Formel-1-Legende gestorben

Niki Lauda: Zwischenfälle bei Trauerfeier am Sarg sorgen für Entsetzen

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Fans, Freunde und Familie verabschiedeten sich am Mittwoch auf der offiziellen Trauerfeier vom verstorbenen Niki Lauda.

Formel-1-Legende Niki Lauda ist tot. Er ist im Alter von 70 Jahren gestorben. Am Mittwoch verabschieden sich Fans, Freunde und Familie bei einer Trauerfeier in Wien.

  • Formel-1-Legende Niki Lauda ist am 20. Mai im Alter von 70 Jahren gestorben.
  • Seit seinem Feuerunfall auf dem Nürburgring 1976 hatte der Österreicher immer wieder mit Gesundheitsproblemen zu kämpfen.
  • Durch Spätfolgen hatte er sich schon zweimal einer Nierentransplantation unterziehen müssen.
  • Anfang August 2018 folgte auch eine Lungentransplantation.
  • Niki Lauda wurde dreimal Formel-1-Weltmeister (1975, 1977, 1984).
  • 2008 heiratete er seine Frau Birgit, mit der er zwei Kinder hat (Zwillinge Mia und Max). Zuvor war er mit Marlene Knaus verheiratet, mit der er zwei Söhne hat (Mathias und Lukas). Außerdem hat er einen unehelichen Sohn (Christoph).
  • Am Mittwoch, 29 Mai 2019, verabschiedeten sich Tausende Fans und zahlreiche Prominente bei einer offiziellen Trauerfeier in Wien von Niki Lauda.

21.30 Uhr: "Wir stehen an der Bahre eines großen Österreichers", sagte Österreichs Präsident Van der Bellen nach Angaben der Nachrichtenagentur APA in seiner Trauerrede. "Danke für alles." Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz nannte Lauda eine "Legende, ein Unikat". Der österreichische Hollywoodstar Schwarzenegger lobte in seiner Rede Laudas Mut, Willenskraft und Liebe. Auch der frühere Rennfahrer Gerhard Berger verabschiedete sich mit einer Rede von seinem "Freund Niki".

Trauerfeier für Niki Lauda: Vorfälle am Sarg sorgen für Empörung – „Respektlos“

Update 29. Mai 2019, 15.32 Uhr: Bei der öffentlichen Trauerfeier für den verstorbenen Niki Lauda verabschiedeten sich am Mittwoch in Wien mehrere Tausend Menschen von der Formel-1-Legende. In langen Schlangen standen sie vormittags trotz Regens vor dem Stephansdom an. Doch schon während der öffentlichen Aufbahrung echauffierten sich etliche Besucher im Netz. Von Pietätlosigkeit und mangelndem Respekt ist die Rede.

Der Grund: Offenbar nutzten viele Besucher ihren Besuch nicht nur, um Niki Lauda die letzte Ehre zu erweisen, sondern auch, um ein Erinnerungs-Selfie zu schießen. Das sorgte für Empörung bei anderen Besuchern: „Jeder das Handy in der Hand, Fotos mit Blitz im Dom, Selfies mit dem Sarg. Was für eine Respektlosigkeit“, schrieb etwa ein User via Twitter. Ein anderer meinte: „Traurig und fassungslos. Der letzte Funken Respekt und Anstand, falls jemals vorhanden, wird von ‘Ich war dabei‘-Selfies geschlagen“, während ein anderer zusammenfasst: „Es ist pietätlos. Das ist keine Erweisung der letzten Ehre.“

Selbst dem österreichischen Kurier fiel die Foto-Liebe der Stephansdom-Besucher dermaßen auf, dass sich das Blatt zu einem Kommentar hinreißen ließ. Darin heißt es: „Kaum jemand konnte offenbar dem Übel unserer Zeit widerstehen und das Handy im Sack lassen. (...) Es ist einfach unfassbar und beschämend.“ Dies unterstreicht den Eindruck, den auch die Besucher auf Twitter wiedergeben, dass es sich bei den Selfie-Tätern offenbar nicht nur um einige Ausnahmen handelte.

Trauerfeier für Niki Lauda: Gabalier, Schwarzenegger und Kurz verabschieden sich - rührende Geste am Sarg

Update vom 29. Mai 2019, 13.35 Uhr: Mehrere Tausend Menschen haben in Wien bei einer Trauerzeremonie Abschied von Formel-1-Legende Niki Lauda genommen. Begleitet von einer Polizei-Motorradeskorte traf Laudas Sarg am Morgen am Stephansdom ein, Sargträger brachten ihn anschließend in die Kathedrale, gefolgt von der Familie des Verstorbenen. Tausende Menschen harrten trotz Regens vor der Kirche aus. Um 11.30 Uhr endete die öffentliche Aufbahrung, nicht alle Wartenden konnten sich wegen des riesigen Andrangs von Lauda verabschieden.

Am Sarg von Vater Niki Lauda: Rührende Geste von Sohn Lukas 

Auf den aufgebahrten Sarg legte Laudas Sohn Lukas den früheren Rennhelm seines Vaters. Weiße und rote Blumengestecke in den Farben Österreichs umgaben den Sarg, an dem die Trauernden in einer langen Schlange vorbeigingen, um Abschied zu nehmen.

Witwe Birgit Lauda und Söhne Mathias und Lukas am Sarg von Niki Lauda.

Viele Prominente erweisen Niki Lauda letzte Ehre

Neben Laudas Familie um Witwe Birgit nahmen zahlreiche Prominente aus Sport, Kultur, Politik und Wirtschaft an der Zeremonie teil - darunter auch Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton, Kollege Nico Rosberg, Österreichs Staatsoberhaupt Alexander Van der Bellen, Volks-Rock‘n‘Roller Andreas Gabalier und Ex-Kanzler Sebastian Kurz.

