Lückenkemper bei „Berlin fliegt“ zum Abschluss der Saison

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Selber fliegen muss Gina Lückenkemper am Samstag in Berlin sicherlich nicht. Mit einem Auftritt beim Show-Wettkampf „Berlin fliegt“ und einem Sprint über 30 Meter beendet die schnelle Soesterin an diesem Wochenende ihre Saison.

Berlin - Rein sportlich hat der letzte Wettkampf der Saison für Gina Lückenkemper (LG Olympia Dortmund) kaum noch einen Stellenwert. Und doch wird die Veranstaltung in Berlin am Samstagabend eine sein, die die 20-jährige Soesterin so schnell vermutlich nicht vergessen wird. Lückenkemper startet beim Show-Wettkampf „Berlin fliegt“ direkt vor dem Brandenburger Tor.

Hier ist nicht nur das Umfeld unkonventionell, auch die Regeln der einzelnen Disziplinen sind teilweise etwas andere als sonst. So tritt Lückenkemper weder im 100- noch im 200-Meter-Sprint an, sondern startet im 30-Meter-Rennen. Auch kämpft sie nicht alleine um den Sieg, sondern ist darauf angewiesen, wie erfolgreich ihre beiden Mannschaftskollegen Melanie Bauschke (LAC Olympia 88 Berlin) und Karsten Dilla (TSV Bayer 04 Leverkusen) im Weit- beziehungsweise Stabhochsprung sind.

Auf dem Papier ist die Veranstaltung ein Wettkampf zwischen sechs Nationen, die mit jeweils drei Top-Athleten in drei Disziplinen um Punkte für eine Gesamtwertung kämpfen. Tatsächlich geht es bei „Berlin fliegt“ aber darum, vor beeindruckender Kulisse Werbung für die Leichtathletik zu machen. Und dafür betreiben die Organisatoren jede Menge Aufwand. Auf dem Asphalt vor dem Brandenburger Tor haben sie nicht nur einen Steg mit Sprintbahn platziert, sondern auch einen Stabhochsprung-Anlage, eine Weitsprunggrube und mehrere Tribünen aufgebaut. Das deutsche Team geht bei der inzwischen siebten Auflage der Veranstaltung als Titelverteidiger an den Start. Gegner sind die Teams aus den USA, Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien.

Gina Lückenkemper tritt im Sprint unter anderem auf die Hallen-Weltmeisterin Barbara Pierre aus den USA. Dass sie grundsätzlich noch in guter Form ist, hatte Lückenkemper am vergangenen Sonntag beim ISTAF im Berliner Olympiastadion gezeigt, als sie die 100 Meter in 11,16 Sekunden gelaufen war. Bei dem Wettkampf vor dem Brandenburger Tor zählt jedoch nicht die Zeit, sondern ausschließlich die Platzierung, denn nur dafür gibt es Punkte in der Teamwertung. Die Athletinnen treten dabei gleich viermal gegeneinander an. 

Dass die Sprintstrecke nur 30 Meter lang ist, dürfte Lückenkemper dabei nicht gelegen kommen. Schließlich hat sie hier kaum Gelegenheit, ihre vergleichsweise schwächere Reaktionszeit am Start auszugleichen. Trotzdem freut sie sich auf den Wettkampf. „Das ist schon etwas Besonderes, vor dem Brandenburger Tor zu sprinten, das wird sicherlich witzig“, meint Lückenkemper. Sie beendet nach dem Wettkampf in Berlin morgen ihre Saison.

Der Wettkampf „Berlin fliegt“ beginnt am Samstagabend um 18 Uhr, die ARD überträgt ab 18.10 Uhr live.

Quelle: wa.de

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