Platz vier im WM-Finale in London

Lückenkemper: "Wir wollten mehr, aber die anderen waren besser"

+

London - Ein kleines bisschen ärgerte sich Gina Lückenkemper (LG Olympia Dortmund) schon, als sie sich am späten Samstagabend vom Londoner Olympiastadion auf den Rückweg zum deutschen Mannschaftshotel an der Tower Bridge machte. Diesen Abend hatte sich die Soesterin eigentlich etwas anders vorgestellt.

Eigentlich sollte es der Abend werden, an dem die 20-Jährige die erste WM-Medaille ihrer Karriere gewinnt. Doch daraus wurde nichts. Die deutsche 4x100 Meter-Staffel musste sich im WM-Finale mit Platz vier zufrieden geben. 

„Das ist schade, wir wollten mehr, aber es ist einfach so, die anderen waren heute besser“, sagte Lückenkemper nach dem Rennen in der Mixedzone. Das Deutsche Quartett war schon holprig in das Rennen gestartet. Der Wechsel von Startläuferin Tatjana Pinto (LC Paderborn) auf Lisa Mayer (Sprintteam Wetzlar) war schon nicht optimal, Mayer musste etwas Tempo herausnehmen, damit sie den Stab noch innerhalb der erlaubten Wechselmarke annehmen konnte. 

Deutlich besser lief es dann beim zweiten Wechsel von Mayer auf Kurvenläuferin Lückenkemper. Anders als noch im Vorlauf gab Lückenkemper hier von Anfang an Vollgas und schaffte so eine flüssige Übergabe. „Ich habe bei Lisa keine Gnade gezeigt, wie im Vorlauf“, meinte Lückenkemper später. Mit einem beeindruckenden Kurvenlauf machte die Soesterin auf ihrer Teilstrecke wertvollen Boden gut und schloss zu den führenden Staffeln aus den USA, Jamaika und Großbritannien auf. 

Auch der dritte Wechsel von Lückenkemper auf Rebekka Haase (LV 90 Erzgebirge) klappte ohne Probleme. Haase gelang es jedoch nicht, die drittplatzierten Jamaikanerinnen zu überholen. So kamen die deutsche Staffel in 42,36 Sekunden ins Ziel. 

„Wir haben alles gegeben und können mit unserer Leistung zufrieden sein“, so Lückenkemper. Die Jamaikanerinnen auf dem Bronzerang waren 17 Hundertstelsekunden schneller. Der WM-Titel ging in 41,82 Sekunden an die Favoriten aus den USA, Silber gewannen die Gastgeber aus Großbritannien in 42,12 Sekunden.

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare