Aus politischem Motiv

Olympia-Eklat! Weil Gegner aus Israel kommt: Algerier tritt nicht an - Konsequenzen folgen sofort

Judo kehrt bei den Olympischen Spielen in seine Heimat Japan zurück (Symbolfoto).
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Judo kehrt bei den Olympischen Spielen in seine Heimat Japan zurück (Symbolfoto).

Olympia hat seinen ersten waschechten Skandal. Ein algerischer Judoka weigert sich, gegen einen Israeli anzutreten. Der eigene Verband zieht Konsequenzen.

Tokio - Der algerische Judoka Fethi Nourine sorgte bei Olympia* für einen Eklat. Weil ihm die Nationalität seines Gegners nicht passt, will er nicht gegen ihn kämpfen.

Hätte Nourine seinen Auftaktkampf in der Klasse bis 73 Kilogramm gewonnen, hätte er in der zweiten Runde gegen den Israeli Tohar Butbul antreten müssen. Der Algerier zog daraufhin seine Teilnahme zurück - er wollte aus politischen Gründen nicht gegen einen Kämpfer aus Israel antreten.

Olmypia-Skandal: Algerier will nicht gegen Israeli antreten - und wird prompt suspendiert

„Wir haben viel gearbeitet, um die Olympischen Spiele zu erreichen, aber die palästinensische Sache ist größer als das“, begründete er seinen fragwürdigen Schritt. Nourine wurde nun vom Judo-Weltverband IJF vorläufig suspendiert, Ermittlungen wurden eingeleitet. Auch der algerische Verband verurteilte den Vorfall ausdrücklich.

„Die Aussagen von Nourine und seinem Coach stehen im totalen Gegensatz zu unserer Philosophie“, teilte der Judo-Weltverband mit. „Judo* basiert auf Solidarität, Respekt und Freundschaft, jede Form der Diskriminierung können wir nicht tolerieren.“ Nourine und seinem Trainer wurde die Olympia-Akkreditierung entzogen, das Olympische Komitee Algeriens prüft Sanktionen. Eine Disziplinarkommission soll über weitere Folgen entscheiden.

Olympia: Algerischer Judoka ist „Wiederholungstäter“

„Wir haben die richtige Entscheidung getroffen“, betont Nourines Trainer Amar Ben Yaklif dennoch. Schon bei der Judo-WM 2019 verweigerten die beiden den Kampf gegen den Israeli Butbul.

Die Aktion des Judoka steht im krassen Widerspruch zum Olympischen Leitbild. Die fünf in sich verschlungenen Olympischen Ringe stehen für die Vereinigung der fünf Kontinente und die Zusammenkunft der Athleten der ganzen Welt. Jeder Sportler ist gleich, unabhängig von seiner Herkunft.

Die Friedensidee des Sports ist nach dem Gründervater Pierre de Coubertin eine der fünf Prinzipien Olympias. „Jedes ausschließlich nationale Empfinden muss vorübergehend auf Urlaub geschickt werden“, sagte Coubertin damals. Er hat heute noch Recht. (epp) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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