Video: Auf den Schock folgte Gelächter

"Borat" bringt alte Dame im Rollstuhl um

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Hoppla! Sasha Baron Cohen schubste aus Versehen eine alte Dame von der Bühne - zumindest sah es so aus.

Los Angeles - Für seine legendären Auftritte als Borat oder Brüno hat Sacha Baron Cohen einen Preis erhalten. Doch bei der feierlichen Zeremonie kam es zu einem "schockierenden Zwischenfall".

Er geht bis an die Schmerzgrenze des Humors. Als kasachischer Reporter Borat, der das Leben in den USA kennenlernt, als weißer Möchtegern-Gangsterrapper Ali G oder als schwuler österreichischer Mode-Journalist Brüno hat Sacha Baron Cohen Comedy-Geschichte geschrieben. Für seine herausragende Arbeit im Dienste des Humors sollte der 42-jährige Brite am vergangenen Samstag in Los Angeles daher den Charlie Chaplin Britannia Award erhalten.

Hollywood-Schönheit Salma Hayek kündigte den Stargast an, der dem Komiker die Statue überreichen sollte: Die 87-jährige Grace Cullington hatte als kleines Kind mit dem legendären Chaplin im Stummfilm-Klassiker "Lichter der Großstadt" aus dem Jahr 1931 vor der Kamera gestanden. Die liebe alte Dame kam im Rollstuhl auf die Bühne und schenkte dem 42-Jährigen einen Spazierstock, Markenzeichen und persönliches Eigentum der 1977 verstorbenen Leinwand-Ikone. 

Cohen nahm das ehrwürdige Film-Requisit entgegen und imitierte den berühmten Gang des Mannes mit dem Schnäuzer und der Melone. Doch die Gehhilfe war über die Jahre porös geworden und brach bei der Einlage entzwei. Cohen fiel hin und schubste im Fallen unglücklicherweise den Rollstuhl der Seniorin von der Bühne, die 87-Jährige stürzte mit Karacho in den Tod - so schien es.

Sehen Sie hier den Clip von dem "Todessturz"

Das Publikum schrie vor Schreck auf - doch Cohen ließ sich nach kurzer Irritation in seiner Dankesrede von dem tödlichen Vorfall nicht beirren und widmete der soeben Verstorbenen kurzerhand seinen Preis. Spätestens da war allen klar: Cohen hatte sie hereingelegt.

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"Großartig, so aus dem Leben zu scheiden", witzelte Cohen. "Ihrer wird dafür sicher bei der nächsten Oscar-Verleihung gedacht." An die Familie Cullington gerichtet, höhnte er: "Versucht mich doch zu verklagen. Es war ein Unfall, das haben alle hier gesehen. Sie ist tot, kommt darüber hinweg." Britischer schwarzer Humor vom Feinsten.

Wie sich herausstellte, gibt es keine Grace Cullington. Ihre ganze Geschichte war erfunden. Die Dame im Rollstuhl war in Wirkllichkeit eine professionelle Stuntfrau, die natürlich quietschgesund und am Leben war, berichtet der "Telegraph".

Das Video von der makabren Slapstick-Nummer, das die BBC America auf Youtube stellte, wurde in nur drei Tagen mehr als drei Millionen Mal angeklickt.

hn

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