Andreas Gabalier und Nico Rosberg bei der Trauerfeier für Niki Lauda.

Um kurz nach 13 Uhr begann dann die offizielle Trauerfeier für Lauda, das Requiem war ebenfalls öffentlich. Laut heute.at spielte Musikproduzent Christian Kolonovits mit einem Ensemble Lieder, wie „Amazing Grace“, „Fast Car“ (Tracy Chapman) oder „Imagine“ (John Lennon).

Österreichs Bundespräsident Van der Bellen, Hollywood-Star und Ex-Gouverneur Arnold Schwarzenegger sowie der ehemalige Rennfahrer Gerhard Berger hatten sich als Redner angekündigt. Laudas Ex-Teamkollege Alain Prost sollte die Lesung halten. Insgesamt wurden rund 300 Ehrengäste aus dem In- und Ausland erwartet.

Nach der Trauerfeier sollte Laudas Sarg über das Riesentor aus dem Dom getragen werden, die Beisetzung anschließend im engsten Familienkreis stattfinden. Zeitpunkt und Ort sind nicht bekannt.

Schwarzenegger hält Trauerrede für Niki Lauda

Update vom 28. Mai 2019, 20.40 Uhr: Am Mittwoch findet im Wiener Stephansdom die Trauerfeier für die verstorbene Formel-1-Legende Niki Lauda statt. Dabei hat sich nun auch ein echter Hollywood-Star angekündigt und nicht nur das: Arnold Schwarzenegger wird eine Trauerrede auf Niki Lauda halten. Das berichtet heute.at.

Auch Fans von Niki Lauda können dem Rennfahrer eine letzte Ehre erweisen. Von acht bis zwölf Uhr wird er für die Öffentlichkeit im Stephansdom in einem geschlossenen Sarg aufgebahrt. Ab 13 Uhr beginnt dann die Totenmesse.

Neben dem Gouvernator werden nach Angaben von heute.at auch der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Ex-Rennfahrer Gerhard Berger als Trauerredner fungieren. Zudem wird Alain Prost die Lesung sprechen. Insgesamt werden 300 prominente Gäste bei der Trauerfeier erwartet. Darunter etwa auch Lewis Hamilton.

Ungewöhnliches Zitat zur Todesursache von Niki Lauda - Hamilton sehr emotional

Update vom 25. Mai 2019, 16.52 Uhr: Das erste Renn-Wochenende seit dem Tod der Formel-1-Legende Niki Lauda hat inzwischen begonnen. 

Auf der prestigeträchtigen Strecke in Monte Carlo schnappte sich Mercedes die Doppel-Pole. Lewis Hamilton startet am Sonntag von Platz 1, Valtteri Bottas von Rang 2. 

Des amtierende Weltmeister fand anschließend wunderbare Worte für den verstorbenen Lauda. Dabei habe dieser eine ganz besondere Rolle in seinem Leben gespielt.

„Niki hat mein Leben verändert. Ohne ihn wäre ich heute vielleicht nur Weltmeister und nicht fünffacher Champion“, so Hamilton nach dem Qualifiying am Samstag.

Niki Lauda ist tot: Darum kommt Kanzler Kurz nicht zu seiner Trauerfeier

Update vom 25. Mai 2019, 15.19 Uhr: Der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen wird bei der Trauerzeremonie für die verstorbene Formel-1-Legende Niki Lauda im Wiener Stephansdom eine kurze Rede halten. Das bestätigte Van der Bellens Sprecher am Samstag der Nachrichtenagentur APA. Kanzler Sebastian Kurz dagegen könne aus Termingründen nicht am Requiem am Mittwoch teilnehmen.

Nach APA-Informationen wird es nach jetzigem Stand zwei Ansprachen geben. Neben Van der Bellen solle ein Wegbegleiter aus der Formel 1 einige Worte an die Anwesenden richten. Lauda wird am Montag von 8 bis 12 Uhr im Wiener Stephansdom in einem geschlossenen Sarg aufgebahrt. Anschließend findet das wie die Aufbahrung öffentliche Requiem für den in Österreich als „Niki Nazionale“ verehrten Ex-Rennfahrer und Luftfahrtunternehmer statt. Die Beisetzung findet dagegen im engsten Familienkreis statt.

Niki Lauda ist tot: Formel 1 kündigt Schweigeminute an - kurioses Detail zur Bestattung

Update vom 24. Mai 2019, 18.17 Uhr: Die Formel 1 würdigt den am Montag im Alter von 70 Jahren verstorbenen dreimaligen Weltmeister Niki Lauda vor dem Großen Preis von Monaco am Sonntag (15.10 Uhr/RTL und Sky) mit einer Schweigeminute. Neben den 20 Fahrern und Würdenträgern sollen auch Zeitgenossen Laudas an dem stillen Akt mitwirken, der im Protokoll für 14.53 Uhr angesetzt ist.

Lauda, der am kommenden Mittwoch in Wien zu Grabe getragen wird, soll laut nachrichten.at in einem Rennoverall bestattet werden. Am Mittwochvormittag wird Lauda im Stephansdom aufgebahrt, damit sich die Bevölkerung von ihm verabschieden kann. Zu einem Requiem um 13 Uhr sind 300 Gäste geladen, die anschließende Beisetzung soll im Familienkreis stattfinden.

