Colbie Caillat: "Musik ist Therapie"

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Für Colbie Caillat ist Musik Therapie.

New York - Die Sängerin Colbie Caillat veröffentlicht demnächst ein neues Album. Im Interview verriet sie, auf was sich die Fans freuen können und warum sie ihrer Musikrichtung treu bleibt.

Auch Colbie Caillat hat natürlich schon an gebrochenem Herzen gelitten, Enttäuschungen erlebt oder Phasen der Niedergeschlagenheit durchgemacht. Aber anstatt mit traurigen Songs in ihrem Leid zu schwelgen, zieht sie es vor, sich in ihrer Musik auf die positiven Lehren zu konzentrieren, die sich aus Rückschlägen ziehen lassen. Deshalb haben ihre Songs Titel wie “Think Good Thoughts“, “What If“ oder “Dream Life, Life“, alle zu finden auf ihrem jüngsten Album “All of You“ (Universal).

“Ich glaube, dass Musik Therapie ist“, sagt die 26-Jährige, die ihren Durchbruch mit dem Song “Bubbly“ hatte, in einem Interview der Nachrichtenagentur AP. “Wenn ich also einen Song schreibe, gehe ich aus von genauen Momenten, die ich durchmache, und ich weiß, dass das jeder nachvollziehen kann, denn jeder macht dieselben Situationen im Leben durch. Wenn man das anzapfen kann und Leute es nachempfinden können, dann hast du eine Verbindung zu ihnen.“

Und es ist Caillat wahrlich gelungen, einen Draht zu den Fans ihrer Musik zu entwickeln. Sie hat Gold und Platin erreicht, und jüngst hat ihr ein Fan sogar sein neues Körpertattoo mit ihrem Namen gezeigt.

Ist sie eigentlich überrascht darüber, wie weit sie es seit ihrem Debüt gebracht hat? “Ich bin vor einigen Monaten im Weißen Haus aufgetreten. Ich habe die Präsidentenfamilie getroffen und habe die Nationalhymne auf dem Balkon des Weißen Hauses gesungen. Ich war so von Gefühlen überwältigt an diesem Tag, ich konnte es nicht glauben, dass ich da mit dem Präsidenten und der First Family zusammen sein konnte, und dass ich zwei Grammys gewonnen habe. Und ich habe mit Common und Jason Mraz und Taylor Swift zusammengearbeitet. Wenn ich an diese Dinge denke, muss ich mich selbst kneifen“, sagt Caillat.

Mit “Bubbly“ wurde sie 2007 fast über Nacht berühmt. Da besteht natürlich die Gefahr zu versuchen, sich selbst zu wiederholen. Man müsse als Künstler sich selbst und seiner Musik treu bleiben, sagt die Sängerin, “denn die Fans haben sich aus einem bestimmten Grund in dich verliebt. Sie mögen einen bestimmten Stil und einen Sound, den du hast.“

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Zugleich müsse sich ein Künstler und Musiker aber auch weiterentwickeln, erklärt Caillat. Und bei all ihren Platten habe sie von den beteiligten Produzenten, Musikern und Schreibern gelernt. Das neue Album habe mehr schnellere Nummern, “und ich habe mehr elektrische Gitarren und programmierte Beats unter die echten Live-Instrumente gemischt, und es gibt eine HipHop-Zusammenarbeit mit Common, und wir haben die Ukulele dabei.“

Den Vorwurf mancher Kritiker, dass sie zu fröhlich sei, lässt Caillat nicht gelten. Jeder habe eben einen anderen Geschmack oder einen anderen Stil. Deshalb könne sie sich nicht darüber aufregen, wenn jemand einen Song nicht möge, weil Hunderte oder Tausende andere ihn eben doch gut fänden. Songs müssten aus dem Herzen kommen: “Man sollte vom Gefühl her schreiben, Songs schreiben, die Leuten helfen, Lebenssituationen zu bewältigen, denn wir brauchen alle Hilfe, und wir brauchen diesen Optimismus.“

Mit dem Gitarristen in ihrer Band, dem Singer/Songwriter Justin Young, ist Caillat zusammen. Empfindet sie es als schwierig, eine Beziehung zu jemandem zu haben, mit dem sie arbeitet? Nein, ganz im Gegenteil, sagt die Sängerin: “Ich schätze mich glücklich, mit jemandem zu arbeiten, den ich liebe. Er ist mein bester Freund, und wir können die Welt gemeinsam bereisen, zusammen Musik machen und Songs schreiben. Das macht viel Spaß. Und wenn ich von diesem Job gestresst bin oder ich eine Pause brauche oder jemanden, der mich tröstet, ist er sofort da, und umgekehrt.“

Natürlich könne jeder, den man zu oft sehe, einem auch ein bisschen auf die Nerven gehen. “Aber das dauert nur fünf Minuten, und dann bist du darüber hinweg und wieder glücklich darüber, dass er da ist.“

dapd

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