Polarisierende Einschätzung

„Nichts außer Angst“: Boris Becker sauer wegen Wimbledon - Und Corona-Panik

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Boris Becker polarisiert im Netz - und erntet ein breites Echo.

Die Corona-Pandemie macht auch vor dem Tennis-Zirkus nicht Halt. Boris Becker hält die frühe Absage bezüglich Wimbledon für falsch - und kritisiert die Panik um das grassierende Virus.

  • Boris Becker fürchtet eine Wimbledon-Absage aufgrund der Corona-Pandemie.
  • Außerdem kritisiert Deutschlands Tennis-Idol die Panikmache aufgrund des Virus.
  • Im Internet beteiligt sich 52-Jährige rege an den Diskussionen.
  • Einen Wegweiser durch unsere Corona-Berichterstattung finden Sie hier.

Berlin - Deutschlands ehemaliges Tennis-Idol Boris Becker polarisiert seit seinem Ruhestand viel mehr als zu aktiven Zeiten - und das ist nun auch in der Corona-Krise der Fall. Viele Politiker und Wissenschaftler warnen die Bevölkerung vor den Folgen der derzeit grassierenden Pandemie, der frühere Weltklassesportler hat für die aktuelle Hysterie um die Ausbreitung von Sars-CoV-2 jedoch Kritik übrig.

Coronavirus: Boris Becker wehrt sich gegen Panik - „Geduld ist eine Tugend“

In den sozialen Netzwerken lässt Becker eine ganze Reihe von Postings los, die sich mit der Panik rund um die Lungenkrankheit Covid-19 befassen. So erinnert der 52-Jährige beispielsweise auf Twitter an 25.000 Grippe-Tote im vergangenen Jahr 2019 alleine in Deutschland ("Mögen sie in Frieden ruhen!"): 

Außerdem prangert „Bobbele“ die Berichterstattung vieler Medien an ("Das ganze Weltende-Szenario/Armageddon bringt nichts außer Angst!") - und Becker warnt zugleich die Wimbledon-Organisatoren vor einer verfrühten Absage des Grand-Slam-Turniers: "Geduld ist eine Tugend". In seinem „Wohnzimmer“ konnte der Ex-DTB-Star drei Titel feiern - er hoffte bis zuletzt, dass die Veranstalter mit einer Entscheidung warten. Doch nun steht fest: Auch Wimbledon 2020 fällt ins Wasser. Andere Tennis-Turniere sind ebenfalls akut bedroht, wie tz.de* schildert.

Corona-Pandemie: Was Wimbledon anderen Sportevents voraus hat

Die Chancen, dass seine Forderung Gehör findet, waren gering: Die Macher des legendären Rasenturniers wollten noch diese Woche über das ab 29. Juni geplante Tennisturnier entscheiden. Nach der Absage findet erstmals seit der Gründung 1877 das älteste Tennisturnier der Welt in Friedenszeiten nicht statt. Unwahrscheinlich war eine Durchführung auch, weil die britische Regierung aufgrund ihrer anfangs zu laschen Maßnahmen gegen das Coronavirus stark unter Druck geraten ist und eine Sondergenehmigung kaum machbar war.

Finanziell trifft es den Ausrichter, den All England Lawn Tennis and Croquet Club (AELTC) angeblich nicht so hart: Wie britische Medien berichten, habe sich der Veranstalter gegen einen Ausfall des Turniers aufgrund einer Pandemie versichert - und das vermutlich als einziges Großereignis im Sport, dessen Kalender weltweit durcheinandergewirbelt* wurde.

Boris Becker ist und bleibt aber selbstverständlich eine Legende des renommiertesten Grand-Slam-Turniers. RTL verfilmt nun sogar die Karriere des Wimbledon-Helden.

Corona: Kürzlich forderte Boris Becker noch zu „Home Office“ auf

Becker selbst postete in den vergangenen Wochen immer wieder Thesen zum Coronavirus, platzierte auf Instagram Videos von seinem „Home Office“:

Nicht wenige frühere und aktuelle Protagonisten der Tennis-Tour mutmaßen öffentlich, dass es 2020 keinen einzigen Aufschlag mehr bei den Profis geben wird. Diese Bekundungen bringen Boris Becker ebenfalls auf die Palme: "Wir sollten mit der Schwarzmalerei aufhören", twitterte der Wahl-Londoner und ist sich sicher: "Natürlich wird dieses Jahr noch Tennis gespielt."

Corona so harmlos wie Grippe? Massives Echo zu Becker-Postings

Beckers jüngste Kommentare und seine Vergleiche zwischen dem Coronavirus Sars CoV-2 und einer herkömmlichen Grippe erhalten im Internet zahlreiche Reaktionen, die auch von Beckers akribischer Präsenz befeuert werden. Manche User halten es für gefährlich, dass Becker so einen "Humbug mit großer Reichweite" verbreite. Von anderen Followern gibt es wiederum Lob für die Einschätzungen des gebürtigen Leimeners. Wenige Tage zuvor machte Becker bereits Schlagzeilen mit einer angeblichen neuen Liebschaft:

Die Olympischen Spiele 2020 wurden bereits wegen des Coronavirus verschoben. Ein neuer Termin steht bereits fest*. Ausgerechnet der kritisierte Fußballfunktionär Dietmar Hopp avanciert unterdessen zu einem der Hoffnungsträger in der Coronakrise*. Eine echte Überraschung gab es derweil in den USA: Dort wurde Wrestling als systemrelevant eingestuft und darf nun trotz Ausgangssperre stattfinden.

Boris Becker hat sich einen Sonnenbrand zugezogen - auf sein Video aus London reagieren Fans besorgt.

PF mit SID

*tz.de ist ein Angebot des bundesweiten Ippen Digital Redaktionsnetzwerks

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