Das Mercedes-Team würdigt seinen langjährigen Team-Aufsichtsratschef Lauda beim Monaco-Grand-Prix mit einem komplett in Rot getauchten Halo auf beiden Rennwagen - in Anlehnung an Laudas Markenzeichen, die rote Kappe. Der Cockpitschutz des Mercedes-Boliden ist normalerweise silberfarben.

Bereits seit Donnerstag tragen sämtliche Teammitglieder einen Trauerflor am linken Arm. Zudem ziert in Monte Carlo der Schriftzug "Danke Niki" die Nasen der beiden Silberpfeile, darüber ist ein Autogramm Laudas in roter Schrift zu sehen. Weiterhin strahlt einer der üblicherweise silbernen Sterne auf der Motorabdeckung in Rot.

Niki Lauda: Fans können im Wiener Stephansdom Abschied nehmen

Update vom 24. Mai 2019, 06.58 Uhr: Die verstorbene Formel-1-Legende Niki Lauda wird am kommenden Mittwoch (29. Mai 2019) im Wiener Stephansdom öffentlich aufgebahrt. Das teilte ein Sprecher der Familie Lauda mit. Trauernde haben die Möglichkeit, sich von 8 bis 12 Uhr vom Österreicher zu verabschieden, danach findet ein Requiem (13 Uhr) zu seinen Ehren statt. Auch die Feier ist öffentlich zugänglich.

Die Beisetzung des dreifachen F1-Weltmeisters und Flugliniengründers soll anschließend im engsten Familienkreis stattfinden. Das Angebot der Stadt Wien für ein Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof hat die Familie Lauda nach Angaben der Gratiszeitung heute nicht angenommen.

Niki Lauda: Sebastian Vettel würdigt ihn mit speziellem Helm-Design

Update vom 23. Mai 2019, 12.53 Uhr: Der viermalige Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel trägt am Donnerstag beim Freien Training zum Großen Preis von Monaco einen speziellen Helm. Der 31-Jährige ließ kurzfristig einen roten Helm im Lauda-Design anfertigen, auf dem in weißen Lettern der Name des dreimaligen Champions zu lesen ist.

Auch sein Rennstall, die Scuderia Ferrari, würdigt die verstorbene Motorsport-Ikone. Die Italiener verzierten ihre Boliden an den Seitenkästen mit dünnen schwarzen Balken und dem Schriftzug „Niki Lauda“ in der verspielten Schriftart, die der Österreicher in aktiven Ferrrai-Zeiten (1974 bis 1977) verwendet hatte.

Das Mercedes-Team hat stattdessen den Schriftzug „Danke Niki“ auf den Nasen der beiden Silberpfeile platziert. Darüber ist ein Autogramm Laudas in roter Schrift zu sehen. Weiterhin strahlt einer der üblicherweise silbernen Sterne auf der Motorabdeckung in Rot - in Erinnerung an Laudas Markenzeichen, die rote Kappe.

Niki Lauda: Mercedes-Teamchef spricht über den Tod der Formel-1-Legende

Update vom 23. Mai 2019, 12.28 Uhr: Mercedes-Teamchef Toto Wolff ist wie der gesamte Rennstall nach dem Tod von Niki Lauda in tiefer Trauer. Lauda, der als Aufsichtsratschef der Silberpfeile ab 2012 erheblich zu den großen Erfolgen beigetragen hatte, sei „der Inbegriff dieses Teams“ gewesen und „unser Schutzschild, unser Dampfmacher“, so der 47-Jährige. „Lewis Hamilton ins Team zu holen, war sein Verdienst. Es war ein Meilenstein.“

Wolff sprach am Donnerstag an der Formel-1-Rennstrecke in Monaco erstmals öffentlich über den plötzlichen Tod Laudas. Am Mittwoch hatte er - wie Mercedes-Pilot Hamilton - alle Medientermine abgesagt. „Die letzten 48 Stunden waren schrecklich. Ich fühle mich wie ein Zombie“, sagte Wolff im Motorhome von Mercedes. „Ich schaue mir die Bilder an und habe alle halbe Stunde Tränen in den Augen.“

Der Österreicher habe vom Tod seines „Sparringpartners“, wie er ihn am Donnerstag nannte, durch dessen zweite Ehefrau Birgit per Textnachricht erfahren.

Niki Lauda ist tot: Formel-1-Legende hinterlässt wohl großes Vermögen

Update vom 23. Mai 2019, 09.45 Uhr: Niki Lauda ist tot, die Formel 1 hat einen ihrer Größten verloren. Der Österreicher hinterlässt aus zwei Ehen seine fünf Kinder: Mathias, Lukas, Christoph, Mia und Max. Sie dürften laut Focus nun die Erben des Riesenvermögens von Lauda sein.

Während seiner aktiven Karriere als Rennfahrer sowie seiner anschließenden Laufbahn als erfolgreicher Unternehmer, TV-Experte und Mercedes-Aufsichtsratschef verdiente Lauda nämlich viel Geld. Wie die Bild berichtet, soll er zum Zeitpunkt seines Todes ein Vermögen von 250 Millionen Euro besessen haben.

Dieses kam dem Bericht zufolge wie folgt zusammen: Für seinen Experten-Job beim TV-Sender RTL erhielt Lauda demnach jährlich rund eine Million Euro. Der dreimalige Formel-1-Weltmeister stand von 1996 bis 2017 vor der Kamera. Sein Markenzeichen: die rote Kappe, auf der immer ein Sponsorenlogo zu sehen war. Dafür gab es pro Jahr offenbar rund 1,5 Millionen Euro.

