Andre Agassi vergleicht Tennisspielen mit Knastaufenthalt

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Andre Agassi vermarktet sein Buch "Open-Das Selbstporträt".

Berlin - Der Ex-Tennisprofi Andre Agassi weilt momentan in Berlin. Er nutzte die Gelegenheit um sein Buch "Open - Das Selbstporträt" vorzustellen.

Ex-Tennisstar Andre Agassi leidet unter den körperlichen Folgen seiner Profikarriere. “Ich bin 39 Jahre alt, aber mein Körper ist wie der eines 79-Jährigen“ sagte der Mann von Tennis-Queen Steffi Graf am Freitag in Berlin bei der Vorstellung seiner kürzlich erschienenen Autobiografie “Open - Das Selbstporträt“. Er habe häufig starke Rückenschmerzen und schlafe auf dem Fußboden, sagte der US-Amerikaner. Agassi, der mehrmals Platz eins der Weltrangliste erreichte, schilderte seine frühere Abneigung gegen den Tennissport. “Die meiste Zeit meines Lebens habe ich Tennis gehasst“, sagte Agassi. Sehr früh habe er sein Zuhause verlassen müssen, um eine Sport-Akademie zu besuchen. Dort sei es wie im Gefängnis zugegangen. “Mit 27 hatte ich den Tiefpunkt meines Lebens erreicht“, sagte Agassi. Erst nach dem Ende seiner Karriere 2006 habe er gelernt, was richtiger Erfolg sei.

Agassi vergleicht Tennis mit Einzelhaft

Agassi bezeichnete Tennis als einen Einzelkämpfersport, der Menschen vereinsamen lasse. “Wenn man in Einzelhaft sitzt, fängt man schnell an, mit sich selbst zu reden. Im Tennis ist es genauso. Es gibt keinen anderen Sport, bei dem die Leute auf dem Platz so viele Selbstgespräche führen“, sagte Agassi, der mit Steffi Graf zwei Kinder hat. Agassi betonte, dass sein Vater, der ihn zum Tennis gezwungen hatte, nichts bereue: “Er hat mir gesagt: Ich würde alles genauso machen, abgesehen davon, dass ich dich nicht Tennis spielen lassen würde. Ich würde dich Baseball oder Golf spielen lassen. Das kann man länger machen und bringt mehr Geld.“

Wirbel um Drogenkonsum und Toupet-Beichte

 Seit der Veröffentlichung der Agassi-Autobiographie hatte der Medienrummel um den 39-Jährigen stark zugenommen. In dem Buch schildert Agassi die Schattenseiten seines Lebens. Für Schlagzeilen sorgte unter anderem Agassis Geständnis, in den 90er Jahren Drogen genommen zu haben. Außerdem beichtete er, über Jahre hinweg ein Toupet getragen zu haben.

AP

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