten Stand wollen sie den Körper noch nicht beerdigen.“

Als Beruf Jacksons wurde auf der Sterbeurkunde Musiker angegeben. Er habe einen Schulabschluss und sei geschieden. Die Informationen stammen dem Dokument zufolge von seiner Schwester La Toya, die am Todestag in die Klinik eilte, wo Ärzte um das Leben ihres Bruders kämpften. Wo Jackson beerdigt wird, steht auch auf der Sterbeurkunde nicht.

Abschied in Sporthalle

Am Dienstag nahmen Angehörige, Freunde und Fans bei einer bewegenden Feier Abschied vom “King of Pop“. Die Veranstaltung mit 20.000 Menschen fand im Staples Center in Los Angeles statt, das sonst als Konzert- und Sporthalle genutzt wird.

Millionen Fernsehzuschauer in aller Welt verfolgten die zweieinhalbstündige Veranstaltung live im Fernsehen. Ein emotionaler Höhepunkt war der Auftritt von Jacksons elfjähriger Tochter Paris-Michael Katherine, die sich als letzte Rednerin an die Trauergäste wandte und unter Tränen erklärte, ihr “Daddy“ sei der beste Vater gewesen, den man sich vorstellen könne. Auch Jacksons zwei Söhne zeigten sich auf der Bühne.

Die Stadt Los Angeles wirbt unterdessen für Spenden, um die aufwendigen Vorkehrungen für die Veranstaltung zu bezahlen. Die Kosten dafür würden auf eineinhalb bis vier Millionen Dollar geschätzt, sagte ein Sprecher von Bürgermeister Antonio Villaraigosa. Spender können auf einer Website über den Bezahldienst Paypal ihr Geld der verschuldeten Stadt zukommen lassen. Wirtschaftswissenschaftler halten es aber für möglich, dass wegen der vielen zusätzlichen Übernachtungen und Tausender Besucher bis zu vier Millionen Dollar eingenommen haben könnte.

Die Großveranstaltung in der Innenstadt von Los Angeles und die private Trauerfeier im Stadtteil Hollywood Hills wurde von Tausenden Polizisten gesichert. Beide Veranstaltungen verliefen ohne Zwischenfälle.

Wenn auch Sie Michael Jackson die letzte Ehre erweisen möchten, können Sie sich im Kondolenzbuch auf trauer.de eintragen.

ap/dpa

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