Hinzu kam ab 2012 der Aufsichtsrats-Posten bei Mercedes, welcher ihm jährlich geschätzte 750.000 Euro eingebracht haben soll. Doch auch während seiner Zeit als aktiver Formel-1-Pilot hat Lauda gut verdient: 1974 gab es für ihn wohl noch umgerechnet 220.000 Euro Gehalt bei Ferrari, nach seinem ersten WM-Titel 1975 erhielt er in der Folgesaison 700.000 Euro. 1978 folgte sein Wechsel zu Brabham. Die Briten zahlten ihm offenbar 1,8 Millionen Euro.

Nach der Saison 1979 zog sich Lauda vorerst aus der Königsklasse des Motorsports zurück, gab 1982 aber sein Comeback. Laut Bild überwies ihm McLaren damals pro Jahr 2,6 Millionen Euro.

Video: Niki Lauda: So groß ist das Vermögen der Formel-1-Legende

Niki Lauda ist tot: Lewis Hamilton trauert und sagt Medientermine ab

Update vom 22. Mai 2019, 17.15 Uhr: Der plötzliche Tod von Niki Lauda setzt Mercedes-Fahrer Lewis Hamilton offenbar schwer zu. Der amtierende Formel-1-Champion ließ am Mittwoch seine Medientermine absagen. Anstatt wie eigentlich vorgesehen Hamilton, stellte sich dessen Teamkollege Valtteri Bottas den Fragen bei der offiziellen Pressekonferenz.

Man habe darum gebeten, dass Hamilton nach dem Tod von Lauda der PK fernbleiben dürfe, erklärte ein Sprecher des deutschen Rennstalls und bat um Verständnis: „Lewis hat einen sehr engen Freund verloren.“

„Ich sah Lewis heute, er scheint soweit okay zu sein. Unser Presseteam bat mich, an seiner Stelle zur PK zu gehen“, so Valtteri Bottas.

Niki Lauda und Lewis Hamilton.

Einem Bericht der Bild-Zeitung zufolge hatten Hamilton und Lauda-Landsmann Toto Wolff (Mercedes-Teamchef) noch in der Nacht nach Laudas Tod am Montag eine Stunde lang telefoniert, um die Trauer um den 70 Jahre alt gewordenen Österreicher zu verarbeiten. Lauda sei immer eine massive Motivation für alle im Mercedes-Team gewesen sei, betonte Bottas am Mittwoch. Er sprach von einer schockierenden Nachricht zu Wochenbeginn.

Niki Lauda: So will ihn die Formel 1 würdigen

Update vom 22. Mai 2019, 16.55 Uhr: Die Formel 1 würdigt den am Montagabend verstorbenen dreimaligen Weltmeister Niki Lauda beim Großen Preis von Monaco mit sichtbaren Zeichen der Trauer.

Die Mercedes-Teammitglieder werden ab Donnerstag Trauerflor tragen, dies bestätigte ein Sprecher des Weltmeisterrennstalls am Mittwoch. Zudem wird des Verstorbenen in noch nicht näher definierter Weise auf den beiden Silberpfeilen mit einer Botschaft gedacht. Auf den Toro-Rosso-Boliden war am Mittwoch bereits der Schriftzug „Danke Niki“ zu lesen, daneben prangte in Schwarz-Weiß das Konterfei Laudas vor seinem schweren Feuerunfall 1976.

Auch Laudas frühere Rennställe Ferrari und McLaren wollen ihre Trauer beim sechsten Grand Prix des Jahres im Fürstentum zum Ausdruck bringen. Ob es vor dem Rennen eine Gedenkminute geben wird, liegt in der Hand des Automobil-Weltverbandes FIA beziehungsweise des Formel-1-Managements.

Niki Lauda ist tot: Arzt „nicht überrascht“ - Details zu seinem Gesundheitszustand in den letzten Monaten

Update vom 22. Mai 2019, 09.30 Uhr: Nicht nur der Kölner Privatsender RTL, für den Niki Lauda viele Jahre als Formel-1-Experte arbeitete, sendete am Dienstagabend ein Sonder-Programm. Auch der österreichische Free-TV-Sender ORF ehrte die in Wien verstorbene Rennsport-Legende. Unter anderem zu Gast: Laudas behandelnder Arzt Dr. Walter Klepetko. In der Sendung verriet er: „Der Tod von Niki Lauda hat uns nicht überrascht. Alle unsere Bemühungen und auch seine Bemühungen waren nicht von Erfolg gekrönt.“

Dr. Klepetko weiter: „Seit Jahresbeginn hat es sich abgezeichnet. Der Weihnachtsurlaub auf Ibiza hat ihm sehr gut getan, auch seine Mobilität war besser geworden. Dann kam eine Grippeinfektion, die hat ihn sehr zurückgeworfen. Immer wenn wir geglaubt haben, wir hätten es geschafft, sind wir wieder zurückgeworfen worden.“

In dem Gespräch mit ORF-Moderator Ernst Hausleitner erklärte der 64-Jährige, es habe in den letzten Wochen „klare Schritte rückwärts“ gegeben. „Dann haben wir nichts mehr tun können, um es ins Positive zu bringen“, so Klepetko.

Dr. Walter Klepetko war bis zuletzt Niki Laudas behandelnder Arzt.

Bereits am Dienstagvormittag (siehe Update um 11.05 Uhr) hatte er sich auf die Frage nach der Todesursache von Niki Lauda wie folgt geäußert: „Es gibt keine Todesursache. Es war ein langer Prozess, an dessen Ende der Patient gegangen ist.“

Niki Lauda ist tot: RTL ändert Abendprogramm

Update vom 21. Mai 2019, 22.00 Uhr: Niki Lauda ist tot. Die Formel-1-Legende starb am Montag im Alter von 70 Jahren. In der Sportwelt ist die Trauer groß, viele Stars haben bereits emotionale Abschiedsworte an Lauda gerichtet. So auch Formel-1-Ikone Bernie Ecclestone.

