Neuerungen ab 2020 in der Kritik

„Bulls**t“ - Ferrari-Star Sebastian Vettel warnt vor neuer Formel-1-Reform

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Sebastian Vettel übte Kritik an den Reformen, die ab 2020 in Kraft reten sollen.

Um die Formel 1 wieder attraktiver zu machen, sollen ab 2020 Neuerungen eingeführt werden. Doch einige Motorsport-Ikonen stehen der Reform kritisch gegenüber.

Singapur - Die Formel 1 soll spannender werden, doch einige der prominentesten Figuren der Motorsport-Königsklasse warnen vor allzu einschneidenden Veränderungen. Ferrari-Star Sebastian Vettel bezeichnete am Samstag nach dem Qualifying zum Großen Preis von Singapur (So sehen Sie den Großen Preis von Singapur live im TV und im Stream) die Idee einer Umkehrung der Startaufstellung (Reverse Grid) als "Bullshit". Weltmeister Lewis Hamilton pflichtete dem Heppenheimer bei.

"Wenn die Leute besseren Sport sehen wollen, dann müssen wir es schaffen, dass die Leistungsdichte im Feld erhöht wird", erklärte Vettel weiter. Das Prinzip des Reverse Grid wird bereits in Nachwuchsrennserien wie der Formel 2 eingesetzt, wo die bestplatzierten acht Fahrer des Hauptrennens im anschließenden Sprintrennen in umgekehrter Reihenfolge starten. Dies führt zu einer Durchmischung der Siegerliste, auch Mick Schumacher feierte im August in Budapest mit Unterstützung des Reverse Grid seinen ersten Sieg im Unterbau der Formel 1.

Auch Modelle wie etwa ein Qualifikationsrennen anstelle des Qualifyings werden seit geraumer Zeit diskutiert. Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff sprach sich am Samstag eindeutig gegen ein solches Format aus. "Wir wollen nicht unkooperativ sein, aber wir haben starke bestehende Formate mit der Qualifikation und dem Rennen. Mit Experimenten sollte man sehr vorsichtig sein."

Die Formel 1 steht vor einen großen Einschnitt: Mit dem Ende der Saison 2020 läuft der bestehende Grundlagenvertrag aus. Die Periode danach wird bereits seit Jahren in regelmäßigen Meetings unter anderem zwischen der Formel-1-Führung und den Teams diskutiert. Im Rahmen dieser Diskussionen geht es auch um Veränderungen im technischen Regelwerk und eine Budgetdeckelung.

dpa

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