Als Ersatzfahrer wieder stark

Nico Hülkenberg bald fest in der Formel 1? Es könnte ganz schnell gehen

Nico Hülkenberg stellte seine Klasse auf dem Nürburgring einmal mehr unter Beweis. Ein Top-Team war im Gespräch - nun gibt es eine weitere Option.

  • Formel 1*: Geht da was zwischen Red Bull* und Nico Hülkenberg?
  • Zwischen Hülkenberg und dem Top-Team gab es schon Kontakt.
  • Allerdings sind nun auch wieder Plätze bei Haas frei.

Update vom 22. Oktober, 21.22 Uhr: Wie geht es weiter mit Nico Hülkenberg? Nun ergibt sich eine komplett neue Option. Haas wird nicht mit seinen beiden Fahrern in die neue Saison gehen - kommt es vielleicht sogar zum deutschen Traum und der „Hulk“ fährt 2021 Seite an Seite mit Mick Schumacher*?

Nico Hülkenberg: Formel-1-Sensation? Offenbar Kontakt mit Red Bull

Update vom 18. Oktober, 9.30 Uhr: Kommt Nico Hülkenberg nach seinen aufsehenerregenden Einsätzen als Ersatzfahrer von Racing Point tatsächlich bei Red Bull unter? Der Emmericher wäre dieser Chance alles andere als abgeneigt. „Es ist am Auto gemessen die beste Option, die am attraktivsten ist. Es ist ein konkurrenzfähiges Auto“, sagte 33-Jährige im Interview mit dem Portal motorsport-magazin.com. Auch vor dem dortigen Platzhirsch Max Verstappen schreckt er nicht zurück: „Ich würde das gerne herausfinden, mich gerne an ihm messen. Mal schauen, ob es dazu kommen wird.“

In der Bild am Sonntag (Interview hinter einer Bezahlschranke) erklärte Hülkenberg zudem, dass er wieder ein festes Cockpit in der Formel 1 anstrebt: „Feuerwehrmann auf Dauer wäre doch wieder die klassische Ersatzfahrer-Rolle. Das ist nicht das, wonach ich strebe.“ Zwar habe es schon Teams gegeben, die ihn bereits nach seinem ersten Racing-Point-Einsatz in Silverstone fix verpflichtet hätten. Doch das richtige war wohl noch nicht dabei.

„Hülk“ stellt aber nach 179 F1-Einsätzen auch klar: „Ein Stamm-Cockpit hat für mich Priorität.“ Wobei sich das eben als nicht so einfach erweisen könnte, denn in der „Königsklasse“ geht es nicht nur nach Leistung: „Unter der Haube bin ich noch nicht. Aber nach wie vor dran. Andere Fahrer sind wirtschaftlich vielleicht attraktiver für die Teams.“

Formel 1: Nico Hülkenberg beeindruckt bei Einsatz auf Nürburgring

Erstmeldung vom 13. Oktober:

Nürburgring - Ohne Training Letzter im Qualifying, beim Rennen Platz acht und Fahrer des Tages: Nico Hülkenberg lieferte beim Großen Preis der Eifel auf dem Nürburgring als Ersatzfahrer auf beeindruckende Art und Weise ab. Und das nicht zum ersten Mal - bereits in Silverstone wusste er im Racing Point* zu überzeugen. Trotz alledem ist es möglich, dass der Emmericher 2021 ohne Cockpit in der Formel 1* dasteht. Offenbar tut sich aber eine große Gelegenheit für ihn auf.

Formel 1: Nico Hülkenberg zu Red Bull? Rennstall zieht Deutschen in Betracht

Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko ließ die Bombe am Sonntagabend platzen: „Wir waren bereits Freitag mit Hülkenberg im Gespräch.“ Dabei ging es aber nicht um 2021. Weil Red-Bull-Pilot Alexander Albon ein unschlüssiges Corona-Testergebnis hatte, habe Marko den Deutschen „gleich nach der Landung kontaktiert“. Daraus wurde nichts. Marko lobte Hülkenberg trotzdem für dessen Leistung in der Eifel: „Wir haben seine Zeiten verfolgt. Da habe ich gesehen, dass er sukzessive näher an Perez‘ Zeiten herangekommen ist. Hut ab. Eine tolle Leistung“.

Mit dem Mexikaner Sergio Perez hat „Hulkenback“ eines gemein: Beide suchen noch nach einem neuen Team für die nächste Saison, denn Perez wird bald durch Sebastian Vettel* ersetzt, der ab der kommenden Saison für Aston Martin* (aktuell noch Racing Point) fährt. Interessant ist auch, dass Marko die Möglichkeit nicht ausschließt, auch außerhalb des eigenen Kaders nach neuen Fahrern zu suchen. Normalerweise spricht das gegen die Philosophie des Rennstalls. „Wir können ruhig die Namen nennen, die aktuell auf dem Markt vorhanden sind. Das ist Hülkenberg und das ist Perez“, sagte Marko nüchtern.

Formel 1: Nico Hülkenberg könnte Alexander Albon bei Red Bull ersetzen - guter Draht zu Verstappen

Alexander Albon steht immer wieder in der Diskussion - er schaffte es am Wochenende nicht in die Top 10 und hinkt seinem Teamkollegen Max Verstappen stets deutlich hinterher. Marko nimmt ihn in Schutz: „Alex hat Pech gehabt, als er sich in der ersten Runde einen Bremsplatten eingehandelt hat. Die Leistung danach war durchaus ansprechend“. Sich mit externen Fahrern zu beschäftigen, sei „eine Theorie“, derzeit sei bei Albon noch alles auf Kurs.

Zu Max Verstappen hat Hülkenberg ein gutes Verhältnis, die beiden unterhalten sich auf Niederländisch. Ein guter Draht unter Fahrern kann für Formel-1-Teams Gold wert sein, denn regelmäßig kracht es auch unter Teamkollegen. Dass sich der Emmericher einen festen Platz in der Formel 1 rein sportlich verdient hat, ist Konsens im Grid. Ob nun Abiteboul (Renault*), Szafnauer (Racing Point) oder Seidl (McLaren*) - die Teamchefs blasen diesbezüglich ins gleiche Horn.

Formel 1: Nico Hülkenberg hat nicht viele Optionen - Albon-Leistung dürfte entscheiden

Doch ähnlich wie bei der Fußball-Nationalmannschaft ist das pure Leistungsprinzip auch in der Formel 1 nicht immer entscheidend. Die Optionen für Hülkenberg sind rar gesät - bei Alfa Romeo* scheint der Sitz neben Kimi Räikkönen schon für Mick Schumacher* vorgewärmt zu sein, zu Haas möchte der 33-Jährige eher nicht, wie er zwischen Tür und Angel beim Eifel-GP anklingen ließ. Ob es zwischen „Hulk“ und Red Bull bald ernst wird, entscheiden vor allem die weiteren Leistungen von Albon, denn Marko erinnert: „Wenn er weiterhin gute Rennen liefert, dann hat er sein Cockpit für das nächste Jahr“. (epp) *tz.de ist Teil des Ippen-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © dpa-Bildfunk

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