Eichinger-Tod: Münchner Promi-Szene unter Schock

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Film-Produzent Bernd Eichinger ist im Alter von 61 Jahren nach einem Herzinfarkt gestorben.

München - Vom plötzlichen Tode Bernd Eichingers erfuhren viele seiner Freunde und Weggefährten bei der Verleihung des Medien-Preises “Diva“ im Bayerischen Hof. Die Münchner Promi-Szene ist geschockt.

Die Nachricht vom plötzlichen Tod des Erfolgsproduzenten Bernd Eichinger hat die Münchner Promi-Szene am Dienstagabend geschockt. Viele langjährige Weggefährten und Kollegen erfuhren vom Tod Eichingers bei der Verleihung des Medien-Preises “Diva“ im Bayerischen Hof.

“Der Bernd war ein ganz Großer“, sagte ein sichtlich bewegter Ralph Siegel, der auf dem roten Teppich vom unerwarteten Tod des Produzenten erfuhr. “Es tut mir wahnsinnig Leid.“ Martin Krug, der Ex-Mann von Veronica Ferres, sagte, Eichinger habe Filmgeschichte geschrieben. “Er war einer der Größten in Deutschland.“

Bernd Eichinger - Bilder aus seinem Leben

Bernd Eichinger - Bilder aus seinem Leben

“Schrecklich, schrecklich. Ich möchte gar nichts mehr dazu sagen. Das ist fürchterlich“, sagte der Schauspieler Herbert Knaup. Und der Präsident der Spitzenorganisation der deutschen Filmwirtschaft (SPIO), Steffen Kuchenreuther, brachte zunächst nur ein “Ich bin völlig fertig“ über die Lippen.

Vor Beginn der Preisverleihung ergriff Veranstalter Ulrich Scheele das Wort. “Einer der Größten der deutschen Filmbranche, Bernd Eichinger, ist heute gestorben“, sagte er. Eichinger selbst war ein “Diva“-Preisträger, bei der Veranstaltung vor zwei Jahren noch hielt er im Bayerischen Hof die Laudatio für Schauspielerin Johanna Wokalek. “Bernd, Du hast Dich um den deutschen Film und für Deutschland verdient gemacht“, sagte Scheele.

“Es gibt kaum einen Ort, an dem so viele Menschen vereint sind, die mit ihm zusammen gearbeitet haben wie hier heute Abend.“ Er wisse, dass an diesem Abend schon viele Tränen geflossen seien. Dennoch sei es sicher in Eichingers Sinne, den Abend wie geplant fortzuführen, sagte Scheele. “Wir denken alle an ihn. Es wird ein Bernd-Abend werden - lachen Sie, weinen Sie.“

Schauspieler Erol Sander sagte: “Das ist ein ganz großer Schock für die ganze Filmbranche. Er war einer der Menschen, die die Filmbranche in Deutschland geprägt haben, weil er sehr kreativ gearbeitet und jede Herausforderung gesucht hat.“ Moderatorin Nina Ruge sagte dem Portal zufolge: “Es ist ein ganz Großer von uns gegangen, der eigentlich unsterblich war.“

Til Schweiger sagte bei der Premiere seines Films “Kokowääh“ in Berlin den abschließenden Bühnenauftritt des Filmteams und die Party ab.

"Filmemacher von Weltformat"

Die Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB) hat bestürzt auf den Tod von Bernd Eichinger reagiert. Akademiedirektor und Regisseur Jan Schütte sagte der Nachrichtenagentur dpa: “Bernd Eichinger war vielleicht der größte und originellste Filmemacher der deutschen Nachkriegsgeschichte - vielleicht der einzige von wirklichem Weltformat.“ Eichinger habe seine Karriere als Regisseur begonnen und deshalb auch als Produzent immer den richtigen Blick für und auf die Regisseure gehabt. “Mit ihm verliert die deutsche Filmwelt nicht nur einen Produzenten, sondern auch eine eigene Stimme.“

Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hat bestürzt auf den Tod des Filmproduzenten und Regisseurs Bernd Eichinger reagiert. “Mit dem Multitalent Bernd Eichinger verliert der deutsche und bayerische Film einen ganz Großen“, sagte Seehofer am Dienstagabend. Er habe es als Filmproduzent, Drehbuchautor und Regisseur “wie kein Zweiter“ geschafft, “die Menschen in die Kinosäle zu bringen und mit seinen Filmen zu begeistern“. Eichinger habe den Filmstandort Bayern in den letzten Jahrzehnten entscheidend mitgeprägt und gerade auch mit seinem großen internationalen Renommee gefördert.

dpa

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