Er sagte beim großen Themen-Abend von RTL: „Niki war ein sehr, sehr besonderer Mensch. Nicht nur unglaublich loyal, auch ein super Freund. Ich werde ihn vermissen. Ich bemitleide Diejenigen, die ihn nie kennenlernen durften. Er war einzigartig.“ 

Auf RTL lief am Dienstagabend ein Themen-Abend zu Niki Lauda - die wichtigsten Momente in der Zusammenfassung:

Niki Lauda: Emotionale Momente bei RTL

Update 21.57 Uhr: Die Doku ist zuende, es geht zurück ins Studio. Rosberg, Schumacher und König erinnern sich an weitere prägende Momente - unter anderem, als Lauda nach Rosbergs Sieg in Monaco seine berühmte rote Kappe zog. Es geht weiter mit Rush - der Film kam 2013 in die Kinos, Daniel Brühl verkörperte Niki Lauda. 

Update 21.47 Uhr: 1997 braucht Lauda eine Spenderniere - sein Bruder Florian rettete ihn. Acht Jahre später braucht er erneut Hilfe. Seine neue Lebensgefährtin Birgit spendet ihm eine Niere. 2008 wird geheiratet, ein Jahr später kommen die Zwillinge Max und Mia auf die Welt.

Update 21.43 Uhr: Lauda verkündet schließlich sein Karriereende, um dann doch nochmal zurückzukehren. Er wird zum dritten Mal Weltmeister, lässt sich von Marlene scheiden und baut eine Airline auf. Schließlich ist auch Fliegen ein großes Hobby von ihm. Das Fatale: 1991 stürzte eines seiner Flugzeuge ab. 223 Menschen starben, Lauda war geschockt und wollte der Ursache des Absturzes auf den Grund gehen.

Update 21.39 Uhr: Das Saisonfinale stieg in Japan, bei widrigsten Bedingungen wurde gestartet. Aber Lauda konnte nicht - zu groß war die Angst vor einem erneuten Unfall. „Durch meine Belastung war mir klar - da mache ich nicht mit“, sagt Lauda in der Doku von 2014. Hunt wurde Weltmeister, Lauda konnte nichts mehr tun.

Lauda und sein Lebensretter Merzario: Zunächst hatte er das „Danke“ vergessen

Update 21.33 Uhr: Ausgerechnet in der Ferrari-Heimat Monza setzte sich Lauda dann wieder ins Cockpit. Trotz großer Zweifel - von Experten und auch sich selbst - wurde er Vierter. Nur eines, daran erinnert sich Lauda, hat bei seinem Comeback nicht gepasst: Er hat vergessen, sich bei seinem Lebensretter Arturo Merzario zu bedanken - er hatte ihn am Nürburgring aus dem brennenden Auto gezogen.  

Update 21.23 Uhr: Lauda hatte an den Folgen seines schlimmen Unfalls von 1976 schwer zu kämpfen. Er hatte massive Lungenprobleme und stemmte sich gegen den Tod. Er blieb Sieger und kehrte schließlich auf die Rennstrecke zurück. Ein unfassbares Comeback.

Update 21.11 Uhr: Die Formel 1 war in den Siebziger Jahren vor allem eines - gefährlich. Das bekam auch Lauda zu spüren, wie in der Doku gezeigt wird. Am 1. August 1976 kam es zum Horror-Unfall am Nürburgring, bei dem Lauda schwer verletzt wurde. 

Update 20.57 Uhr: Eine Doku wird gezeigt: „Niki Lauda - mein Leben am Limit“. Die Söhne Lukas und Mathias kommen zu Wort, außerdem Schauspieler Daniel Brühl, der Lauda im Kino verkörperte. Und natürlich Lauda selbst - es werden Bilder aus seiner Kindheit vorgeführt. Laudas steiler Formel-1-Aufstieg ist ebenfalls Thema. Dazu: Seine Anfänge, sein Wechsel zu Ferrari, die legendäre Rivalität zu James Hunt und seine Frau Marlene. 

Bernie Ecclestone spricht über Niki Lauda

Update 20.45 Uhr: Auch Formel-1-Ikone Bernie Ecclestone hat sich in einer Videobotschaft geäußert: „Niki war ein sehr, sehr besonderer Mensch. Nicht nur unglaublich loyal, auch ein super Freund. Ich werde ihn vermissen. Ich bemitleide Diejenigen, die ihn nie kennenlernen durften. Er war einzigartig.“

Update 20.34 Uhr: Moderator Florian König stand zusammen mit Lauda lange vor der Kamera, zu Gast hat er Ralf Schumacher und per Übertragung Nico Rosberg. Beide Ex-Fahrer haben viele gemeinsame Momente mit Lauda erlebt. 

Rosberg, Schumacher und König erinnern sich an Niki Lauda

Rosberg sagt - auch mit Blick auf Laudas beide Söhne: „Ich kannte ihn sehr lange und habe viele Erinnerungen. Ich denke gerade auch an Lukas und Mathias. Ich weiß, dass Ihr auch viel gekämpft habt.“ Schumacher weiß, wie viel Humor Lauda hatte und er tickte. „Wahrscheinlich würde er zu all dem hier sagen: Leute, nächste Woche ist das nächste Rennen. Konzentriert euch lieber darauf.“

Update 20.10 Uhr: Die Formel-1-Welt nimmt Abschied von Niki Lauda. Im Fokus stehen natürlich die vielen Erinnerungen, seine Kämpfer-Art und die gemeinsame Zeit mit Niki. Zahlreiche Statements von aktiven und ehemaligen Fahrern wurden abgegeben. 

