Heidfeld: "Da sieht man aus wie ein Pornostar"

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Nick Heidfeld ist einer von sieben Deutschen Formel-1-Fahrern. Das erste Saisonrennen verlief für ihn eher suboptimal.

Sepang - Nick Heidfeld ist nach einem missglückten Saisonstart in Melbourne für das zweite Rennen in Malaysia top motiviert. Mit seiner neuen Bekleidung kommt er aber noch nicht zurecht.

Nick Heidfeld hatte sich noch gar nicht so richtig an den neuen goldenen Rennanzug gewöhnt, da ging seine Pechsträhne nach dem Katastrophen-Auftakt von Melbourne auch schon weiter. Bereits nach sechs Runden im freien Training zum Großen Preis von Malaysia (Sonntag, 10.00 Uhr MESZ) brach an seinem Renault wie später auch am Auto von Teamkollege Vitali Petrov die Vorderradaufhängung. Beide Fahrer verloren wertvolle Trainingszeit.

„Wir mussten erst einmal analysieren, was das Problem war, und sind daher nur wenige Runden gefahren. Deshalb konnte ich kaum Setup-Änderungen vornehmen und bin nicht ein einziges Mal auf den harten Reifen gefahren. Dafür ging es noch ganz passabel“, sagte Heidfeld. In Australien war „Quick Nick“ nach einem völlig verkorksten Qualifying und einer unverschuldeten Kollision im Rennen nur Zwölfter geworden war, während Petrow sensationell auf Rang drei fuhr.

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Dessen Resultat war für Heidfeld, nachdem der Ärger verraucht war, aber nur zusätzliche Motivation, es mit einem offenbar gut gelungenen Auto mindestens genauso gut zu machen. Bis die Aufhängung streikte. „Wir hatten da einen Materialfehler“, erklärte der Deutsche. Allerdings hatte es lange gedauert, bis der Grund gefunden und das Bauteil durch eines aus einer anderen Fertigungsserie ersetzt worden war. So lange waren Heidfeld und Petrow aus Sicherheitsgründen in der Box geblieben.

In der verbliebenen wenigen Zeit fuhr Heidfeld dennoch auf Platz acht der Tageswertung. „Das macht mich schon zuversichtlich, wenn ich auf die Platzierung schaue, aber nicht, wenn ich mir die Rundenzeit ansehe. Wenn man sich anschaut, wie weit Red Bull und McLaren von uns weg sind, dürften die schwer zu schlagen sein“, sagte der Mönchengladbacher, der aber „überhaupt nichts“ von einer Fortsetzung seiner Pechsträhne wissen wollte: „Das habe ich längst weggesteckt. Es macht keinen Sinn, darüber nachzudenken.“

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Heidfeld ist außerdem davon überzeugt, dass der Fehler an der Aufhängung nicht mehr auftritt. „Wir sind am Freitagmorgen beide nur ein paar Runden gefahren und hatten sofort das Problem. Am Nachmittag sind wir dann viele Runden gefahren, mit höherem Tempo und mehr Benzin - ohne Probleme“, sagte er. Allerdings sei die Abstimmung noch „bescheiden“.

Bislang glänzte für Heidfeld, der als unverhoffter Ersatz für den verletzten Polen Robert Kubica bei Renault in diesem Jahr die Chance bekommt, endlich seinen ersten Grand Prix zu gewinnen, jedenfalls nur der neue Rennanzug. „Er ist auf jeden Fall kühler“, sagte der Gladbacher, der nach einer Idee von Petrows Managerin ebenso wie der Russe in der Hitze von Malaysia den schwarzen Overall gegen einen goldenen tauschte: „Außerdem sieht er besser aus als erwartet. Ich dachte erst: Ganz in Gold, da sieht man so ein bisschen aus wie ein Pornostar.“

sid

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