Bardot will Schwedens Wölfe schützen

Stockholm - Ex-Filmstar Brigitte Bardot beteiligt sich von St. Tropez aus am Streit um die Wolfsjagd in Schweden. Die 76-Jährige hat dem Umweltminister einen bösen Brief geschrieben.

Wie ein Regierungssprecher in Stockholm am Donnerstag bestätigte, hat Umweltminister Andreas Carlgren einen bitterbösen Brief der 76- jährigen Französin bekommen. “Lasst diese armen Tiere in Ruhe, hört mit der Jagd auf und lasst den kleinen Wolfsstamm ein bisschen stabiler werden“, hieß es in dem Brief nach Medienangaben.

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In Mittelschweden sind seit Mitte Januar 20 der insgesamt 200 im Lande lebenden Wölfe zum Abschuss freigegeben. Unter Beteiligung von 7000 Freizeitjägern sind inzwischen 19 Tiere erlegt. In Schweden selbst ist die Freigabe der Jagd ebenfalls heftig umstritten. Carlgren verteidigte sie vor dem Reichstag damit, dass die streng begrenzte Jagd helfen könne, den Anteil der Tiere einzudämmen, die durch Inzucht genetische Schäden aufwiesen.

Außerdem würde die Jagd zur “besseren Akzeptanz der Wölfe in der Bevölkerung beitragen“. Die in den 50er Jahren als “Kurvenstar“ berühmt gewordene Bardot engagiert sich seit Jahrzehnten für den Tierschutz. Politisch hat sie auch schon mit menschenfeindlichen Äußerungen und Publikationen gegen Homosexuelle, Frankreichs Linke, Obdachlose und illegale Einwanderer Schlagzeilen gemacht.

dpa

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