Weltmeister Lewis Hamilton meldete sich über Twitter: „Ich kann es kaum glauben, dass Du nicht mehr da bist. Ich werde unsere Gespräche vermissen, das gemeinsame Lachen, die Umarmungen nach gewonnenen Rennen“, twitterte der Mercedes-Pilot am Dienstagabend: „Danke, dass Du so ein strahlendes Licht in meinem Leben warst. Ich werde für Deine Familie immer da sein, wenn sie mich braucht. Ich liebe Dich.“

Update 15.00 Uhr: Am Wochenende steht in der Formel 1 der Grand Prix von Monaco an. Nach Bild-Informationen wird dem verstorbenen Niki Lauda rund um das Rennen gedacht. Demnach gebe es für das Rahmenprogramm am Sonntag Änderungen - Details würde aber laut Bild-Reporter Lennart Wermke noch besprochen.

Niki Lauda tot: Nico Rosberg schreibt offenen Brief an F1-Legende

Update 14.45 Uhr: In einem offenen Brief gedenkt Nico Rosberg im stern dem verstorbenen Niki Lauda. Darin schreibt er: „Sein Lebensweg hat viele beeindruckt, auch mich. Wenn es jemanden gibt, der niemals aufgegeben hat, dann ist das Niki. Was er für Rückschläge eingesteckt hat. Wie er sich da wieder herausgekämpft hat. Und, schließlich, wie er wieder ganz oben stand.“

Nun wolle er sich „vor allem an die schönen Momente mit Niki zu erinnern. Gleichzeitig denke ich aber natürlich auch an seine Familie. Besonders an seine zwei kleinen Kinder. Da geht's mir kalt den Rücken hoch. Das ist derzeit wohl am bewegendsten für mich. Ich denke sehr viel an sie.“ Lauda habe „eine ganze Ära der Mercedes-Silberpfeile geprägt und maßgeblich an der heutigen Dominanz des Teams mitgewirkt“.

Zudem betont Rosberg: „Niki hatte die Stärke, dass bei ihm immer die Tür offen stand und auch für ihn immer alle Türen offen standen. Er hat keine verbrannte Erde hinterlassen. (...) Ich habe sehr viel von ihm gelernt.“

Update 13.49 Uhr: RTL als Formel-1-Sender trauert um Niki Lauda und widmet ihm noch am Dienstag einen ganzen Themenabend von 20.15 Uhr bis Mitternacht. In der Sondersendung „Servus, Niki! Abschied von einer Legende“ begrüßt Moderator Florian König zunächst Gäste wie Ralf Schumacher, wie RTL am Dienstagmittag mitteilte. Um 20.45 Uhr soll dann die Dokumentation „Niki Lauda: mein Leben am Limit“ folgen. 

Anschließend zeigt RTL ab 21.55 Uhr den Spielfilm „Rush - Alles für den Sieg“ mit Daniel Brühl als Niki Lauda und Chris Hemsworth als James Hunt. Nach einem kurzen Talk danach folgt dann das „RTL Nachtjournal“. Die Sendungen „Nachtschwestern“, „Sankt Maik“ und „Schmidt - Chaos auf Rezept“ entfallen an diesem Dienstag.

Niki Lauda tot: Freund der Familie spricht über seine letzten Tage

Update 11.28 Uhr: Die Bild zitiert Wolfgang Fellner, Herausgeber der Zeitung „Österreich“ und enger Freund von Niki Lauda. Der 64-Jährige sagte demnach über die verstorbene Formel-1-Legende: „Ich habe schon vor zehn Tagen die Info von Ärzten gehabt, dass es schlecht um ihn steht.“

Weiter führte Fellner aus: „Vor knapp zwei Monaten ist er nach Luzern verlegt worden. Da sollte er fitgemacht werden.“ Es sei dann jedoch zum Rückfall gekommen. „Vor zehn Tagen ist er in die Universitäts-Klinik nach Zürich verlegt worden“, so der Freund der Familie weiter: „Da ging es wieder an die Dialyse, zum Teil auch an das Beatmungsgerät. Da musste er schon ums Überleben kämpfen.“

Update 11.12 Uhr: Niki Lauda ist „im Kreise seiner engsten Familie in der Universitätsklinik in Zürich friedlich eingeschlafen“. Das teilte die Familie Lauda in einem weiteren Statement mit, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete. „In den letzten zehn Monaten waren wir jede Minute an seiner Seite. Wir haben mit ihm gelacht, geweint, gehofft und gelitten, aber schlussendlich verließen Niki gestern seine Kräfte“, heißt es demnach weiter. Gezeichnet wurde die Mitteilung von Laudas Ehefrau Birgit, seiner Ex-Gattin Marlene und seinen Kindern Lukas, Matthias, Max und Mia. Die Universitätsklinik Zürich gab aus Datenschutzgründen keine Auskunft.

