Red Bull droht Nachspiel vor Gericht

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Sebastian Vettel

Düsseldorf  - Sebastian Vettels Arbeitgeber Red Bull steht ein stürmischer Winter bevor - mit einem Nachspiel vor Gericht.

Nach dem Ausstieg aus der Teamvereinigung FOTA droht dem Formel-1-Rennstall nach Angaben des Fachmagazins “auto motor und sport“ ein Nachspiel vor Gericht.

Red Bull hatte vor einem Jahr in Singapur wie alle anderen Teams einer modifizierten Version des Ressourcen-Restriktions-Abkommens (RRA) zugestimmt. Dieses Abkommen, das ein Ansteigen der Budgets verhindern soll, gilt bis 2017. Das Dokument war damals von Red-Bull-Teamchef Christian Horner unterschrieben worden.

Zwtl: Teams pochen auf Singapur-Abkommen

Nun aber zog Red Bull die Zusage zurück. Angeblich sei Horner nicht zeichnungsberechtigt gewesen, heißt es in dem Bericht von “auto motor und sport“. Daraufhin kündigten jetzt die anderen Rennställe an, die Gültigkeit des Singapur-Schriftstücks notfalls vor Gericht einzuklagen. “Wenn Herr Horner Verträge mit Fahrern und der FIA unterzeichnen könne, dann ist seine Unterschrift auch im Fall der Kostenbremse gültig“, schreibt “auto motor und sport“.

Red Bull ist um einen Kompromiss bemüht. “Das Team wird sich weiter daran beteiligen, Lösungen zu finden, um Kosten in der Formel 1 zu sparen“, heißt es in einem Pressetext. Helmut Marko unterstreicht die Position des Rennstalls: “Wir wollen nur, dass jedes Team seinen Stärken entsprechend investieren kann. Bei uns ist das nun mal die Aerodynamik, die andere Teams, die darin ihren Schwachpunkt haben, einschränken möchten“, wird der Sportberater und enge Vertraute von Team-Besitzer Dietrich Mateschitz vom Internetportal “motorsport-total.com“ zitiert.

Neben Red Bull wird auch Ferrari die FOTA verlassen. Damit droht der Teamvereinigung nur drei Jahre nach der Gründung schon wieder das Aus. Die FOTA arbeitet in allen sportlichen und wirtschaftlichen Fragen mit dem Automobil-Weltverband FIA zusammen.

Das gemeinsame Ziel war es einmal, die Budgets der Teams unter die 100-Millionen-Euro-Marke zu drücken. Doch die Top-Rennställe wie Ferrari und Red Bull geben noch immer wesentlich mehr aus. Die Nachrichtenagentur dapd gibt einen Überblick über die Etats der zwölf Formel-1-Rennställe (basierend auf Schätzungen vor dieser Saison in Euro):

Ferrari: 300 Millionen

Red Bull: 280 Millionen

McLaren: 250 Millionen

Mercedes: 220 Millionen

Renault: 150 Millionen

Williams: 120 Millionen

Sauber: 100 Millionen

Force India: 90 Millionen

Toro Rosso: 75 Millionen

Lotus: 60 Millionen

Virgin: 50 Millionen

HRT: 35 Millionen

dapd

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