Niki Lauda tot: Arzt spricht bei Todesursache von langem Prozess

Update 11.05 Uhr: Der Tod von Niki Lauda kam nach Angaben seines Arztes nicht ganz überraschend. „Niki Lauda hat gekämpft. Er war ein toller Mann. Aber es war seit einiger Zeit klar, dass wir ihn nicht mehr auf die ‚Rennstrecke‘ zurück bringen können“, sagte Mediziner Walter Klepetko vom Wiener Allgemeinen Krankenhaus (AKH) der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Er macht eine ungewöhnliche Aussage zur Todesursache - nämlich, dass es keine konkrete gebe. „Es gibt keine Todesursache. Es war ein langer Prozess, an dessen Ende der Patient gegangen ist.“

Update 10.48 Uhr: Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff nimmt mit emotionalen Worten Abschied von Niki Lauda. "Niki wird immer eine der größten Legenden unseres Sports bleiben. Er verkörperte Heldentum, Menschlichkeit und Aufrichtigkeit auf und abseits der Strecke", sagte der Österreicher über seinen verstorbenen Landsmann: "Er hinterlässt eine tiefe Lücke in der Formel 1."

Mit Lauda habe der Sport "nicht nur einen Helden verloren, der das wohl eindrucksvollste Comeback aller Zeiten gegeben hat, sondern auch jemanden, der wertvolle Klarheit und Offenheit in die moderne Formel 1 gebracht hat", betonte Wolff: "Wir werden ihn als Stimme der Vernunft sehr vermissen."

Zudem fügte der 47-Jährige hinzu: „Es war ein Privileg, ihn zu unserem Team zählen zu dürfen, und es war bewegend zu sehen, wie viel es ihm bedeutete, Teil des Erfolgs dieses Teams zu sein. Immer, wenn er durch die Werke in Brackley oder Brixworth ging oder eine seiner berühmten Motivationsreden hielt, versprühte er eine Energie wie niemand sonst. Niki, Du bist einfach unersetzbar, es wird niemals wieder jemanden wie Dich geben. Es war uns eine Ehre, Dich unseren Chairman zu nennen - und mein Privileg, Dich als Freund zu haben."

Niki Lauda tot: Fluglinie Laudamotion trauert

Update 10.30 Uhr: Die Fluglinie Laudamotion trauert um ihren Namensgeber Niki Lauda. „Niki Lauda war für die gesamte Airline-Branche eine große Inspiration und ein einzigartiger Visionär“, teilt Laudamotion mit. „Wir werden alles unternehmen, um seine Visionen fortzuführen und den Namen Lauda stolz in die Welt hinauszutragen“, sagte demnach Geschäftsführer Andreas Gruber. Die gesamte Laudamotion-Familie sei stolz und dankbar auf „ihren zukunftsweisenden Gründer und außergewöhnlichen Mentor. Niki, wir vermissen dich!“.

Niki Lauda: Genaue Todesursache noch unklar

Update 10.05 Uhr: Die genaue Todesursache bei Niki Lauda ist bisher unklar. Es gibt jedoch einen Verdacht, dass sein Tod mit berichteten Problemen mit der Spenderniere zu tun haben könnte. „Ursache Spenderniere?“, spekuliert etwa waz.de. Lauda hatte zwei Spendernieren, laut Medienberichten - unter anderem der Bild - soll er bereits Anfang Mai in eine Privatklinik überstellt worden sein, um sich einer Dialyse zu unterziehen.

Update 9.45 Uhr: Auch Walter Klepetko, der Lauda bei dessen Lungentransplantation Anfang August 2018 operiert hatte, äußerte sich: "Niki Lauda ist gestorben. Ich muss das bestätigen", sagte er Dienstag der APA.

Niki Lauda ist tot: Formel-1-Legende hatte offenbar neue gesundheitliche Probleme

Unsere Meldung vom 21. Mai mit den ersten Informationen:

Wien - Tiefe Trauer um Formel-1-Legende Niki Lauda. "In tiefer Trauer geben wir bekannt, dass unser geliebter Niki am Montag, den 20.05.2019, im Kreise seiner Familie friedlich entschlafen ist", zitierte die österreichische Nachrichtenagentur APA aus der Mitteilung der Familie des Rennfahrers und Unternehmers.

"Seine einzigartigen Erfolge als Sportler und Unternehmer sind und bleiben unvergesslich. Sein unermüdlicher Tatendrang, seine Geradlinigkeit und sein Mut bleiben Vorbild und Maßstab für uns alle", heißt es in der E-Mail der Familie demnach weiter.

Niki Lauda am Montag gestorben - Rosberg dankt für Leidenschaft und mehr

Die Daimler AG, für die Lauda zuletzt als Team-Aufsichtsrat tätig war, zeigte sich via Twitter „tieftraurig“ und dankte ihm für „unermesslichen Input für den Motorsport und das Mercedes-F1-Team“ im Speziellen.

Der langjährige Mercedes-Pilot Nico Rosberg dankte für „deine Leidenschaft, dein Kampfgeist, niemals aufzugeben, dein Glaube, dass man sich im Leben immer zweimal sieht, und deine Geduld mit uns Youngsters“. Weiter schrieb der Weltmeister von 2016: „Ich und deine 100 Millionen Fans auf der ganzen Welt, die du so sehr inspiriert hast, niemals aufzugeben, denken an dich und deine Familie und wünschen dir, dass du in Frieden ruhst.“

Laudas jahrelanger Rennstall McLaren kondolierte emotional. „Niki wird immer in unseren Herzen und verankert in unserer Geschichte sein“, hieß es auf Twitter, versehen mit dem Hashtag #RIPNiki

Niki Lauda ist tot: Fans verabschieden sich ergreifend

In den sozialen Medien schreiben trauernde Fans der Rennsport-Ikone eine letzte Nachricht. „Eine österreichische Legende geht von uns. Ruhe in Frieden #niki #Lauda“, heißt es da, oder: „Och nee. :'( #Niki #Lauda war der Beste. Ein Vorbild in Sachen Durchhaltekraft, Bescheidenheit, Geradlinigkeit. Er hat mir schon die letzten Monate gefehlt & die fehlenden Infos um ihn waren dann wohl echt kein gutes Zeichen. Nach C. Whiting der nächste schwere Verlust im Motorsport.“

Ein weiterer User twittert ergriffen: „Ruhe in Frieden und gute Reise Niki Lauda. Der Himmel hat nicht nur eine Formel 1 Legende, sondern auch eine bewundernswerte Persönlichkeit und ein echtes Multitalent mehr.“

Niki Lauda tot - dabei war die Formel-1-Legende so optimistisch

Anlässlich seines 70. Geburtstages am 22. Februar hatte sich Lauda noch in einer kurzen Audio-Botschaft beim ORF für die Glückwünsche mit den Worten bedankt: „Ich komme wieder zurück und es geht volle Pulle bergauf.“ Dazu sollte es leider nicht mehr kommen.

Lauda hatte sich im August vergangenen Jahres einer Lungentransplantation unterziehen müssen und lag bis Oktober im Krankenhaus, mehrere Tage lang sogar im künstlichen Koma. Im Januar musste er dann wegen einer Grippe schon wieder ins Krankenhaus. Nach der Transplantation war das Immunsystem des Österreichers noch so stark angegriffen, dass die Grippe als Risiko eingestuft wurde.

Niki Lauda offenbar mit Problemen wieder im Krankenhaus gewesen

Seit März hielt sich Lauda planmäßig zur Reha in der Klinik Cereneo bei Luzern auf. Allerdings musste er österreichischen Medien zufolge vor rund drei Wochen in eine Schweizer Privatklinik verlegt werden, weil eine seiner Spendernieren Probleme bereitet haben soll. Die langwierigen gesundheitlichen Probleme hatten seine Rückkehr an die Rennstrecke immer wieder verhindert.

Die Lunge des dreifachen Formel-1-Weltmeisters war bereits durch seinen schweren Unfall 1976 auf dem Nürburgring vorgeschädigt. Damals war Laudas Rennwagen in Brand geraten. Der österreichische Rennfahrer saß fast eine Minute lang in den Flammen und atmete giftige Dämpfe ein, bevor er durch Fahrerkollegen gerettet wurde.

Niki Lauda: Frau und Bruder spendeten Niere

Lauda litt an den Spätfolgen des schlimmen Unfalls, musste sich zweimal einer Nierentransplantation unterziehen. Zunächst spendete ihm sein jüngerer Bruder Florian eine Niere, 2005 dann seine damalige Lebensgefährtin Birgit - obwohl sie erst ein Jahr ein Paar waren.

„Der emotionalste Moment für mich war, als Birgit zur Operation aus dem Zimmer geschoben wurde. Ich sah ihr in die Augen, und in dem Augenblick wusste ich, ich werde diese Frau heiraten“, erinnerte sich Niki Lauda 2012 in der Bild.

Niki Lauda ist tot: Schwerer Unfall am Nürburgring war prägend

Seit dem Unglück litt Lauda an diversen gesundheitlichen Problemen. So musste er sich 1997 und 2005 bereits zwei Nierentransplantationen unterziehen.

Der ehemalige österreichische Formel-1-Fahrer Niki Lauda (r) und der ehemalige britische Formel-1-Fahrer James Hunt beobachten den Regen vor dem Start des Grand Prix von Japan. Der dreimalige Formel-1-Weltmeister Niki Lauda ist tot. Der Österreicher starb am Montag im Alter von 70 Jahren.

Der italienischen Sportzeitung Gazzetta dello Sport sagte das Sport-Idol nach der Lungentransplantation, der Eingriff sei für ihn schlimmer gewesen als der Unfall auf dem Nürburgring 1976. In Deutschland habe er damals zwar schwere Brandwunden erlitten, er sei aber nur einen Monat oder etwas länger im Krankenhaus gewesen. "Diesmal war es wirklich lang. Doch ich bin immer noch hier", sagte Lauda dem Blatt. Um sein Leben habe er nicht gebangt, denn er habe sich in den Händen von Fachleuten befunden. Der Schweizer Zeitung Blick sagt er, er sei kurzzeitig tot gewesen, aber wiederauferstanden.

Niki Lauda wurde Unternehmer

1968 bestreitet Lauda sein erstes Rennen mit einem Mini Cooper, den er von seinem Großvater bekam. Den Weltmeistertitel in der Motorsport-Königsklasse holte er 1975, 1977 und 1984. Im Jahr 1979 stieg er aus dem Rennzirkus aus und gründete die Fluggesellschaft Lauda Air. Doch 1982 kehrte er wieder hinter das Lenkrad zurück und wurde mit McLaren zwei Jahre später noch einmal Weltmeister. 2002 verkaufte der seine Fluglinie gewinnbringend an Austria Airlines. Doch war für den flugbegeisterten Unternehmer damit nicht Schluss: 2004 gründete er die Billigfluglinie Niki, die 2011 an Air Berlin ging.

Geboren wurde Andreas Nikolaus Lauda, genannt Niki, am 22. Februar 1949. Großvater und Vater waren wohlhabende Industrielle. Gegen die Widerstände seiner Eltern machte Lauda seine Leidenschaft zum Beruf und wurde Formel-1-Pilot. 1971 startete er zum ersten Mal in der Formel 1. Lauda hat vier Kinder aus zwei Ehen.

"Abseits der Öffentlichkeit war er ein liebevoller und fürsorgender Ehemann, Vater und Großvater. Er wird uns sehr fehlen", heißt es in der E-Mail der Familie an die Medien.

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